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Umweltorganisationen kritisieren Symbolpolitik

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Die Umweltverbände fordern

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Drängender Handlungsbedarf

Verschiedene Umweltorganisationen machen Vorschläge für eine Beschleunigung der Planung. Sie erachten eine verbesserte Planung und Beteiligung für wichtig. Sie kritisieren die bisherige Symbolpolitik der aktuellen Bundesregierung.

Es gibt zahlreiche Umweltorganisationen in Deutschland. Dazu gehören der BBN, der bdla, der BUND, der NABU, die DUH, die UfU, die UVP-Gesellschaft und der Umweltdachverband DNR. Gemeinsam haben diese Gruppierungen nun konkrete Handlungsempfehlungen erarbeitet. Sie alle zielen darauf ab, die Realisierung von Infrastrukturvorhaben zu beschleunigen. In einem parlamentarischen Gespräch kamen die Vertreter*innen der Umweltorganisationen mit Abgeordneten des Deutschen Bundestags zusammen. In diesem Austausch betonten sie, dass es einen dringender Beschleunigungsbedarf in Deutschland gibt.

Insbesondere im Bereich von Maßnahmen zum Klima- und Umweltschutz besteht drängender Handlungsbedarf. Um hier das gesetzte Ziel der Klimaneutralität zu erreichen, muss in vielen Bereichen schneller agiert werden. Vor diesem Hintergrund fordern die Umweltorganisationen eine strikte Priorisierung von Projekten nach ihrem Klima- und Umweltnutzen. Die Vertreter*innen plädieren dafür, anstelle von Hunderten, häufig klimaschädlichen Projekten, nur diejenigen zu realisieren, die dem Klima- und Umweltschutz wirklich dienen. Dazu gehören oft nicht Projekte zur Verkehrsinfrastruktur.

Den Rechtsrahmen ausschöpfen

Die Umweltorganisationen sehen Möglichkeiten zur Beschleunigung von Projekten darin, dass potenzielle Konflikte zwischen Klima- und Artenschutz von vorne herein vermieden werden. Durch eine frühzeitige Erkennung von Spannungen, durch Vermeidung von Konfrontationen und die Beteiligung der Öffentlichkeit könnten Konflikte umgangen werden. Dabei spielen übergreifenden Lösungen eine Rolle. Sie könnten wesentlich dazu beitragen, Projekte mit Klima- und Umweltnutzen in ihrer Planung und Realisierung zu beschleunigen.

Neben einer Vermeidung von Konflikten sehen die Umweltorganisationen große Chancen darin, geltende Rechtsrahmen besser auszuschöpfen. Hier schlummert ein Potenzial. Auch gibt es zahlreiche Beschleunigungsgesetze, die es umzusetzen gilt. Außerdem ist es an der Zeit, geltende Gesetze hinsichtlich ihres Nutzens für Planungsqualität und Beschleunigung zu evaluieren. Die Prüfung bestehender Möglichkeiten muss erfolgen, bevor neue und umfangreiche Gesetzesänderungen beschlossen werden. Das fordern zumindest die Vertreter*innen der Umweltorganisationen. Sie betrachten die konsequente Anwendung bereits beschlossener Maßnahmen für entscheidend. Aus ihrer Perspektive sind die in der letzten Legislaturperiode verabschiedeten Maßnahmen jetzt dringend zu realisieren.

Umweltorganisationen und der Koalitionsvertrag

Genauso ist der geplante Einsatz von Projektmanagern, die Nutzung von Antragskonferenzen, die Etablierung frühzeitiger Öffentlichkeitsbeteiligung und Planungsvereinfachungen bei kleineren Vorhaben sehr wichtig. Sie alle warten noch auf ihre Umsetzung. Aus Sicht der Umweltorganisationen liegt die Möglichkeit zur Beschleunigung von Maßnahmen also primär in einer verbesserten Umsetzung. Im Vollzug und in der Stärkung gesetzlicher Maßnahmen liege eine große Chance, sagen BBN, bdla, BUND, NABU, DUH, UfU, die UVP-Gesellschaft und der Umweltdachverband DNR.

Auch die aktuelle Bundesregierung sieht in der Beschleunigung von Infrastrukturplanungen eines der wichtigsten Projekte ihre Regierungsarbeit. In ihrem gemeinsamen Koalitionsvertrag erwähnen die beteiligten Parteien das mehrfach. Es heißt, dass noch im Jahr 2022 wichtige Entscheidungen getroffen und durchgesetzt werden, die die Dauer von Planungs- und Genehmigungsverfahren halbieren. Das sind hohe Ziele. Die sehen die Umweltorganisationen noch nicht erreicht.

Aus deren Perspektive enthält der Koalitionsvertrag darüber hinaus Maßnahmen, die europarechtlich und rechtsstaatlich umstritten sind. Dieser rechtlich umstrittene Charakter kann zu langwierigen Auseinandersetzungen um eine Zulässigkeit provozieren. Das betrifft  aus Sicht der Umweltorganisationen vor allem die Wiedereinführung der materiellen Präklusion. Auch die Einführung einer Mitwirkungspflicht für Umweltverbände, der Wegfall der aufschiebenden Wirkung und die Einführung von Genehmigungsfiktionen kann zu erheblichen Rechtsunsicherheiten führen.

Aus Sicht der Umweltorganisationen liegt hier Handlungsbedarf. Vor diesem Hintergrund mahnen die Vertreter*innen von BBN, bdla, BUND, NABU, DUH, UfU, der UVP-Gesellschaft und des Umweltdachverbands DNR vor Selbstzweck. Die Beschleunigung von Planung sei kein Selbstzweck, betonen die Vertreter*innen. Vielmehr müssen sie die gesellschaftliche Transformation voranbringen und zwar effektiv. Darüber hinaus müssen sie die Akzeptanz der anstehenden Veränderungen fördern. Vor allem aber muss die Beschleunigung dazu beitragen, das Klima zu schützen und den Erhalt der biologischen Vielfalt sicherzustellen.

Konkrete Forderungen der Umweltorganisationen

Ganz konkret fordern die Umweltorganisationen zunächst eine klare und nachvollziehbare Priorisierung von Projekten anhand ihrer ökologischen Kosten-Nutzen-Analyse. Darüber hinaus sind ihre Klimawirkungen und ihre Auswirkungen auf die Artenvielfalt einzuschließen. Des weiteren setzen sich die Organisationen für eine frühzeitige und ernsthafte Öffentlichkeitsbeteiligung ein, die jeweils grundlegende Alternativen einbezieht.

Aber auch eine bessere Ausstattung von Behörden sowie die Priorisierung der personellen und technischen Ressourcen sind insbesondere in den Bereichen zentral, die zum Klimaschutz und zur Wahrung der Artenvielfalt beitragen. Die Vertreter*innen der Umweltorganisationen fordern aber auch ein verbessertes Planungsmanagement, welches Vorhabenträger*innen bei der Antragstellung unterstützt. Wie in anderen Bereichen fordern die Verbände auch den Bürokratieabbau. Aber auch Planungsvereinfachungen bei kleineren Sanierungs- und Ersatzmaßnahmen im Bereich klima- und umweltfreundlicher Infrastruktur sind zu vereinfachen.

Die Liste der genannten Maßnahmen berücksichtigt noch nicht die besonderen Herausforderungen, die im Kontext der Energiewende stehen. Dennoch stellt der Forderungskatalog der Umweltorganisationen ein notwendiges Grundgerüst dar, das hilft, die Planung anstehender und wichtiger Transformationsprozesse zu beschleunigen.

Weitere Informationen zum Klimawandel: der IPPC-Bericht 2022. Warum der Weltklimarat aktives Handeln fordert, lesen Sie hier.

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Wir sind Fachmedium des Jahres!

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Die Garten + Landschaft ist Fachmedium des Jahres 2017. Das verkündete die Jury auf dem Kongress der Deutschen Fachpresse in Frankfurt am 17. Mai 2017.

Wissen vermitteln, den Horizont erweitern, Perspektiven bieten und Emotionen wecken – mit Tiefgang, einem modernen Layout und dem Anspruch auf Aktualität. Das muss eine gute Fachzeitschrift können. Und wir haben es jetzt schwarz auf weiß: so ein Medium ist die Garten + Landschaft. Gestern wurden wir auf dem Kongress der Deutschen Fachpresse in Frankfurt als beste Fachzeitschrift des Jahres (bis 1 Mio. Umsatz) ausgezeichnet.

Für journalistische Qualität ausgezeichnet

Die Jury war sich einig: „Die Garten + Landschaft versteht es, den Fachzeitschriftenleser auf einer emotionalen Ebene anzusprechen. Der Titel besticht durch ein großzügiges und opulentes Layout, ohne an Sachlichkeit zu verlieren. Typo und Bilder werden vorbildlich eingesetzt“. Sehr gut gefallen haben der Jury auch die strukturierte Leserführung, die vielfältigen Stilformen und die Rubrik „Snapshots“.

Die Garten + Landschaft befindet sich in guter Gesellschaft. Auch die anderen Preisträger überzeugten die Jury von ihrer journalistischen Qualität: Ausgezeichnet wurden unter anderem die Deutsche Apotheker Zeitung, Miss & Mister Handwerk, DeviceMed, Si und die Website Hofheld vom Deutschen Landwirtschaftsverlag.

Zur Hauptjury gehörten Bernd Adam, Geschäftsführer der Deutschen Fachpresse, Wolfgang Beisler, stellvertretender Sprecher der Deutschen Fachpresse und Geschäftsführer des Carl Hanser Verlags, Jörg Dambacher, geschäftsführender Gesellschafter der RTS Rieger Team Werbeagentur, Prof. Dr. Lutz Frühbrodt, Leiter des Studiengangs „Fachjournalismus mit Schwerpunkt Technik“ an der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt, Stefan Rühling, Vorsitzender der Geschäftsführung der Vogel Business Media und Hans Scheider, Mitgesellschafter der diemedia GmbH.

Hier geht’s zum Probeabo der Garten + Landschaft.

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6-Seen-Wedau: Längste Klimawand der Welt

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Der Bau des neuen Wohngebiets „6-Seen-Wedau – Wohnen am Wasser“ startet mit einem Rekord: Die längste Klimawand der Welt soll entstehen. (Foto: Redaktion Jensen media)
Der Bau des neuen Wohngebiets „6-Seen-Wedau – Wohnen am Wasser“ startet mit einem Rekord: Die längste Klimawand der Welt soll entstehen. (Foto: Redaktion Jensen media)
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Der Bau des neuen Wohngebiets „6-Seen-Wedau – Wohnen am Wasser“ hat begonnen und startet mit einem Rekord: Die längste Klimawand der Welt mit einer Länge von 2,6 Kilometer soll entstehen.

3 000 Wohneinheiten & 40 000 Quadratmeter Natur

Das neue Wohngebiet „6-Seen-Wedau – Wohnen am Wasser“ in Duisburg ist das derzeit größte Stadtentwicklungsprojekt in Nordrhein-Westfalen. Teil des Wohngebiets ist eine 2,6 Kilometer lange und 10 Meter hohe grüne Lärmschutzwand. 13 000 Kletterpflanzen werden die längste Klimawand der Welt ausstatten. Sie soll den künftigen Bewohner*innen von 6-Seen-Wedau Lärmschutz vor dem angrenzenden Bahnverkehr gewähren und zugleich 40 000 Quadratmeter Natur bieten. Darüber hinaus stellt die Klimawand einen geschützten Lebensraum für die in der Region lebenden Zauneidechsen dar.

Das Wohngebiet entsteht auf den ehemaligen Bahnflächen des Rangierbahnhofs Wedau und wird in den nächsten Jahren fertiggestellt. Die Klimawand soll schon Ende 2022 komplett sein. 6-Seen-Wedau wird bis zu 3 000 Wohneinheiten in vier unterschiedlich gestalteten Quartieren bieten.

Foto: Redaktion Jensen media
Foto: Redaktion Jensen media

Die „Rau Klimawand R3“ in 6-Seen-Wedau

Die Klimawand in 6-Seen-Wedau kommt vom Spezialanbieter „Rau Lärmschutzwände“ mit Sitz in Berlin. „Die Lärmschutzwand in Duisburg-Wedau sprengt wirklich alle bisherigen Dimensionen. Toll, dass sich die Stadt und die Duisburger GEBAG als Baugesellschaft für diese besonders nachhaltige und ökologische Lösung des Lärmschutzes entschieden haben“, sagt Henning Knief, Geschäftsführer der Rau Lärmschutzwände – Geosystem GBK GmbH aus Berlin.

Der Luftschalldämmungswert der Klimawand liegt bei 68 dB. Die gesamte Länge des Neubaugebiets ist von der Wand geschützt. Die Bahnstrecke zwischen Duisberg-Wedau und Ratingen ist viel befahren, weshalb der Schutz wichtig ist.

Aber auch die Umweltfreundlichkeit der Wand spielt eine wichtige Rolle. Michael Streck, Projektleiter der GEBAG Flächenentwicklung, sagt dazu: „Die Nähe zur Natur spielt für Investoren und zukünftige Anwohner schon jetzt eine große Rolle: Wir haben über 800 Anregungen von 300 Bürgerinnen und Bürgern in unsere Stadtteilplanung einfließen lassen – viele große Grünflächen sollen das Stadtbild mitprägen. Klar, dass wir auch bei der Wahl unserer Lärmschutzwand eine umweltfreundliche Lösung finden wollten“, so Streck.

Nachhaltiger Bau

Bei der Klimawand in 6-Seen-Wedau ist der Name Programm, denn auch in ihrer Herstellung ist sie ressourcensparend. „Beton ist in der Herstellung wahnsinnig energieaufwändig und entspricht einfach nicht mehr unserem heutigen Verständnis von Ökofreundlichkeit. Für die Füllung unserer Klimawand wurde durch ein kluges Bodenmanagement sowohl zugeliefertes als auch örtlich angefallenes Material verwendet, das bei der Umsetzung des neuen Stadtteils sowieso angefallen wäre“, so Henning Knief.

Dabei wurde lokal gewonnener Erdboden in den Stahlkorb der Mauer gefüllt, was die Begrünung der Mauer durch örtliche Pflanzen begünstigt. Die Kletterpflanzen brauchen nur die übliche anfängliche Pflege und sind danach quasi wartungsfrei. Sie haben außerdem eine lange Lebensdauer von mindestens 80 Jahren und können große Mengen an CO2 aufnehmen. So wird die Wand schon nach wenigen Jahren eine positive Klimabilanz aufweisen.

Zum Schutz der örtlichen Fauna erklärt Michael Streck: „Auf dem Wall wurden Ersatzquartiere für die heimischen Zauneidechsen eingerichtet. Außerdem finden sich im Lärmschutzwall einige Durchlässe für die Zauneidechsen, sodass sie je nach Tageszeit unkompliziert und sicher auf die sonnigere Seite wechseln können.“

Über das Projekt in Duisburg-Wedau

Das neue Wohnquartier in Wedau soll etwa 60 Hektar groß sein und sowohl Miet- als auch Eigentumswohnungen bieten. Das „Team Wedau“ hat über 800 Anregungen von Bürger*innen gesammelt, um das Quartier am Wasserturm, die Neue Gartenstadt, das Seequartier und das Quartier am Uferpark partizipativ zu gestalten. „Wir haben das gesamte Wohngebiet sehr großflächig geplant. Wir wollen nicht nach dem Maximalprinzip alles mit Immobilien zupflastern, sondern den Quartieren mit ihren individuellen Ansprüchen an Wohnen und Architektur genügend Platz zur Entfaltung geben“, so Projektleiter Michael Streck.

Die Sechs-Seen-Platte, die dem neuen Wohngebiet 6-Seen-Wedau seinen Namen gibt, besteht aus dem Masurensee, dem Warmbachsee, dem Böllertsee, dem Wildförstersee, dem Wolfssee und dem Haubachsee in Duisburg-Wedau. Zukünftige Anwohner*innen profitieren von der hohen Freizeitqualität der Umgebung. Das neue Bauprojekt wertet das neue Viertel auf und bietet viele Grün- und Erschließungsflächen, die auch für Investor*innen interessant sind. Zentrale Bauten wie der denkmalgeschützte Ziegelwasserturm bleiben bestehen. Insgesamt soll 6-Seen-Wedau durch die unmittelbare Nähe zur Natur und durch viele Grünflächen geprägt werden – allen voran die längste Klimawand der Welt, die sicherlich auch Besucher*innen von außerhalb anziehen wird.

Nicht nur Lärmschutzwände können klimafreundlich gestaltet werden, sondern auch Dächer. Erfahren Sie hier alles Wichtige zum Thema Dachbegrünung.

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