Der Schweizer Landschaftsarchitekt Dieter Kienast (1945 bis 1998) in seinem Privatgarten in Zürich

Der Schweizer Landschaftsarchitekt Dieter Kienast (1945 bis 1998) in seinem Privatgarten in Zürich

Von einem Lesen-Lernen zu einem Lesbar-Machen

Für viele ist er der Landschaftsarchitekt der 1990er-Jahre: Dieter Kienast (1945 bis 1998). Er prägte die Disziplin wie kaum ein anderer und gründete gemeinsam mit Günther Vogt und Erika Kienast 1995 Kienast Vogt Partner. Nach Kienasts Tod eröffnete Günther Vogt 2000 Vogt Landschaftsarchitekten, ein Büro mit globaler Ausstrahlung. Warum Dieter Kienast den Wildwuchs liebte und was den Schweizer Landschaftsarchitekten auszeichnete — ein Porträt.

Nach dem Ikonoklasmus, der mit der Umweltbewegung der 1970er- und 1980er-Jahre einherging, prägte Dieter Kienast eine neue Generation von Gestalter*innen, weil er formgeladene Konzepte in die Landschaftsarchitektur zurückbrachte. In den 1990er-Jahren verlieh er der Disziplin ein neues Selbstbewusstsein, denn er war ein anerkannter Partner renommierter Schweizer Architekturbüros und gewann prestigeträchtige Wettbewerbe in Europa.  Aufgrund seines Wirkens wurde am Architekturdepartement der ETH Zürich kurz vor seinem Tod ein Lehrstuhl für Landschaftsarchitektur eingerichtet und er als erster Professor gewählt.

Kienast war ein begnadeter Zeichner und Gestalter und gilt als Meister des feinen Details. Er stammte aus einer Zürcher Gärtnerfamilie und lernte bei dem großen Schweizer Landschaftsarchitekten Fred Eicher (1927 bis 2010), bevor er nach Kassel ging. Dort schloss er, nachhaltig beeinflusst von der Kasseler Schule, 1975 den interdisziplinären Studiengang Architektur-, Stadt-, und Landschaftsplanung an der Kasseler Gesamthochschule als Diplomingenieur für Landschaftsplanung ab. Die „Schönheit des Unkrauts“ entdeckte Kienast in den vom Krieg hinterlassenen Brachen der Stadt. Aus seiner unbedingten Liebe zur spontanen Vegetation und durch die Auseinandersetzung mit den Methoden der Pflanzensoziologie entwickelte er im Laufe seines Lebens eine neue Ästhetik für das Gestalten mit der Natur in der Stadt: Kienast wollte weder ländliche Bilder en miniature in der Stadt nachahmen noch die Stadt mit gärtnerischer Üppigkeit behübschen.

Als mit einer Arbeit zur spontanen Stadtvegetation von Kassel 1978 promovierter Pflanzensoziologe, orientierte sich Kienast an der Wirkungsweise gestalteter Freiräume und entsprechend pragmatisch war sein Verhältnis zur Natürlichkeit und Künstlichkeit dieser Orte, die keine Idyllen sein sollten, sondern Orte sozialer und ästhetischer Erfahrung. Fünf Jahre lang hatte er die spontane Vegetation der Stadt Kassel kartiert und – wie ein Detektiv, der seine Spuren interpretiert – gelernt, warum eine Pflanzenfamilie wann und wo anwesend war. Sein dadurch gewonnenes Verständnis für die Koexistenz von Pflanze, Mensch und Material brachte ihn von einem Lesen-Lernen der Stadt zu einem Lesbar-Machen.

Dieter Kienast, Vorreiter in Sachen Pflanzenverwendung

Letzteres geschah gemäß seines Strebens nach „Standortgerechtigkeit“ durch eine zeichenhafte und symbolische Pflanzenverwendung, den Einsatz städtischer, armer Materialen wie Beton, Asphalt, und Stahl, und ein Gestalten mit Formen, die der Künstlichkeit der Stadt gerecht wurden. 1997 hielt Kienast über das Gestalten in dem oft knappen städtischen Raum fest: „Wir versuchen zunächst eine Kohärenz von Bedeutung, Form und Material zu erreichen. Elemente und deren Materialität setzen wir zurückhaltend und möglichst präzise ein.“
Die selbstauferlegte Reduktion von Form, Material, und Pflanzenverwendung schöpfte zuerst aus dem Vollen und durfte nicht auf Kosten der Sinnlichkeit gehen. In der Neunten seiner Zehn Thesen zur Landschaftsarchitektur(verfasst 1992, überarbeitet bis 1998) hielt Kienast ein Plädoyer zur Pflanzenverwendung, das heute, in einer Zeit, in der Landschaft und Freiraum täglich auf ihre Ökosystemleistungen hin überprüft werden, noch stärker räsoniert als vor 30 Jahren:

„Es gilt, die Pflanze als städtisches Element wiederzuentdecken und nicht nur als ökologischen und dendrologischen Faktor, als architektonisches Raumelement zu betrachten. Wir sollten lernen, dass es differente Grüntöne gibt, dass Pflanzen unterschiedlich im Wind rauschen, dass nicht nur die Blüte, sondern auch das zu Boden gefallene Laub duftet. Wir sollten den Schatten einbeziehen, die Wirkung des kahlen Geästes im Winter berücksichtigen, die pflanzliche Symbolhaftigkeit aufdecken und ihre Sinnlichkeit erspüren.“ Darauf hat Kienast in allen drei Bürogemeinschaften, in denen er Zeit seines Lebens arbeitete, geachtet (Kienast+Stöckli 1980 bis 1986, Kienast, Stöckli & Koeppel 1987 bis 1994, Kienast Vogt Partner 1995 bis 1999, Kienast † 1998).

Kienast machte Landschaft erlebbar

Sei es im Stadtpark Brühlwiese in Wettingen (1979 bis 1984), im Außenraum der Ecole cantonale de langue française in Bern (1983/84 WB, 1987 bis 1991) oder den Gartenhöfen für Swiss Re (1994 bis 1995, heute Vontobel Holding) und Ernst Basler+Partner (1995 bis 1996) in Zürich, Dieter Kienast begann den Arbeitsprozess immer mit einer stundenlangen Beobachtung der Orte und einer Analyse des Vorhandenen. Im Entwurf und in der Darstellung bedienter er sich typisch postmoderner Verfahren, wie das Einbeziehen lokaler Spuren, klassischer Vorbilder der Gartenarchitektur, schriftlicher Zitate, das Planen mit dem Fragmentarischen nach der Methode der „Transparenten Raumorganisation“ oder das Darstellen und Dokumentieren in Präsentationsplänen mit Techniken der Montage und Collage.

Kienasts gleichzeitiges Streben nach ästhetischer Vollendung ist hingegen dem Geist der Moderne verpflichtet, ebenso sein emanzipatorischer Anspruch an Freiräume. Er wählte Pflanzen und Materialien nach einem Zonierungsprinzip, das der Nutzung der Freiräume folgte, immer getrieben von der Frage „Wie kann ein Mensch das am besten erleben?“ Die großen Erdpyramiden im Wettinger Stadtpark stehen exemplarisch dafür: Zuerst als naturalistisch geformte Spiel- und Schlittelhügel geplant, entsprechen die geometrischen, für Kinder konzipierten Elemente Kienasts rigoroser Formsprache wie auch seiner Utopie, architektonische Gestaltung neu zu erleben. Bepflanzt sind die Pyramiden mit einer Magerwiese, wodurch die Kanten wie auszufransen scheinen.

Dieter Kienast und der Wildwuchs

Das Gestalten mit Kontrasten (hell/dunkel, feucht/trocken, organisch/anorganisch, Masse/Leere) und besonders das Wechselspiel von geometrischen Formen und der sich diesen Formen widersetzenden Natur prägt Kienasts Werk. Immer bracht er dabei die passenden „Naturbilder“ mit einer bestimmten Nutzung zusammen und zeigte gerne auch alle Spielarten der „Natur der Stadt“.

In der Ecole cantonal de langue française rahmt eine Hecke und daneben eine Lindenallee, die sich aus einem Streifen aus Baumgittern und Kunsteinen erhebt, einen asphaltierten Spielplatz. In den Baumgittern und aus den bewusst weit gesetzten Fugen der Kunststeine sprießt das Unkraut. Quer über den Spielplatz laufen Sickerungsschlitze. Wo diese auf die gegenüberliegende Betonmauer stoßen, lässt Kienast je ein Pflanzloch für wilden Wein offen. Dieser breitet sich über der Betonmauer aus, als wäre sie eine Leinwand. Jenseits der Betonmauer eröffnet sich ein Hinterland mit hohem Gras und Blumen, Obstbäumen, einem Gemüsegarten und einem polygonalen Biotop. Erreichen können die Kinder das Hinterland durch Schlitze in der Mauer. Das ist mit Lesbar-Machen der Stadt gemeint: Die Pflanzen- und Materialverwendung löst eine Art Choreographie der Nutzung aus, über erlernte Konventionen, wo man sich frei bewegen kann, und wo nicht.

Dieter Kienast und Joseph Beuys

Der erste der Zehn Thesen zur Landschaftsarchitektur beginnt mit dem legendär gewordenen Satz: „Unsere Arbeit ist die Suche nach einer Natur der Stadt, deren Farbe nicht nur grün, sondern auch grau ist.“ Kienast machte damit klar, dass Landschaftsarchitekt*innen nicht dazu da sind, einfach „Grün“ in die Stadt zu bringen, sondern dass landschaftliches Gestalten die gesamte Fläche der Stadt umfasst, und Landschaftsarchitekt*innen immer auch ein Urbanist*innen sein müssen. Kienasts großes Pflanzen- und systemisches Wissen trug dazu bei, salonfähig zu machen, dass Ökologie und Gestaltung keine Gegensätze sein müssen. Er zertrümmerte auch Vorstellungen darüber, wie ökologisches Gestalten auszusehen habe. Ein Frosch könne schließlich auch in einem rechteckigen Wasserbecken aus Cortenstahl glücklich werden.

Kienast war in seiner Arbeit tief geprägt von der in Kassel geübten Interdisziplinarität aber auch von der Ambivalenz von Ästhetik und Aktion, welche in der Documenta-Stadt, während der 1970er- und 1980er-Jahre omnipräsent war, als namhafte Künstler*innen – allen voran Joseph Beuys – politisches Statement und schöpferische Kreativität in eins setzten. Wie die zeitgenössischen Künstler wählte Kienast als Forscher und Gestalter immer einen induktiven Zugang zur Wirklichkeit.

Wie Kienast aus der „grauen Ästhetik“ herausfand

Vonseiten der Kasseler Schule wurde er wegen seiner formgeladenen Freiräume mitunter als korrumpierter Förmchenspieler diskreditiert. Die Alltagstauglichkeit seiner in den 1990er-Jahren entstandenen Freiräume wurde von seinen Kritikern bestritten, und seine Hinwendung zur Gestaltung von Privatgärten sowie Außenräumen großer Unternehmen brachte ihm den Vorwurf des Eskapismus ein. Doch hat sich Dieter Kienast nie vom emanzipatorischen Gehalt seiner Freiräume abgewandt, sondern mehrere Umdeutungsprozesse vollzogen: Der Forderung nach einem neuen Wohnen entsprach er mit Räumen, die ein neues Sehen ermöglichen sollten. Das Befinden und die Befindlichkeit im Raum fokussierte er auf die Kognition und integrierte die ästhetische Erfahrung in seine Gärten und Anlagen als spezifische Form der Alltagsbewältigung, die jede Freiraumplanung seinem Verständnis nach bieten sollte.

Kienasts Interesse an Wahrnehmungsprozessen spiegelt sich auch in den wechselnden Inszenierungen seines Werks wider. Neben seinen eigenen, erst kunstvoll gezeichneten, dann kombiniert mit Montage und Collage gefertigten Präsentationsplänen prägten die Schwarzweiß-Fotografien Christian Vogts die Rezeption seines Schaffens. Die von Kienast konzipierte Ausstellungsserie „Zwischen Arkadien und Restfläche“ führt vor Augen, dass er der Musealisierung das Experiment vorzog: Dem Publikum boten sich auf beinahe choreographierten Rundgängen immer neue Kontemplationsflächen, offenbar im Bestreben, eine Analogie zu den Wirkweisen der Gartenräume herzustellen. In seinem pluralen Grundverständnis des schöpferischen Prozesses erweist sich der Kienast als Seismograph und osmotischer Kreativer, der die jeweils aktuellen theoretischen Diskurse und medialen Entwicklungen in sein Tun einfließen lässt. Durch diese Haltung fand Kienast aus der „grauen Ästhetik“, die sein Werk zu umfloren drohte, heraus.

Klimawende durch Emotionen

Heute rutschen wir durch die Dringlichkeit der wegen der Klimakatastrophe zu setzenden Maßnahmen in einen neuen Ikonoklasmus und Funktionalismus. Wir brauchen „Grün“ in der Stadt, auf Dächern und Fassaden, mittels neuer Bäume und Grünräume – ein Netz der Natur zur Förderung der ebenso gefährdeten Biodiversität. Kaum jemand spricht über Form – wie das aussehen soll, und welche räumlichen und sozialen Konsequenzen jedes Setzen eines Baumes, jedes Pflanzen eines Busches haben, und dass es dazu Gestaltung braucht. Ein eventuell utopischer Gedanken, dem Kienast viel abgewinnen hätte können ist, dass Emotionalität über das persönliche Erleben gestalteter Natur erzeugt wird, und dass diese einen Menschen mehr zur Annahme eines klimafreundlichen Lebenswandels bewegen kann als alle alarmierenden Datensätze zusammen.

Ausführliches zu Charakter und Bedeutung von Dieter Kienasts Werk finden sie in der 2016 im gta Verlag erschienenen Monografie „Dieter Kienast – Stadt und Landschaft lesbar machen“ von Anette Freytag (Englische Ausgabe 2021: The Landscapes of Dieter Kienast).

Übrigens: Landschaftsarchitekt Udo Weilacher, der mit Dieter Kienast eng zusammenarbeitete, interviewte Kienast für sein erstes Buch „Zwischen Landschaftsarchitektur und Land Art“. Die Publikation ist leider inzwischen vergriffen. Mit Einverständnis von Udo Weilacher dürfen wir das Interview bei G+L nochmal publizieren. In diesem erläutert Dieter Kienast mit eigenen Worten viele Aspekte, die für das bessere Verständnis seiner Haltung sehr hilfreich sein dürften. Viel Spaß beim Lesen – Dieter Kienast in: Zwischen Landschaftsarchitektur und Land Art.

Das Porträt erschien zum ersten Mal in der Januarausgabe in Print. G+L widmete Anfang des Jahres 2022 eine ganze Ausgabe den Landschaftsarchitektur-Ikonen der 90-Jahre.

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Thermische Resilienzmessung durch Infrarot-Scans

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Stimmungsvolles Stadtpanorama mit Gebäudereihe und bewölktem Himmel, fotografiert von Wolfgang Weiser

Hitzewellen, tropische Nächte, überhitzte Plätze: Die Klimakrise macht unsere Städte zum Härtetest für Mensch, Material und Stadtgrün. Wer heute resilient planen will, braucht valide Daten zu thermischen Belastungen – und zwar nicht irgendwann, sondern am besten sofort. Thermische Resilienzmessung durch Infrarot-Scans bietet genau das: präzise, dynamisch und überraschend alltagstauglich. Aber wie funktioniert das Verfahren? Wo wird es eingesetzt? Und wie verändert es die Praxis von Stadtplanung und Landschaftsarchitektur? Zeit, dem Thema auf den Grund zu gehen – und dabei die Stadt wortwörtlich in einem neuen Licht zu sehen.

  • Thermische Resilienzmessung als Schlüssel für klimaangepasste Stadtplanung
  • Funktionsweise und Vorteile von Infrarot-Scans im urbanen Raum
  • Praxisbeispiele aus Deutschland, Österreich und der Schweiz
  • Integration von Thermodaten in digitale Stadtmodelle und Planungsprozesse
  • Herausforderungen, Datenschutz und Interpretation von Infrarot-Messwerten
  • Bedeutung für nachhaltige Quartiersentwicklung und urbane Freiräume
  • Innovative Ansätze für Monitoring, Beteiligung und adaptive Planung
  • Ausblick: Wie Infrarot-Scans die Zukunft der Stadtgestaltung prägen werden

Thermische Belastung sichtbar machen: Was leisten Infrarot-Scans wirklich?

Die Suche nach effizienten Methoden zur Messung urbaner Hitzeinseln beschäftigt Stadtplaner, Landschaftsarchitekten und Umweltämter seit Jahren. Doch während klassische Wetterstationen punktuelle Daten liefern und aufwändige Simulationen oft an der Komplexität scheitern, eröffnen Infrarot-Scans einen ganz neuen Zugang: Sie machen die thermische Realität des Stadtraums unmittelbar sichtbar. Mit modernster Sensorik – meist auf Drohnen, Fahrzeugen oder sogar zu Fuß getragen – werden Oberflächentemperaturen im Stadtraum großflächig und hochauflösend aufgenommen. Die dabei entstehenden Thermogramme zeigen in Echtzeit, wo sich Asphaltflächen aufheizen, wo Fassaden Hitze speichern oder welche Grünflächen tatsächlich kühlen. So lässt sich das Mikroklima in einer bislang unerreichten Detailtiefe erfassen und analysieren.

Das Prinzip ist denkbar einfach: Jede Oberfläche sendet in Abhängigkeit ihrer Temperatur Infrarotstrahlung aus. Infrarot-Kameras detektieren diese Strahlung und übersetzen sie in Farbbilder, die Temperaturunterschiede auf wenigen Grad genau abbilden. Entscheidend ist dabei nicht nur die Messung zu einem bestimmten Zeitpunkt, sondern der Vergleich über verschiedene Tageszeiten, Wetterlagen und sogar Jahre hinweg. Dadurch entsteht ein dynamisches Bild der städtischen Wärmeverteilung, das weit über die Möglichkeiten klassischer Messverfahren hinausgeht.

Doch wie werden diese Daten genutzt? In Pilotprojekten etwa in München, Basel oder Wien dienen Infrarot-Scans längst nicht mehr nur der wissenschaftlichen Analyse. Sie helfen, gezielt Maßnahmen zu planen: Wo lohnt sich die Nachrüstung von Verschattungen? Welche Straßen sollten entsiegelt oder begrünt werden? Wo sind Fassadenbegrünungen besonders wirkungsvoll? Die Thermogramme liefern dafür eine objektive Grundlage, die Planungsentscheidungen belegbar und nachvollziehbar macht. Für Förderanträge, Bürgerbeteiligung und politische Kommunikation sind diese bildhaften Daten oft Gold wert.

Ein weiterer Vorteil: Infrarot-Scans sind flexibel einsetzbar. Sie lassen sich sowohl im Bestand als auch in Neubauquartieren durchführen. Sogar temporäre Effekte – etwa nach Starkregen oder während Hitzewellen – können gezielt erfasst werden. Damit werden Planer in die Lage versetzt, die Wirksamkeit von Maßnahmen zur Steigerung der thermischen Resilienz direkt zu überprüfen und bei Bedarf nachzusteuern. Die Technologie ist dabei keineswegs Zukunftsmusik, sondern in der Praxis angekommen – sofern man sie richtig einzusetzen weiß.

Nicht zuletzt sind Infrarot-Scans ein mächtiges Instrument, um die Diskussion um Stadtklima aus der Grauzone abstrakter Zahlen in die sinnlich erfahrbare Realität zu holen. Sie machen sichtbar, was sonst verborgen bleibt – und liefern damit nicht nur Planern, sondern auch Bürgern und politischen Entscheidern ein überzeugendes Argumentarium für eine klimaresiliente Stadtentwicklung.

Von der Messung zur Planung: Integration von Thermodaten in urbane Prozesse

Die eigentliche Kunst beginnt nach der Messung: Wie werden die gewonnenen Thermodaten in den Planungsalltag integriert? Hier zeigt sich, dass Infrarot-Scans ihren vollen Wert erst im Zusammenspiel mit digitalen Stadtmodellen, GIS-Systemen und partizipativen Prozessen entfalten. Moderne Infrarot-Sensorik ist heute in der Lage, Daten punktgenau zu verorten und mit bestehenden Geodaten zu verschneiden. So entstehen Layer, die sich mit Informationen zu Vegetation, Versiegelung, Gebäudenutzung oder Verkehrsaufkommen kombinieren lassen. Für Planer eröffnen sich dadurch ganz neue Analyseoptionen: Wo entstehen Hotspots in dicht bebauten Quartieren? Wie verändert sich die Temperatur nach Umgestaltungsmaßnahmen? Welche Wechselwirkungen bestehen zwischen Grünflächen und angrenzender Bebauung? Die Antworten liefern nicht länger Mutmaßungen, sondern messbare Fakten.

Besonders spannend ist die Verknüpfung der Thermodaten mit Urban Digital Twins – also digitalen Zwillingen der Stadt. Hier werden Infrarot-Scans zum Herzstück eines datengetriebenen Planungsprozesses. Sie ermöglichen Simulationen, in denen verschiedene Varianten der Flächengestaltung, Begrünung oder Materialwahl auf ihre Wirkung hin getestet werden können. Was passiert, wenn ein Parkplatz entsiegelt wird? Wie stark kühlt ein neuer Stadtpark tatsächlich? Welche Dachbegrünung bringt messbare Effekte? Solche Fragen lassen sich im Digital Twin nicht nur hypothetisch, sondern unter Einbeziehung realer Messdaten beantworten.

Auch für das Monitoring thermischer Resilienz sind Infrarot-Scans ein Quantensprung. Wiederholte Messungen im Jahresverlauf oder nach Umsetzung von Maßnahmen ermöglichen eine objektive Bewertung der Entwicklung. So kann überprüft werden, ob ein neues Baumdach tatsächlich für kühlere Oberflächentemperaturen sorgt – oder ob zusätzliche Eingriffe notwendig sind. Die Thermodaten werden so zu einem Steuerungsinstrument, das adaptive Planung und kontinuierliche Optimierung erlaubt.

Ein weiterer Aspekt ist die Kommunikation: Thermogramme sind anschaulich, leicht verständlich und eignen sich hervorragend für Bürgerbeteiligung sowie politische Entscheidungsprozesse. In Beteiligungsverfahren können sie genutzt werden, um Betroffenheit zu visualisieren, Handlungsoptionen zu diskutieren und die Wirkung von Maßnahmen zu vermitteln. Damit wird die oft abstrakte Debatte um Stadtklima und Resilienz konkret und nachvollziehbar.

Die Integration von Infrarot-Scans in urbane Planungsprozesse ist allerdings kein Selbstläufer. Sie erfordert Know-how, geeignete Schnittstellen und eine strategische Einbettung in bestehende IT- und Dateninfrastrukturen. Wer jedoch die Chancen erkennt und systematisch nutzt, verschafft sich einen entscheidenden Vorsprung in der klimaresilienten Stadtentwicklung.

Praxisbeispiele: Wie Städte im DACH-Raum auf Infrarot-Scans setzen

Werfen wir einen Blick auf die Praxis: In Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt es mittlerweile zahlreiche Kommunen, die Infrarot-Scans als festen Bestandteil ihrer Klimaanpassungsstrategien nutzen. Ein Vorreiter ist die Stadt Wien, die bereits 2020 das gesamte Stadtgebiet mit mobilen und stationären Infrarot-Sensoren kartiert hat. Die daraus entstandenen Hitzekarten werden für die Planung neuer Parks, die Begrünung von Straßen und die gezielte Förderung von Gründächern genutzt. Besonders in dicht bebauten Gründerzeitquartieren liefern die Daten wertvolle Hinweise, wo Schatten und Verdunstung dringend fehlen.

Auch die Stadt Basel hat in den vergangenen Jahren umfangreiche Thermoscans durchgeführt. Hier lag der Fokus auf Schulhöfen, Spielplätzen und öffentlichen Plätzen – mit teils überraschenden Ergebnissen. So zeigte sich, dass nicht nur Asphaltflächen, sondern auch bestimmte Arten von Kunststeinbelägen zu massiven Hitzeinseln werden können. Die Stadt reagierte prompt: Materialvorgaben wurden angepasst, Beschattungen nachgerüstet und Pilotflächen begrünt. Die Wirkung wird durch regelmäßige Nachmessungen überprüft – ein Paradebeispiel für evidenzbasierte, adaptive Planung.

In München setzt das Referat für Stadtplanung und Bauordnung auf eine Kombination von Drohnenbefliegungen und bodengestützten Infrarot-Scans. Hier werden neben Oberflächentemperaturen auch Daten zu Luftfeuchtigkeit und Strahlungsfluss erfasst. Die so entstandenen Modelle dienen nicht nur der Planung neuer Grünflächen, sondern auch der Priorisierung von Maßnahmen zur Entsiegelung und Verschattung. Besonders im dicht besiedelten Innenstadtbereich helfen diese Daten, gezielt die am stärksten belasteten Hotspots zu entschärfen.

Ein weiteres Beispiel liefert die Stadt Zürich: Dort werden Infrarot-Scans im Rahmen des Projekts „Stadtklima Zürich“ systematisch in die Stadtentwicklung integriert. Die Daten fließen direkt in den städtischen Digital Twin ein und werden mit Verkehrs-, Energie- und Biodiversitätsdaten kombiniert. Auf dieser Basis werden Szenarien für die klimatische Entwicklung ganzer Quartiere erstellt – und gezielt Maßnahmen zur Steigerung der thermischen Resilienz abgeleitet.

Diese Beispiele zeigen: Infrarot-Scans sind längst mehr als ein nettes Gimmick für Wissenschaftler. Sie sind ein praxistaugliches, vielseitiges Werkzeug, das die klimaresiliente Entwicklung urbaner Räume messbar, steuerbar und kommunizierbar macht. Wer sich heute damit beschäftigt, gestaltet die Stadt von morgen aktiv mit.

Herausforderungen und Grenzen: Was Planer beim Einsatz von Infrarot-Scans wissen müssen

So verlockend die Möglichkeiten auch sind: Der Einsatz von Infrarot-Scans in der Stadtplanung wirft eine Reihe von Herausforderungen auf, die es zu beachten gilt. Zunächst ist da die Frage der Datenqualität. Oberflächentemperaturen werden durch zahlreiche Faktoren beeinflusst – Sonneneinstrahlung, Wind, Materialeigenschaften, Verschattung oder Feuchtigkeit. Wer belastbare Aussagen treffen will, muss Messungen unter vergleichbaren Bedingungen durchführen und die Daten sorgfältig interpretieren. Ohne meteorologisches Know-how und Erfahrung mit Sensorik drohen Fehlinterpretationen, die schnell zu falschen Planungsentscheidungen führen können.

Ein weiteres Thema ist der Datenschutz. Gerade bei hochauflösenden Drohnenaufnahmen können sensible Bereiche wie private Gärten, Balkone oder Fenster versehentlich erfasst werden. Auch wenn Infrarot-Bilder keine Personen im klassischen Sinn abbilden, ist eine datenschutzkonforme Erhebung und Verarbeitung unerlässlich. Viele Kommunen setzen daher auf Transparenz, Information der Öffentlichkeit und technische Maßnahmen zur Anonymisierung betroffener Bereiche.

Die Integration in bestehende Planungsprozesse erfordert zudem eine offene IT-Infrastruktur. Datenformate müssen kompatibel sein, Schnittstellen zu GIS- und BIM-Systemen funktionieren und die Speicherung langfristig gesichert werden. In vielen Städten sind diese Voraussetzungen noch nicht flächendeckend gegeben – hier ist Pionierarbeit gefragt. Nicht zu unterschätzen ist auch der Schulungsbedarf: Planer, Behörden und Dienstleister müssen im Umgang mit Thermodaten geschult werden, um das Potenzial voll auszuschöpfen.

Schließlich stellt sich die Frage nach der Skalierbarkeit. Während punktuelle Scans schnell und kostengünstig durchgeführt werden können, ist eine flächendeckende, wiederholte Messung des gesamten Stadtgebiets aufwendig. Hier sind Kooperationen zwischen Kommunen, Forschungseinrichtungen und Technologieanbietern gefragt, um Synergien zu nutzen und Ressourcen effizient einzusetzen. Auch Open-Data-Ansätze können dazu beitragen, die Verfügbarkeit und Nachnutzung der Daten zu erhöhen.

Trotz aller Herausforderungen ist klar: Infrarot-Scans sind kein Allheilmittel, aber ein mächtiges Werkzeug im Arsenal der klimaresilienten Stadtplanung. Wer ihre Stärken kennt und ihre Schwächen berücksichtigt, kann damit einen echten Beitrag zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels leisten.

Ausblick: Die Zukunft der thermischen Resilienzmessung und ihre Rolle für die Stadt von morgen

Die Thermische Resilienzmessung durch Infrarot-Scans steht erst am Anfang ihrer Möglichkeiten. Technologische Entwicklungen schreiten rasant voran: Neue Sensoren bieten noch höhere Auflösungen und Genauigkeiten, KI-gestützte Auswertung automatisiert die Interpretation der Messdaten, und mobile Anwendungen machen Thermogramme für Planer, Behörden und sogar Bürger direkt vor Ort verfügbar. In Verbindung mit digitalen Stadtmodellen entsteht so eine neue Generation von Echtzeit-Monitoring-Systemen, die eine bislang unerreichte Steuerbarkeit urbaner Hitzeinseln ermöglichen.

Besonders spannend ist die Kombination mit Citizen Science: In mehreren Städten werden bereits Pilotprojekte durchgeführt, bei denen engagierte Bürger mit einfachen Infrarot-Handscannern eigene Messungen beitragen. Die so entstehende Datenvielfalt erhöht die Genauigkeit der Modelle und stärkt die Akzeptanz von Klimaanpassungsmaßnahmen. Auch in der Bildungsarbeit eröffnen sich neue Möglichkeiten: Schulen, Universitäten und Umweltbildungszentren nutzen Thermogramme, um Stadtklima und die Bedeutung von Grünflächen anschaulich zu vermitteln.

Für Planer und Landschaftsarchitekten ergeben sich durch die zunehmende Verfügbarkeit von Thermodaten neue Rollen und Aufgabenfelder. Sie werden zu Datenmanagern, Moderatoren und Vermittlern zwischen Wissenschaft, Politik und Öffentlichkeit. Die Fähigkeit, Thermodaten zu interpretieren und in wirksame Maßnahmen zu übersetzen, wird zum zentralen Kompetenzfeld klimaanpassungsorientierter Stadtentwicklung.

Auch auf politischer Ebene zeichnet sich ein Umdenken ab: Förderprogramme und Richtlinien nehmen zunehmend Bezug auf objektive Messdaten. Die Integration von Thermoscans in Förderanträge und Planungsnachweise wird in vielen Ländern zum Standard. Damit steigt der Druck auf Städte und Gemeinden, die nötigen Kompetenzen und Infrastrukturen aufzubauen – eine Chance und Herausforderung zugleich.

Letztlich wird die thermische Resilienzmessung durch Infrarot-Scans zur zentralen Schnittstelle zwischen Technologie, Planung und gesellschaftlicher Teilhabe. Sie macht die oft unsichtbaren Folgen des Klimawandels sichtbar, steuerbar und verhandelbar. Wer diesen Weg frühzeitig einschlägt, gestaltet die Stadt von morgen nicht nur nachhaltiger, sondern auch lebenswerter – für alle, die in ihr wohnen, arbeiten und sich erholen wollen.

Fazit: Die thermische Resilienzmessung durch Infrarot-Scans ist weit mehr als ein technisches Gimmick für Spezialisten. Sie ist ein Gamechanger für die klimaresiliente Stadtentwicklung im deutschsprachigen Raum – wissenschaftlich fundiert, praxistauglich und kommunikativ überzeugend. Sie ermöglicht es, Hitzeinseln zu identifizieren, Maßnahmen gezielt zu planen und die Wirkung objektiv zu überprüfen. Gleichzeitig eröffnet sie neue Wege für Beteiligung und adaptive Planung, stellt aber auch hohe Anforderungen an Datenmanagement und Interpretation. Wer sich als Planer, Stadt oder Landschaftsarchitekt heute mit Infrarot-Scans beschäftigt, investiert in die Zukunft der Stadt – und sichert sich einen entscheidenden Vorsprung im Rennen um die lebenswerte, resiliente Stadt von morgen. Und seien wir ehrlich: Wer möchte die Stadt nicht endlich in ihrer ganzen thermischen Wirklichkeit sehen?

Tipp Nr.1 Casa da arquitectura

Manchmal ist der Kopf leer, die wirklich guten Ideen kommen nur noch sporadisch und überhaupt sehnt man sich nach neuen Eindrücken. Uns in der Redaktion geht es da nicht anders. Unsere Lösung: Reisen. Auf der Suche nach Inspiration fliehen wir in die Weite. Unsere Planer-Brille legen wir dabei natürlich nie ganz ab. Hier berichten wir von unseren Lieblings-Reisedestinationen, Tipps für Planer inklusive. Fünfter Stopp: Porto.

Während Lissabon schon seit einigen Jahren von Touristen überrannt wird, ist Porto lange die Destination abseits der Touristenströme gewesen. Mittlerweile zählt Porto aber auch nicht mehr zu den Geheimtipps. Ein Besuch der zweitgrößten Stadt Portugals lohnt sich dennoch. Nicht nur wegen den malerischen Portweinkellern am Ufer des Douro oder der Casa da Musica des niederländischen Architekturbüros OMA.

Etwas nördlich von Porto liegt die Stadt Matonsinhos. Bekannt ist der Ort vor allem für seinen Strand, die Surfer und die vielen Fischrestaurants am Ufer. Dort liegt seit 2007 auch das portugiesische Architekturzentrum. Abgesehen von den Ausstellungen zur Architektur und Städtebau lohnt sich ein Besuch schon allein wegen des Ortes: einer alten Fabrik, die zwischen 1897 und 1901 von dem Sardinenhändler Menéres & Companhia gebaut wurde. Die ehemaligen Industriegebäude stehen in einem Innenhof, den man durch einen Torbogen betritt. 2017 begann der Architekt Guilherme Machado Vaz damit, das Gelände instand zu setzen und umzubauen. Die Bäume, die im Laufe der Jahre die Bauten erobert hatten, ließ der Architekt stehen.

An die Fassade der historischen Gebäude dockt neu eine skulpturale Betontreppe an: aus Feuerschutzgründen. mUm die bestehenden Strukturen nicht zu beschädigen, entschied der Architekt, sie nach außen zu verlagern. Aus dieser Not heraus, entstand ein massiver Blickfang, der die Besucher in den Innenhof zieht. Die Kunstinstallationen, die zwischen den Gebäuden stehen, spiegeln die Umgebung wider und eröffnen neue Blickwinkel, die alt und neu vereinen.

Ist man schon in Matonsinhos, empfiehlt sich ein Abstecher zum Roberto Ivens House, in dem das Architekturzentrum anfangs seinen Sitz hatte. Das Herrenhaus aus dem 19. Jahrhundert gehörte ursprünglich der Familie des Architekten Álvaro Siza. 1961 baute er das Einfamilienhaus um. Heute kann man das Gebäude in seinem Originalzustand besichtigen.

Fotos: Isa Fahrenholz

Tipp Nr.2 Architekturfakultät Porto

Auch die zweite Reiseempfehlung steht mit dem Architekten Alvaro Siza in Verbindung: Das Institut für Architektur am Stadtrand Portos. Das Institut besteht aus einem Hauptgebäude und vier Pavillons. Ein Innenhof – mittlerweile etwas verwildert – befindet sich zwischen den beiden Gebäudekomplexen. Die Pavillons beherbergen die Unterrichtsräume, das Hauptgebäude die kollektiven Einrichtungen. Die Öffnungen der Pavillons erinnern an Gesichter, die in den grünen Innenhof blicken. Durch die schießscharten-ähnlichen Öffnungen fällt das Licht in die Studios und Unterrichtsräume und manche der größeren Fenster lenken den Blick auf den verwilderten Hof. Das ganze Areal hat etwas Verwunschenes und man hofft, auch nur einen Tag hier Architektur studieren zu dürfen.

Tipp Nr. 3 Jardim das Oliveiras

Einkaufszentren stehen normalerweise nicht weit oben auf Reiselisten. Doch die Shopping-Passage Jardim das Oliveiras in Porto vereint auf beeindruckende Weise kommerziellen mit öffentlichem Raum. Denn auf dem organisch geformten Dach befindet sich ein öffentlich zugänglicher Olivenbaumgarten. Von der Fußgängereben kann man auf den Olivengarten laufen. Hier sitzen Einheimische unter den knorrigen Olivenästen und picknicken oder lesen. Wer nichts zum Verzehren dabei hat, kann sich in das Café setzten und von dort aus die Menschen beobachten. Unter den Füßen der Rastenden liegen die Läden. Die Passage teilt Dach in Zwei und wirft Tageslicht nach unten. Der Olivenhain eignet sich, um Energie zu tanken bevor man Porto weiter erkundet.

 

Porto ist zwar schön, aber steht dieses Jahr nicht auf Ihrer Reiseliste? Dann geht es hier nach München, hier nach Amsterdam, hier nach Stuttgart und hier nach New Orleans