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Tree Path: Fahrradweg bei Sabbioneta

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Auf einem rot leuchtenden Pfad der zwischen einer Baumallee schwebt sind mehrere Personen unterwegs. Mobilität der Zukunft? Mit dem Projekt Tree Path wollen die Beteiligte nachhaltige Mobilität erforschen und das Natürliche mit dem Künstlichen verbinden. Credit: Carlo Ratti Associati
Mobilität der Zukunft? Mit dem Projekt Tree Path wollen die Beteiligten nachhaltige Mobilität erforschen und das Natürliche mit dem Künstlichen verbinden. Credit: Carlo Ratti Associati
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Zusammen entwickelten Carlo Ratti Associati (CRA), OLA und die gemeinnützige Organisation GAL Terre del Po das Projekt Tree Path. Der erhöhte Fahrradweg zur italienischen Stadt Sabbioneta befindet sich nicht nur zwischen Bäumen, sondern wird von diesen auch getragen. Mit dem Projekt wollen die Beteiligten nachhaltige Mobilität erforschen, indem sie das Natürliche mit dem Künstlichen verbinden. Alles zu dem Entwurf lesen Sie hier.

Tree Path als Verschmelzung von Natur und Architektur

Das idyllische gelegene Sabbioneta zählt zum UNESCO Weltkulturerbe. Nun könnte die Renaissancestadt in der Lombardei eine neue Sehenswürdigkeit dazubekommen. Und diese wäre etwas ganz besonderes. In der Vision leitet der sogenannte Tree Path zukünftig Radfahrer*innen und Fußgänger*innen zur Stadt hin. Und das nicht auf ebenem Terrain, sondern inmitten des Blätterdaches selbst. Dabei dienen zwei parallel stehende Baumreihen als tragende Konstruktion für die Wegeverbindung. Möglich wurde das Projekt durch eine Kooperation von Carlo Ratti Associati (CRA) aus Turin mit OLA und der Organisation GAL Terre del Po. OLA zählt weltweit zu den führenden Köpfen auf dem Gebiet der Baubotanik. Dabei werden Bäume als architektonische Elemente eingesetzt, miteinander verzahnt und so großgezogen, dass statisch belastbare Bauwerke entstehen. Durch die Arbeit mit dem lebenden Material, sind die Projekte stetiger Veränderung unterzogen.

Mit dem Rad unterwegs auf dem Tree Path. Credit: Carlo Ratti Associati
Mit dem Rad unterwegs auf dem Tree Path. Credit: Carlo Ratti Associati

Baubotanik als Konstruktionsart

Mit dieser besonderen Methode wird die Konstruktion des Tree Path anvisiert. Die Planer*innen haben dafür die Pflanzung von rund 1 000 Bäumen vorgesehen. Diese würden um einen Handlauf aus Edelstahl heranwachsen und so im Verlauf mehrerer Jahre eine Wegestruktur ausbilden. Bis zu sechs Meter hoch könnte der Baumpfad dann über dem Boden schweben. Der Straßenverkehr fände ganz unabhängig auf Bodenniveau statt. Weiterhin würde der Pfad kleine Wasserläufe ohne Probleme überspannen können. Die Bewegung zwischen den Baumkronen wäre so ein losgelöstes Erlebnis von den Gegebenheiten des darunterliegenden Terrains. In ihrer Vision haben die Planer*innen neben der baubotanischen Konstruktion noch weitere Elemente vorgesehen. 

Internet der Bäume

Beispielsweise wären entlang des Weges digitale Sensoren integriert. Diese sollen unterschiedliche Messdaten sammeln. Dazu zählen Informationen im Externen – wie etwa zur Luftqualität – ebenso, wie interne Statusmeldungen zur Vitalität der einzelnen Bäume. Durch eine ständige und umfassende Beobachtung soll sichergestellt werden, dass die beteiligten Organismen sich gesund entwickeln können und auch bei sich wandelnden äußeren Einflüssen überleben können. Die Planer*innen sprechen von einem „Internet der Bäume“, in dem sowohl die Pflanzen als auch die Projektkoordinator*innen im Austausch stehen. Es ist eine Zukunftsvision die nach heutigen Standards noch nach Science-Fiction klingen mag. Und Carlo Ratti, Gründungspartner bei CRA und Direktor des Senseable City Lab am MIT, gibt zu: „We are still very far from that future.“  Trotzdem sieht er große Chancen in der Konvergenz von Natur und Künstlichem. Und er hält es für durchaus möglich, dass eines Tages Architektur wie Bäume „wachsen kann“.

Spazieren zwischen Baumkronen. Credit: Carlo Ratti Associati
Spazieren zwischen Baumkronen. Credit: Carlo Ratti Associati

Weltkulturerbe der Zukunft

In der Vergangenheit hat CRA bereits andere Projekte dieser Art auf unterschiedlichen Maßstabsebenen verfolgt. 2021 schlossen sie zum Beispiel das Projekt The Greenary in Parma ab. Dabei pflanzten sie einen zehn Meter großen Baum inmitten eines Wohnhauses – dieser ist nun lebender Teil des Gebäudes. Darüberhinaus sind sie in der Mobilitätsplanung aktiv. Und versuchen dabei neue Technologien und nachhaltige Gestaltung zu implementiere. So entwickelten sie unter dem Titel New Deal Paris einen Entwurf für die Hauptverkehrsadern in Frankreichs Hauptstadt – mit autonomen Fahrzeugen und Shared mobility. In ihren Projekte visualisieren CRA Entwicklungen, die zwischen Utopie und Realität schweben. Dazu zählt auch der Tree Path. In einer wünschenswerten Zukunft könnte dieser irgendwann die 700 Kilometer lange VENTO Cycle Route, die dem Verlauf des Po Flusses folgt, mit Sabbioneta verbinden. Und dem Weltkulturerbe ein modernes Kulturgut hinzufügen.

Mehr aus Italien? Wie wäre es mit dem Piazza del Campo in Siena.

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Wir sind Fachmedium des Jahres!

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Die Garten + Landschaft ist Fachmedium des Jahres 2017. Das verkündete die Jury auf dem Kongress der Deutschen Fachpresse in Frankfurt am 17. Mai 2017.

Wissen vermitteln, den Horizont erweitern, Perspektiven bieten und Emotionen wecken – mit Tiefgang, einem modernen Layout und dem Anspruch auf Aktualität. Das muss eine gute Fachzeitschrift können. Und wir haben es jetzt schwarz auf weiß: so ein Medium ist die Garten + Landschaft. Gestern wurden wir auf dem Kongress der Deutschen Fachpresse in Frankfurt als beste Fachzeitschrift des Jahres (bis 1 Mio. Umsatz) ausgezeichnet.

Für journalistische Qualität ausgezeichnet

Die Jury war sich einig: „Die Garten + Landschaft versteht es, den Fachzeitschriftenleser auf einer emotionalen Ebene anzusprechen. Der Titel besticht durch ein großzügiges und opulentes Layout, ohne an Sachlichkeit zu verlieren. Typo und Bilder werden vorbildlich eingesetzt“. Sehr gut gefallen haben der Jury auch die strukturierte Leserführung, die vielfältigen Stilformen und die Rubrik „Snapshots“.

Die Garten + Landschaft befindet sich in guter Gesellschaft. Auch die anderen Preisträger überzeugten die Jury von ihrer journalistischen Qualität: Ausgezeichnet wurden unter anderem die Deutsche Apotheker Zeitung, Miss & Mister Handwerk, DeviceMed, Si und die Website Hofheld vom Deutschen Landwirtschaftsverlag.

Zur Hauptjury gehörten Bernd Adam, Geschäftsführer der Deutschen Fachpresse, Wolfgang Beisler, stellvertretender Sprecher der Deutschen Fachpresse und Geschäftsführer des Carl Hanser Verlags, Jörg Dambacher, geschäftsführender Gesellschafter der RTS Rieger Team Werbeagentur, Prof. Dr. Lutz Frühbrodt, Leiter des Studiengangs „Fachjournalismus mit Schwerpunkt Technik“ an der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt, Stefan Rühling, Vorsitzender der Geschäftsführung der Vogel Business Media und Hans Scheider, Mitgesellschafter der diemedia GmbH.

Hier geht’s zum Probeabo der Garten + Landschaft.

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Disney Dorf – tausend Wohneinheiten mit Micky Maus

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das soll bald in den Disney Storyliving Communities möglich sein. (Foto: Capricorn song / Unsplash)
das soll bald in den Disney Storyliving Communities möglich sein. (Foto: Capricorn song / Unsplash)

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Disney für Erwachsene

Zwei Stunden von Los Angeles entfernt möchte der Disney-Konzern ein erstes Dorf mit tausend Wohneinheiten bauen. Das Micky-Maus Dorf soll dabei den typischen Disneycharme versprühen und junge Menschen, Tourist*innen, aber vor allem auch Senior*innen anziehen. Alles zu dem Projekt – das nur das erste von vielen sein soll – lesen Sie hier.

Im Februar 2022 kündigte Disney „Storyliving“ an: Nachbarschaften oder Communities, die es Fans ermöglichen sollen, „nach neuen Wegen zu suchen, um Disney zu einem größeren Teil ihres Lebens zu machen“. Bei diesen neuen Wohngebieten in ganz Amerika handelt es sich um per Masterplan entworfene Communities, die sich durch „einzigartig gestaltete Räume, einzigartige Annehmlichkeiten und Disneys weltberühmten Service“ auszeichnen werden. Der erste Standort des Disney Dorf wird in Rancho Mirage, Kalifornien, sein. Dies ist der Ort, an dem der Firmengründer Walt Disney einst lebte.

Josh D’Amaro, Leiter von Disneys Abteilung für Parks, Erlebnisse und Produkte, sagte, es sei nur logisch, Nachbarschaften im Stil eines Themenparks zu schaffen: „Seit fast hundert Jahren hat Disney mit seinen Geschichten und Figuren die Herzen der Menschen überall berührt“, sagte er. „Während wir uns auf das nächste Jahrhundert unseres Bestehens vorbereiten, wollen wir neue und aufregende Angebote entwickeln, um die Magie von Disney zu den Menschen zu bringen – indem wir Geschichten in echtes Leben verwandeln.“

Das erste Disney Dorf

Erste Renderings der Storyliving Communities zeigen Orte, die sehr idyllisch und urlaubsähnlich aussehen. Die deutsche Zeitung „Der Spiegel“ hat sie als „ewige Kreuzfahrten“ und „echte Märchenwelten“ beschrieben. Den Bewohner*innen werden zahlreiche Aktivitäten wie Yoga- und Kochkurse sowie ein vielfältiges Wellness-Angebot geboten.

Die Zielgruppe für die Storyliving Communities sind erwachsene Disney-Fans, die eine harmonische Disneyland-Atmosphäre suchen. Diejenigen, die 55 Jahre und älter sind, haben eine starke Bindung zu Disney und blicken auf ältere Filme und erste Besuche in den Disneyland-Parks zurück. Der erste Park eröffnete im Juli 1955 in Anaheim, Kalifornien. Im Oktober 1971 folgte Disney World in Bay Lake, Orlando.

Im Jahr 1996 gründete die Walt Disney Company die Stadt Celebration in Florida, eine Nachbarschaft im Osceola County. Celebration zeichnet sich durch begehbare Straßen, zahlreiche Parks in der Nachbarschaft, günstige Einkaufsmöglichkeiten und traditionelle Wohnformen aus. Sie ist ein Beispiel für den „New Urbanism“, der zeigt, wie die Häuser früher aussahen. Die Stadt befindet sich zwar nicht auf dem Disney-Resort selbst, liegt aber in der Nähe des Parks. Die ersten Häuser wurden von Disneyland-Fans bei einer Tombola gewonnen. Heute befinden sich die Grundstücke von Celebration jedoch alle in Privatbesitz.

Erster Spatenstich im April 2022

Disneys erste Storyliving Community in Rancho Mirage wird den Namen Cotino tragen. Der erste Spatenstich fürs Disney Dorf ist für den 26. April 2022 im Rahmen einer privaten Zeremonie geplant. Das Gelände wird derzeit planiert, was bis zu zwölf Monate dauern kann.

Cotino soll eine Wohnsiedlung, eine 24 Hektar große, schwimmfähige Lagune und ein Resort-Hotel umfassen. Die Wohnmöglichkeiten werden voraussichtlich aus Anwesen, Eigentumswohnungen und Einfamilienhäusern bestehen. Sie sind um eine große Oase mit künstlichen Stränden angeordnet. Die Storyliving Community wird als Gemeindeverband organisiert sein, der von Disney-Mitarbeiter*innen geleitet wird. In der Storyliving Community sollen das ganze Jahr über Veranstaltungen und Unterhaltungsprogramme zum Thema Disney stattfinden.

Gabe Codding, Stadtsprecher von Rancho Mirage, sagte, dass es noch keine Baugenehmigung für Cotino gibt. Dies bedeutet, dass der Bau lange dauern könnte. Der Bebauungsplan für das Grundstück ist zwar bereits genehmigt, doch muss die Gemeinde noch ein Antrags- und Genehmigungsverfahren durchlaufen. Dazu gehören Präsentationen vor dem Architectural Review Board der Stadt, der Planungskommission und dem Stadtrat. Dabei müssen sowohl die Meinungen der Öffentlichkeit als auch die von Fachleuten vorgebrachten Überlegungen und Fragen berücksichtigt werden.

Disney kündigt an, überall in den Vereinigten Staaten Storyliving Communities zu errichten. Es wird jedoch noch einige Jahre dauern, bis die ersten Märchendörfer, das erste Disney Dorf bewohnbar ist – Micky Maus muss sich also noch ein wenig gedulden.

Kritische Stimmen

In den Vereinigten Staaten von Amerika wird häufig beklagt, dass Disney „alles besitzt“, von Fernsehsendern über Filmproduktionsfirmen bis hin zu Zeitungen. Sogar GoPro ist teilweise im Besitz des Unternehmens. Mehr als 210 000 Menschen arbeiten bei dem Unternehmen, das sich nicht mehr im Besitz der Disney-Familie befindet. Stattdessen ist der größte Aktionär die Vanguard Group Inc.

Als Titan in der Welt der Vergnügungsparks, des Fernsehens und der Filme ist Disney nun dabei, sich in die Entwicklung von Wohnvierteln zu versuchen. Dies hat in den sozialen Medien viel Kritik hervorgerufen, die Storyliving als „Gated Community für Disney-Erwachsene“ bezeichnet. Die Idee, dass ein Unternehmen eine Stadt besitzt, ist selbst in den Vereinigten Staaten ungewöhnlich.

Gleichzeitig steht Disney in der Kritik, seine Mitarbeiter*innen unterbezahlt zu haben, was Twitter-Nutzer*innen dazu veranlasst hat, Dinge zu tweeten wie „Irgendwie krank, dass Disney Wohnungen für die Reichen baut, während ein guter Prozentsatz seiner Mitarbeiter obdachlos ist und in ihren Autos lebt, aber das ist eben der Maus-Kapitalismus“. Gleichzeitig hat Disney Pläne für den Bau von 1 300 bezahlbaren Wohnungen in der Nähe des Themenparks in Orlando angekündigt.

Zu einem etwas anderen Park in der kalifornischen Großstadt, können Sie hier etwas lesen.

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