Vorkaufsrecht stärken: Was Berlin, Hamburg und München planen

um das Vorkaufsrecht von Gemeinden zu stärken.
um das Vorkaufsrecht von Gemeinden zu stärken.

BVerwG kassiert Vorkaufsrecht

Die Bürgermeister*innen der drei größten deutschen Städte haben eine gemeinsame Initiative gestartet, um das gemeindliche Vorkaufsrecht zu stärken. Grund dafür ist unter anderem ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes von 2021.

Franziska Giffey, Berlins regierende Bürgermeisterin, Peter Tschentscher, Hamburgs Erster Bürgermeister und Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter haben beschlossen, sich für die Stärkung des gemeindlichen Vorkaufsrechts einzusetzen, um so Mieter*innen besser vor Verdrängung zu schützen.

Hintergrund der Initiative ist der Rechtsstreit einer Immobiliengesellschaft und der Stadt Berlin, der sich durch alle Instanzen zog. Es ging dabei um ein Grundstück, auf dem sich unter anderem 20 unter Milieuschutz stehende Mietwohnungen befinden. Das Immobilienunternehmen klagte gegen das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg, weil dieses sein Vorkaufsrecht zugunsten einer landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft ausübte, um eine befürchtete Verdrängung der Wohnbevölkerung entgegenzuwirken. Nachdem die Klage vorinstanzlich erfolglos war, entschied das Bundesverwaltungsgerichtes im November 2021 schließlich zugunsten der Immobiliengesellschaft.

Schutz vor Verdrängung und steigenden Mieten

Das Bezirksamt hätte demnach sein Vorkaufsrecht nicht aufgrund der lediglichen Vermutung auf eine zukünftige erhaltungswidrige Nutzung, beispielsweise durch erhöhte Mieten oder die Umwandlung in Eigentumswohnungen, ausüben dürfen. Entscheidend sei gewesen, dass das Grundstück zum Zeitpunkt der Ausübung des Vorkaufsrechts entsprechend der Ziele oder Zwecke städtebaulicher Maßnahmen bebaut war und im Sinne der Sozialen Erhaltungssatzung genutzt wurde. Eine vorsorgliche Anwendung des Vorkaufsrecht wurde der Stadt Berlin somit untersagt, der Klage des Immobilienunternehmens in letzter Instanz stattgegeben. In Stadtbezirken, in denen Milieuschutzsatzungen gelten, können unter diesen Umständen keine Vorkaufsrechte geltend gemacht werden. Ebenso können Kommunen keine Abwendungserklärungen mit Erwerber*innen schließen. Was bspw. in den Erhaltungssatzungen von München steht, lesen Sie hier.

Giffey, Tschentscher und Reiter, die Bürgermeister*innen der drei größten deutschen Städte, regen nun eine Stärkung des gemeindlichen Vorkaufsrechts auf Bundesebene an. Damit sollen Gemeinden dasselbe zukünftig rechtssicher ausüben können. Unter den wenigen Möglichkeiten, die Kommunen zum Schutz von Mieter*innen zur Verfügung stehen, sei das Vorkaufsrecht eines der effektivsten. Deswegen wollen die Bürgermeister*innen der drei größten deutschen Städte sich jetzt gemeinsam für eine entsprechende Lösung auf Bundesebene einsetzen. Ziel ist es, Bürger*innen vor Verdrängung zu schützen, Mieten bezahlbar zu halten und Spekulationen entgegenzuwirken.

Auch interessant: Warum die Berliner Architektenkammer die Vergabeverfahren in der Hauptstadt kritisiert.

Das könnte Sie auch interessieren
hochwinkelfotografie-der-stadt-RvCbIQ0S-Lc
Wenn Bäume ausfallen – Notfallplanung für Hitzeschutzinfrastruktur
roter-bus-tagsuber-unterwegs-21HKIGtU9Xk
Was ist ein Urban Mobility Operating System? – Struktur digitaler Verkehrsplattformen
Der Rhein als grenzüberschreitende Verbindung
skyline-der-stadt-bei-nacht-BYkDmipQOFs
Automatisierte Lichtverschmutzungsanalyse
eine-stadtstrasse-voller-verkehr-neben-hohen-gebauden-L7RbsRIG7DQ
Digitale Wegweisungssysteme mit personalisiertem Routing
Hügel mit Charakter
“Es ist extrem landschaftsarchi­tektonisch, einen Traum umzusetzen.”
Wo sie zu viel Holz aus dem Wald tragen
eine-stadtstrasse-voller-verkehr-neben-hohen-gebauden-L7RbsRIG7DQ
Ökologischer Fußabdruck von Stadtstrukturen – wie man ihn misst
Das Kingston University Town House.
Ein Flughafen für Vögel

Premiere in Deutschland: Weltneuheit PaveAndGo von Emil Germany

Dächern und Balkonen in Rekordzeit verlegen. Fix und fertig mit perfektem Fugenbild entstehen sofort belastbare verlegte Flächen. © by Emil Germany

Die italienische EmilGroup ist einer der Innovationsführer für Wohn- und Architekturkeramik. Diese Position bekräftigt das italienische Unternehmen nun eindrucksvoll mit einer Weltneuheit: PaveAndGo ist ein System, das die Installation von Fliesen im Außenbereich um ein Vielfaches vereinfacht. Die Verlegung ist zu jeder Jahreszeit möglich und bis zu fünfmal schneller als mit anderen Systemen. Über die deutsche Vertriebstochter Emil Germany feiert PaveAndGo Premiere in Deutschland – einem der Hauptmärkte für das Produkt.

Keramikfliesen im Außenbereich haben einen hervorragenden Ruf: Sie bieten eine außerordentliche Designvielfalt, sind witterungsbeständig und bringen eine Reihe von weiteren Eigenschaften mit, die sie auch auf der Terrasse, im Garten oder im Pool-Bereich zu einer exzellenten Alternative zu anderen Bodenbelägen machen. Emil Germany, der deutsche Vertriebsarm der EmilGroup, fügt zur Außenanwendung von Feinsteinzeugfliesen ein neues Argument hinzu: Mit PaveAndGo hat das Unternehmen ein hochqualitatives Keramikfliesensystem mit einer Aufbauhöhe von lediglich 28 Millimetern entwickelt, das sich in Rekordzeit auf Balkonen, Dächern und Terrassen verlegen lässt. Und das bei jeder Wetterlage, egal ob an heißen Sommertagen oder in kalten Wintermonaten. Besonders praktisch erweist sich das perfekte Fugenbild. Die keramischen Fliesen von Emil Germany werden durch eine Polyurethanrezeptur mit dem Trägersystem verbunden. Das patentierte Nut- und Verriegelungssystem sorgt dafür, dass PaveAndGo fugenfertig, leicht verlegbar und sofort belastbar ist. Schon beim Verlegen kann es problemlos betreten werden.

Das Verlegesystem bringt eine Reihe weiterer Vorteile mit sich: Mit einem Vakuumsauger sind die Keramikfliesen beliebig einzeln austauschbar und lassen sich durch ein durchdachtes Klicksystem einfach ersetzen. In kürzester Zeit kann mit PaveAndGo eine ganz neue Optik entstehen, indem verschiedenfarbige Flächen nach Belieben kombiniert werden. Bisher ist PaveAndGo in vier verschiedenen Farben verfügbar. Darüber hinaus erweist sich die Weltneuheit als echter Problemlöser: Die Installation ist so benutzerfreundlich, dass Projekte mit nur einem Gewerk geplant werden können.

„Mit PaveAndGo haben wir ein weiteres Argument für den Einsatz von keramischen Fliesen im Außenbereich entwickelt“, sagt Thomas Bartkowiak, Geschäftsführer von Emil Germany. „In der Testphase haben wir nur positive Rückmeldungen auf unsere Innovation erhalten. Nun sind wir gespannt auf die Resonanz aus der Branche.“ Erstmals präsentiert wurde PaveAndGo auf der GaLaBau in Nürnberg. Dort demonstrierte Emil Germany im Stundenrhythmus, wie überzeugend einfach die Weltneuheit zu verlegen ist. Außerdem gewann das Produkt die GaLaBau-Innovations-Medaille.

 

Sie sind herzlich eingeladen!

Preisverleihung am 7. Februar auf Schloss Dyck

Zum dritten Mal suchte der Callwey Verlag aus München unter anderem in Zusammenarbeit mit Garten+Landschaft nach den „Gärten des Jahres“. Der erste Preis mit einem Preisgeld von 5.000 Euro wird am 7. Februar auf Schloss Dyck verliehen. Weitere Büros dürfen sich über eine Auszeichnung freuen.

Die Veranstaltung ist öffentlich, um Anmeldung wird bis zum 19. Januar gebeten unter a.hagenkord@callwey.de – Hier geht’s zur offiziellen Einladung!

Worum gehts?

Gesucht waren Privatgärten in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die von Landschaftsarchitekten oder Garten- und Landschaftsbauern gestaltet wurden. Die Projekte sollten ein ganzheitliches Konzept zeigen, das den Garten auf individuelle Weise zum erweiterten Wohn- und Genussraum des Nutzers werden lässt. Das Spektrum der eingereichten Beiträge reichte von prächtigen Beeten voller Pflanzenreichtum über verwinkelte Gärten mit Nischen und Rückzugsorten bis hin zu minimalistischen Entwürfen mit Gräsern und Naturstein.

Die unabhängige Jury setzte sich zusammen aus Jens Spanjer (Präsident DGGL), August Forster (damaliger Präsident des BGL), Irene Burkhardt (Vizepräsidentin BDLA), Andrea Kögel (Chefredakteurin Mein schöner Garten), Jonas Reif (Verantwortlicher Redakteur Gartenpraxis), Petra Hirsch (Petra Hirsch Gartenplanung, Preisträgerin GÄRTEN DES JAHRES 2017), Tanja Braemer (Chefredakteurin Garten + Landschaft und Chefredakteurin Topos) und Konstanze Neubauer (Autorin).

Worauf dürfen Sie sich freuen?

Besonders gut an all den Einreichungen hat der Jury gefallen, dass die Gärten nicht nur die Wünsche der Bauherren verwirklichen, sondern eine klare Handschrift der jeweiligen Planer und Gartenbauer zeigen. Diese individuelle Handschrift aus Einfühlungsvermögen, Kreativität und Professionalität zeigt sich besonders deutlich am diesjährigen „Garten des Jahres 2018“, der bei allen Jury-Mitgliedern auf einhellige Begeisterung stieß. Er wird am 7. Februar 2018 auf Schloss Dyck bekanntgegeben, eines der kulturhistorisch bedeutendsten Wasserschlösser des Rheinlandes. Da es in diesem Jahr viele hochkarätige Bewerbungen um diesen Titel gab, werden zudem wieder weitere Auszeichnungen in besonderen Kategorien verliehen. Die 50 besten Gärten werden auf Schloss Dyck in einer Ausstellung gezeigt und sind in dem Bildband zum Wettbewerb dokumentiert, der zeitgleich erscheint.

Mehr Informationen finden Sie hier!