Waldbrände im Osten Deutschlands als mahnendes Zeichen

Waldbrände: wie wir resiliente Landschaften gestalten können
Waldbrände: wie wir resiliente Landschaften gestalten können, Foto: Seaq68 via pixabay

Am 18. Juni kam es zu Waldbränden in Brandenburg, die unter anderem die Landesgartenschau in Beelitz zum Stillstand brachten. Wie wir widerstandsfähige Wälder und Landschaften in Zukunft planen können, erfahren Sie hier.

Achtung Waldbrandgefahr

Waldbrände sind inzwischen auch in Deutschland keine Neuigkeiten mehr. Zuletzt kam es am 18. Juni 2022 zu starken Waldbränden in Brandenburg. Die Landesgartenschau Beelitz musste aufgrund des Brandgeruchs und der Waldbrandgefahr für einige Tage ihre Tore schließen. Zwar konnten die Brände recht schnell unter Kontrolle gebracht werden – wobei auch der einsetzende Regen half – trotzdem werden die Arbeiten zur Beseitigung der Brandspuren noch lange andauern.

Zwei große Waldflächen, nur etwa 20 Kilometer voneinander entfernt, entbrannten am Wochenende vom 18. Juni 2022. Über den Orten Treuenbrietzen und Beelitz im Landkreis Potsdam-Mittelmark hingen riesige Rauchschwaden und selbst bis nach Dresden war der Brandgeruch spürbar. Wechselnde Winde trugen dazu bei, dass sich die Feuer ausbreiten konnten. In beiden Fällen brannten jeweils etwa 200 Hektar Wald. 600 Menschen mussten nahe Treuenbrietzen ihre Häuser verlassen, 400 Einsatzkräfte der Feuerwehr wahren vor Ort. Zudem halfen Hubschrauber der Bundeswehr bei den Löscharbeiten. Ab dem 20. Juni verbesserte sich die Lage und die Feuer konnten eingedämmt und dann gelöscht werden.

Strategien zur Bekämpfung von Waldbränden in Deutschland

Lindon Pronto, Waldbrandexperte aus den USA und Mitarbeiter am European Forest Institute in Bonn, kennt sich mit Waldbrandstrategien aus. Er erklärte gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, dass Waldbrände Hitze, Brennmaterial, Sauerstoff und eine Zündquelle benötigen. Die Hitzewelle im Juni 2022 in Europa sowie kommende Hitzewellen sind ein wesentlicher Faktor. Hinzu kommt, dass in Brandenburg und anderen ostdeutschen Gebieten die Böden sehr trocken sind. Daher ist es laut Pronto wahrscheinlich, dass Deutschland allein dieses Jahr noch weitere Waldbrände erlebt.

Dem Experten zufolge ist Deutschland nicht ausreichend auf Waldbrände vorbereitet. Jedoch gibt es bereits viele Projekte zur Prävention. Die folgenden Maßnahmen sind wichtig, um mithilfe einer widerstandsfähigen Landschaft Waldbrände in Deutschland zu vermeiden oder zu reduzieren:

  • Mehr dürreresistente Baumarten pflanzen
  • Mehr Laubbäume fördern, da diese einen feuchteren Waldboden schaffen
  • Auf Mischwälder statt reine Kieferbestände setzen
  • Früherkennung von Brandtürmen, aber auch von Kameras und Früherkennungsflügen aus steuern
  • Sensoren an Bäumen anbringen

Nachholbedarf bei der Vorbereitung auf Waldbrände

Pronto ist der Meinung, dass Deutschland bei der Waldbrandstrategie großen Nachholbedarf hat: „Ich muss ehrlich sagen, im Vergleich zu vielen anderen Ländern ist Deutschland ein bisschen arrogant bei Waldbränden. Man wähnt sich mit seinen Hubschraubern, Tanklöschfahrzeugen und der Anzahl von Einsatzkräften gut aufgestellt. Immer wieder wird betont, dass man alles im Griff hat. Aus meiner Sicht werden meistens die Brände hierzulande nicht durch Kompetenz und Effizienz gelöscht, sondern eher durch Wetterumschwünge, die die Löscharbeiten begünstigen – wie jetzt wieder in Brandenburg. Es fehlt an Ausbildung und Fachkompetenz der Bodenkräfte. Das ist nicht als Vorwurf gemeint, aber wir müssen auch ehrlich darüber sprechen können. Wenn das Feuer aus ist, wird wenig darüber nachgedacht, was man hätte anders machen müssen.“

Zukünftig werden spezielle Schulungen zum Thema Waldbrandbekämpfung immer wichtiger werden. Zudem gilt es, sich besser mit der Rolle von Feuer im Ökosystem auseinanderzusetzen. Oft werden Waldbrände in Deutschland verteufelt, aber sie haben auch positive Folgen wie etwa eine erhöhte Fruchtbarkeit der Böden. Daher kann es sinnvoll sein, das Bodenmaterial im Wald präventiv und kontrolliert abzubrennen, ähnlich wie auf Heideflächen. Selbst bei einem akuten Waldbrand lässt sich durch das sogenannte „taktische Feuer“ eine kontrollierte Schneise schlagen, um dem Feuer sein Brennmaterial zu nehmen.

Zwei große Waldflächen, nur etwa 20 Kilometer voneinander entfernt, entbrannten am Wochenende vom 18. Juni 2022. Foto: Karsten Winegeart on Unsplash
Zwei große Waldflächen, nur etwa 20 Kilometer voneinander entfernt, entbrannten am Wochenende vom 18. Juni 2022. Foto: Karsten Winegeart on Unsplash

Neue Kooperationen sind nötig

Strenge Vorschriften bei der Feuerwehr bedeuten, dass diese nicht in der Lage ist, selbst ein Feuer zu legen. Jedoch können zuständige Förster*innen in Kooperation mit der Feuerwehr in einigen Bundesländern das kontrollierte Feuer stiften – auch bei dem Waldbrand in Brandenburg wurden derartige Strategien angewendet, um das Feuer wenigstens von bestimmten Flächen fernzuhalten.

Nicht nur Förster*innen und Feuerwehr müssen künftig wohl mehr kooperieren, sondern auch die Bundesländer untereinander. Einsatzkräfte aus Sachsen-Anhalt halfen ihren brandenburgischen Kolleg*innen und auch die Bundeswehr kam zum Einsatz.

Erste Feuer in Spanien und auf der griechischen Insel Euböa zeigen, dass die Waldbrandsaison begonnen hat. Die Feuer kennen keine Grenzen, weshalb es ebenso nötig ist, über die internationale Kooperation bei der Waldbrandbekämpfung nachzudenken.

Ein Weckruf aus Beelitz

Das Sommerfest der Grünen Verbände war für den 23. Juni 2022 auf dem Gelände der Landesgartenschau Beelitz geplant. Kurzfristig stand das Event aufgrund der Waldbrände auf der Kippe, konnte dann aber dennoch stattfinden. Die Verbände bdla, DGGL und FGL nutzten den Anlass, um mit der „Beelitzer Erklärung“ ein Warnsignal zu senden. Sie bezeichneten die Waldbrände im Osten Deutschlands als mahnendes Zeichen für die Herausforderungen des Klimawandels und forderten, endlich konsequent zu handeln.

„Landesgartenschauen und die angestrebte Internationale Bauausstellung IBA Berlin-Brandenburg müssen als Katalysatoren für eine nachhaltige Transformation des ländlichen und urbanen Raumes genutzt werden“, forderte Eike Richter, Landesvorsitzender des Bundes Deutscher Landschaftsarchitekt:innen (bdla e.V.). Denn so sei es möglich, Besucher*innen und Anwohner*innen für Anpassungen an den Klimawandel zu begeistern. Er rief auch zu einer flexiblen Verwaltungsebene mit verschlankten bürokratischen Prozessen auf. Zugleich betonte er die Bedeutung der Zusammenarbeit aller Fachdisziplinen.

Mit der Beelitzer Erklärung stellt die Grüne Branche in Berlin und Brandenburg klare Forderungen an Politik und Verwaltung. Zugleich verdeutlicht sie die eigene Verantwortung für eine zukunftsfähige, klimaresiliente Entwicklung von grünen Freiräumen sowie für widerstandsfähigere Landschaften.

Gemeinsam mit GRID-Arendal veröffentlichte das UN-Umweltprogramm UNEP erst Anfang 2022 neueste Zahlen zur Gefahr von Waldbrand. Hier sind die Ergebnisse des UN-Berichts.

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Wie gutes skandinavisches Design fallen auch die Stadtgestaltungsprojekte der Ausstellung„Nordic Urban Spaces“ in Berlin durch zurückhaltende, markante Formen und pragmatische Ansätze auf. Es sind keine Zweckbauten. Ihre Planer haben die Herausforderung angenommen über den reinen Nutzwert hinaus Mehrwert zu schaffen, sei es gestalterisch, funktional, ökologisch, energetisch oder partizipativ. Ein simples Beispiel dafür ist die 2014 eröffnete „Cykelslangen”, eine 230 Meter lange und vier Meter breite Fahrradrampe. Die schlanke, stählerne Brücke schlängelt sich durch den Kopenhagener Hafen. Die Konstruktion des Kopenhagener Büros Dissing+Weitling architecture ermöglicht Radfahrern den Bereich am Fisketorvet-Einkaufszentrum zügig zu durchqueren, ohne dabei mit den Fußgängern in Konflikt zu geraten. Neben dem Erlebnis die Rampe komplett für sich zu haben, eröffnet sie Radfahrern dabei einen spektakulären Ausblick über den Hafen. Zwischen den modernen Gebäudefassaden und über der Wasserfläche liegt sie als ikonisches Gestaltungselement.

Best-Practice

Wesentlich eindrücklicher als die sparsam beschriebenen Fotos, Pläne und Schemata auf Tafeln vermitteln an eine Wand projizierte Videos die Projektinhalte. Sie erlauben, auch dank Kopfhörer, in die teils sehr atmosphärischen und gut erläuterten Imagevideos einzutauchen. Schade, mehr davon hätte der Ausstellung gutgetan, um die Essenz der Planungen schneller zu erfassen. Als aktuelle Sammlung skandinavischer Best-Practice-Beispiele ist die Projektschau aber unbedingt besuchenswert.

In Kooperation mit dem Institut für Stadt- und Regionalplanung der TU Berlin zeigen die Nordischen Botschaften in Berlin noch bis 28. September 41 Projekte unterschiedlichen Maßstabs: städtebauliche Planungen, Parks und Uferpromenaden, Brücken, öffentliche Gebäude, Wohnungsbau und U-Bahnstationen sind darunter. Aber auch Beispiele für Partizipation und ökologische Initiativen für Erwachsene und Kinder. Gemeinsam haben sie, dass die Konzepte in Norwegen, Schweden, Finnland, Dänemark oder Island großteils schon realisiert wurden oder manche noch umgesetzt werden sollen.

Wichtige Antworten

Wo: Nordische Botschaften, Rauchstraße 1, 10787 Berlin

Wann: 6. Juni bis 28. September 2018, Montag bis Freitag 10–19.00 Uhr, Samstag und Sonntag: 11-16.00 Uhr

 

„Sugar Valley“: Münchens neues Stadtquartier

Im Südwesten von München soll ein neues, nachhaltiges Stadtquartier namens Sugar Valley entstehen. ©Salvis Consulting AG
Im Südwesten von München soll ein neues, nachhaltiges Stadtquartier namens Sugar Valley entstehen. ©Salvis Consulting AG

Rund um die ehemalige Sendlinger Betonfabrik im Münchener Südwesten befand sich bisher vor allem ein Industriegebiet. Doch mit dem geplanten Stadtquartier „Sugar Valley“ möchte die Stadt dies nun in Rekordzeit ändern. Jetzt gibt es erste architektonische Einblicke in das Fünf-Minuten-Quartier.

Das Sugar Valley, entwickelt von der Salvis Consulting AG, soll auf etwa 150.000 Quadratmetern Mietfläche und 20.000 Quadratmetern Freifläche als neues, stilbildendes Quartier in der bayerischen Hauptstadt entstehen. Angedacht ist eine „moderne Arbeits- und Lebenswelt, in der Architektur und Außenanlagen sowie Nachhaltigkeit, Mobilität, Digitalisierung, Nutzungsmix und New Work miteinander verbunden sind“, so die Salvis Consulting AG, ein Entwickler aus München.

Dabei soll Sugar Valley auch eines der nachhaltigsten Quartiere Deutschlands werden. Das Energiekonzept basiert ausschließlich auf natürlichen Ressourcen. Weder beim Bau noch beim Betrieb soll das Projekt zusätzliches CO2 ausstoßen und sich tatsächlich ganz auf erneuerbare Energien konzentrieren.

Besser als daheim

Die Stadt München zeigte von Anfang an viel Interesse für die Bebauung des Areals rund um die alte Sendlinger Betonfabrik. Der Aufstellungsbeschluss erfolgte im Mai 2019, gefolgt vom ersten stadtplanerischen Workshop für ein derartiges Projekt in der Stadt. Innerhalb kurzer Zeit konnte die Stadt einen Bebauungsplan verabschieden und so ihrem Ziel, die gut an den ÖPNV angebundene städtische Brache zu entwickeln, ein Stück näherkommen.

Das Sugar Valley soll laut Stadtbaurätin Prof. Dr. Elisabeth Merk ein zukunftsfestes Stadtquartier werden, „welches Impulsgeber für die gesamte Stadt und für Obersendling ein identitätsstiftender und vielfältig nutzbarer Ort sein wird“.

Im ersten Bauabschnitt sollen bis 2027 drei Gebäude mit Büroflächen, öffentlichen Funktionen und eine Veranstaltungs- und Markthalle entstehen. Im Vergabeverfahren setzten sich die Architekturbüros J.MAYER.H und Partner, Architekten mbH aus Berlin und Cobe aus Kopenhagen gegen zehn andere internationale Büros durch. Laut Jury konnten beide Büros die Blaupause für eine positive Work-Life-Integration sehr gut umsetzen. Die beiden Entwürfe unterstützen damit das Motto von Sugar Valley: „besser als daheim“. Die Herausforderung wird darin bestehen, Menschen durch außergewöhnlich hohe Aufenthaltsqualität dazu einzuladen, ihr Homeoffice zu verlassen.

Die Aufenthaltsqualität in dem neuen Stadtteil mit seinen vielseitigen Nutzungen soll sehr hoch werden. ©Salvis Consulting AG
Die Aufenthaltsqualität in dem neuen Stadtteil mit seinen vielseitigen Nutzungen soll sehr hoch werden. ©Salvis Consulting AG

Eine Fünf-Minuten-Stadt in Bayern

Das Sugar Valley ist ein Leuchtturmprojekt für München. Unter anderem macht es 20.000 Quadratmeter Grün- und Freifläche für die Bevölkerung zugänglich – an einem Ort, wo früher täglich 175 Lkws verkehrten. Die voll versiegelte, leerstehende Industriebrache mit ihren Ruinen wird zu einer blühenden, nachhaltigen Landschaft. Dies soll laut Ulrich O. Fischer, Vorstand der Salvis Consulting AG, ein „architektonisches Ausrufezeichen auf internationalem Niveau“ werden und den Münchener*innen zugleich mehr Freiraum mit über 150 neu gepflanzten Bäumen geben.

Angedacht ist eine Fünf-Minuten-Stadt innerhalb der bayerischen Hauptstadt. Möglich wird dies durch die durchdachte Mischnutzung mit Bereichen für Arbeiten, Wohnen und Freizeitgestaltung. Obersendling bietet gute Voraussetzungen: Der Stadtteil ist sehr gut an das ÖPNV-Netzwerk angebunden, befindet sich fußläufig zur Isar und punktet mit schönen Blicken auf die Alpen sowie die Stadtsilhouette von München.

Weiterlesen: München streitet darüber, wie hoch Neubauten in der Stadt sein dürfen. Der Knackpunkt: Sollen die Türme der Frauenkirche mit ihren 99 Metern die Obergrenze darstellen?

Zwischennutzungsaspekte werden weitergeführt

Zum Sugar Valley gehört auch der Sugar Mountain, eine Anspielung auf den Zuckerhut in Rio de Janeiro. Rund um die alte Betonfabrik in Sendling befindet sich bereits dieses Areal, das im Rahmen einer Zwischennutzung zum Anwohnertreffpunkt für Kultur und Freizeit geworden ist. In Teilen soll diese Idee in das neue Konzept integriert werden.

Aber der beliebte bunte Turm, der derzeit den Sugar Mountain markiert, wird im September 2024 abgerissen. Danach beginnt der Neubau des neuen Quartiers Sugar Valley. Ein lachendes und ein weinendes Auge begleiten den geplanten Abriss. So erfreut sich etwa der bisherige Basketballplatz des Sugar Mountain einer intensiven Nutzung. Er könnte demnächst auf eines der neuen Dächer umziehen. Auch ein Pool sowie begrünte Dachterrassen sind auf den Türmen geplant. Denn die Aspekte Kunst, Kultur, Freizeit und Sport, die die Zwischennutzung definierten, sollen auch im Sugar Valley eine zentrale Rolle haben.

Aus dem bisherigen Sugar Mountain wird ab 2027 das Sugar Valley, wobei der sportlich-kulturelle Charakter der Zwischennutzung nach Möglichkeit erhalten bleiben soll. ©Salvis Consulting AG
Aus dem bisherigen Sugar Mountain wird ab 2027 das Sugar Valley, wobei der sportlich-kulturelle Charakter der Zwischennutzung nach Möglichkeit erhalten bleiben soll. ©Salvis Consulting AG

Sugar Valley könnte bis 2031 fertig sein

Insgesamt werden im Sugar Valley elf Gebäude entstehen, drei davon Hochhäuser mit Co-Working, Gastro, Fitness und Büros sowie Wohnungen. Über 30 Nutzungsarten aus allen Lebensbereichen und für alle Bevölkerungsgruppen sind vorgesehen. Dabei stehen die Mischnutzung und die Idee einer 5-Minuten-Stadt im Vordergrund. Soziale Begegnungsräume, Arbeitsplätze und direkte Einkaufsmöglichkeiten sollen leicht erreichbar sein.

Auch nachhaltig soll es zugehen: In einem 100-Punkte-Plan sind 100 Einzelmaßnahmen vorgesehen, die die Nachhaltigkeit des Projektes von Anfang an sichern sollen. Dazu gehören etwa Prinzipien der Kreislaufwirtschaft, die Nutzung oberflächennaher Geothermie, Sonne und Wind, der Einsatz von Wärmepumpen sowie ein klimaneutraler Bau. So könnte das Sugar Valley Münchens erstes Quartier werden, das beim Heizen und Kühlen CO2-neutral vorgeht.

Das Mobilitätskonzept klingt sehr modern: Oberirdisch soll das Sugar Valley autofrei sein. Parken ist in einer neuen Tiefgarage möglich, die Platz für 1.200 Autos bietet und auch E-Ladesäulen hat. 1.500 Radstellplätze sowie ein Radweg mitten durch das Quartier, der bis an die Isar führt, bieten Alternativen. Und mit der U-Bahn ist der Marienplatz in 13 Minuten erreicht.

2027 sollen für einen Preis von 300 Millionen die ersten drei Gebäude, inklusive einem 80 Meter hohen Büroturm, stehen. Bis zum letzten Bauabschnitt des Vorhabens könnte es 2031 werden. Es braucht also noch etwas Geduld, um das ganze Ergebnis zu sehen. Die 250 geplanten Mietwohnungen, davon 80 gefördert und 170 frei finanziert, werden gegen Ende des Projektes fertiggestellt.

Übrigens: Auch am Münchner Dreilingsweg soll ein neues Quartier entstehen, das aus einer vorwiegend landwirtschaftlich genutzten Fläche eine attraktive Nachbarschaft macht.