Landezines schreibt jährlich den Landschaftsarchitekturpreis LILA aus. Noch bis zum 31. März können Landschaftsarchitekten und Produkthersteller ihre Projekte einreichen.
Zum dritten Mal verleiht die Society for Promotion of Landscape Architecture den Landezine International Landscape Award 2018, kurz LILA Award. Interessierte Landschaftsarchitekten können ihre Projekte in drei verschiedene Kategorien einreichen: „Office“, „Public Project“ und „Private Garden“. Für jede der drei Kategorien wird jeweils ein Jury-Preis sowie ein Publikumspreis vergeben.
Die internationale Jury aus Landschaftsarchitekten und Städteplanern der Kategorien „Office“ und „Project“ sucht dieses Jahr nach öffentlich zugänglichen Projekten, die seit 2014 fertiggestellt worden sind. Die Kategorie „Private Garden“ zeichnet private Gärten, Hinterhöfe oder Parks aus, die für die Öffentlichkeit unzugänglich sind.
Landschaftsplaner können für alle Kategorien eine unbegrenzte Anzahl an Projekten einreichen und bereits eingereichte Projekte der letzten Jahre werden dieses Jahr automatisch wieder in Betracht gezogen.
Ausgezeichnete Produkte
Eine vierte Kategorie richtet sich an Produkthersteller. Dieses Jahr zeichnet der Publikumspreis moderne Straßenbeleuchtungssysteme aus. Der Landezine Produkt Kataloge präsentiert alle eingereichten Produkte für die Dauer eines Jahres. Das Landezine Team trifft eine Vorauswahl, aus der dann die Öffentlichkeit einen Gewinner wählen kann.
LILA 2017
Im September 2017 verlieh die Jury den LILA Award 2017 in Ljubljana. Es gewannen unter anderem das Niederländische Büro H+N+S in der Kategorie „Office“ mit ihren Überlegungen zu Energie und Landschaft in dem Projekt „Room for the River“ und agence ter mit dem Projekt „Park at the Docks“ im französischen Vorort von Paris Saint-Ouen. In unserer Garten + Landschaft 2/2018 haben wir das Projekt „Room for the River“ näher besprochen.
Bahn.Business Kund*innen können dank dem sogenannten Glasgow-Commitment von 50 Prozent „Klimarabatt“ auf die BahnCard 100 profitieren. Achtung: die Aktion ist zeitlich begrenzt!
Eines der interessantesten Angebote der Deutschen Bahn ist sicherlich die BahnCard 100. Besitzer*innen dieser Karte können in jeden Zug einsteigen und einfach losfahren. Vor allem für Vielfahrer*innen ist das ein lohnendes Angebot. Teilweise rechnet sich die BahnCard 100 auch schon für Pendler*innen. In vielen Städten ist auch der öffentliche Nahverkehr inkludiert.
Klingt toll, oder? Das große Manko an der BahnCard 100 sind sicher die Kosten. Sie kostet für die zweite Klasse bei jährlicher Einmalzahlung 4 027 Euro oder im Abo 372 Euro pro Monat. Wer eine BahnCard 100 der ersten Klasse will, muss entweder einmal pro Jahr 6 812 Euro oder monatlich 632 Euro zahlen.
Wie oben erwähnt kann sich die BahnCard 100 bei Vielfahrer*innen schnell rechnen, allerdings schrecken diese Summen vielleicht erstmal ab. Die Deutsche Bahn ist bei vielen Menschen leider auch nicht unbedingt für ihre preiswerten Tickets bekannt und so passen derartig hohe Summen bei Privatkund*innen sicher öfter mal in ein fehlgeleitetes Bild.
Geschäftskunden profitieren vom Glasgow-Commitment
Das Glasgow-Commitment ist allerdings eine spannende Aktion für Geschäftskund*innen. Sie gilt vom 12.11.2021 bis 23.12.2021 und der bahn.business Kund*in bekommt 50 Prozent der Kosten einer BahnCard 100 (erste wie zweite Klasse) im ersten Halbjahr 2022 zurückerstattet.
Damit spart man sich die Hälfte der Kosten. Wichtig ist allerdings, dass man über eine BMIS-Nummer verfügt. Diese Nummer ist die Kundennummer, welche man als Geschäftskund*in von der Deutschen Bahn erhalten hat.
BahnCard 100 – Gutes Angebot mit kleinen Hürden
Hier handelt es sich um ein spannendes Angebot der Deutschen Bahn. Man sollte sich aber nicht zu früh freuen, oder besser gesagt schnell zuschlagen. Einerseits gilt die Aktion nur für GeschäftskundInnen und andererseits benötigt man die BMIS-Nummer. Wer diese Nummer zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht hat, kann sie noch beantragen. Laut Deutscher Bahn dauert der Mail-Versand der Kundennummer nach erfolgreicher Registrierung bei bahn.business zwei bis drei Werktage.
Außerdem gilt die Aktion nur für die BahnCard 100, welche per Einmalzahlung erworben wird. Wer sich für das Abo entschließt ist vom Klimarabatt leider ausgeschlossen.
Wichtiges Zeichen der Bahn
Wir freuen uns über diese Aktion der Deutschen Bahn und natürlich ist es heutzutage sehr einfach, schnell und viel Kritik an der DB zu üben. Man sollte aber festhalten, dass diese Aktion ein starkes Zeichen ist. Nachdem der Preis sicherlich die größte Einstiegshürde der BahnCard100 ist, schraubt man an der richtigen Stelle. Toll!
Eine kleine kritische Anmerkung sieht man mir hoffentlich nach: Wirklich stark wäre das Angebot, wenn es nicht nur für Geschäftskunden, sondern auch für Privatkunden zählen würde. Außerdem hätte ich mir auch eine Lösung für Abo-Kund*innen (business wie privat) gewünscht. Vielleicht mit weniger Rabatt, aber ein Klima-Commitment könnte so noch mehr Potenzial entfalten als ein reiner Geschäftskund*innenrabatt.
Auf jeden Fall sollten sich Geschäftskund*innen der Deutschen Bahn diese Möglichkeit nicht entgehen lassen.
Wer mehr zur Aktion erfahren will, kann sich auf der Seite des DB Glasgow-Commitments informieren.
In diesem Zusammenhang auch interessant: Im Oktober 2021 fand die Weltnaturkonferenz, die COP15, in der chinesischen Stadt Kunming statt. 200 Vertragsstaaten der UN-Konvention für die biologische Vielfalt (CBD) nahmen an der einwöchigen Veranstaltung teil. Mehr dazu erfahren Sie: COP15.
Die Installationen der Landesgartenschau Bad Dürrenberg 2024 erinnern an Salz, das jahrhundertelang das wichtigste Exportgut der Stadt in Sachsen-Anhalt war. Copyright: Landesgartenschau 2023 gGmbH
In der Solestadt Bad Dürrenberg findet in diesem Jahr die Landesgartenschau statt. Rehwaldt Landschaftsarchitekten haben den Wettbewerb zur Gestaltung des Gartenschaugeländes gewonnen. Mehr über den historischen Kurpark und das Rückgrat der Anlage für die Landesgartenschau Bad Dürrenberg.
Der historische Kurpark von Bad Dürrenberg liegt über dem Saaletal und stellt den Schauplatz der fünften Landesgartenschau von Sachsen-Anhalt dar. Die historische Gradieranlange der Stadt stellt das Rückgrat der Gartenschau dar. Dabei handelt es sich um das längste zusammenhängende und noch funktionsfähige Gradierwerk Europas. Es verwundert nicht, dass die Landesgartenschau Bad Dürrenberg 2024 ganz im Zeichen des Salzes und der Salzgewinnung steht. Zum Beispiel gibt es eine Salzlandschaft, eine Gradenbank, weiße Möbel und heilsamen Sole-Nebel, der das Gelände durchzieht.
Rehwaldt Landschaftsarchitekten aus Dresden haben den Wettbewerb zur Gestaltung des Geländes schon im Jahr 2018 gewonnen. Sie haben den historischen Park und die angrenzenden Saalehänge im Rahmen der Gartenschau zu einem modernen, offenen und einladenden Erholungsraum umgestaltet. Dafür haben sie historische Anlagen saniert und um zeitgenössische Elemente ergänzt. Die Landesgartenschau Bad Dürrenberg ist vom 19. April bis zum 13. Oktober 2024 unter dem Motto „Salzkristall & Blütenzauber“ zugänglich. Tageskarten kosten 19 Euro pro Person.
Auf dem Weg zur grünen Solestadt
Wie viele andere Landesgartenschauen war auch die in Sachsen-Anhalt ursprünglich für 2022 angesetzt. Aufgrund der Pandemie wurde sie jedoch um zwei Jahre verschoben. Die Wettbewerbsgewinner Rehwaldt Landschaftsarchitekten entwickelten den historischen Kurpark für die Landesgartenschau Bad Dürrenberg als vielfältige Anlage weiter. Dabei wollten sie einerseits die historischen Anlagen wieder in Wert setzen und andererseits auch zeitgenössische Gartenräume integrieren.
Die Stadt erhofft sich durch das Großereignis einen positiven Einfluss auf ihr Image. Die Maßnahmen sollten unter anderem dazu beitragen, Bad Dürrenberg als „grüne Solestadt“ zu positionieren und sie als Wohn- und Lebensort zu präsentieren. So soll eine langfristig attraktive Entwicklung möglich sein.
Bad Dürrenberg liegt direkt an der Saale in der geschichtsträchtigen Region Saale-Unstrut. Halle, Leipzig und Naumburg sind die nächsten Großstädte und bieten gute Anbindungen. Salz prägt als „weißes Gold“ bis heute die Geschichte der Solestadt, die ein staatlich anerkannter Erholungsort mit staatlich anerkannter Heilquelle ist.
In der temporären Blumenhalle sind von April bis Oktober 2024 viele prächtige Blüten zu bewundern. Copyright: Landesgartenschau 2023 gGmbH
Imposantes Gradierwerk als Rückgrat der Gartenschau
Das Gelände der Landesgartenschau Bad Dürrenberg erstreckt sich über den historischen Kurpark der Stadt, den Saalehang und bis hinunter zur Flussaue, wo die alte Tradition des Obst- und Weinbaus wiederbelebt wurde. Die Fläche beträgt etwa 15,3 Hektar und Rehwaldt Landschaftsarchitekten stellten das Projekt 2024, rechtzeitig vor Beginn der Gartenschau fertig. Bauherrin war die Solestadt Bad Dürrenberg.
Besuchende können am Platz am Kohlebahntunnel verweilen, der nun zu einem multifunktionalen Stadtplatz geworden ist. Er bietet ein schattiges Gehölzdach, Sitzmöglichkeiten und Gastronomie sowie einen integrierten Informationspunkt zur Geschichte der Kohlebahn.
Von dort ist es nicht weit zum nördlichen Entree am Borlachplatz, der einen großzügigen Auftakt für die Landesgartenschau Bad Dürrenberg bieten soll. Ein Holzdeck bietet Schatten für alle, die am Haupteingang warten. Es folgt eine große Rasenfläche, die den Blick zum Borlachplatz mit seinen grünen und steinernen Zonen eröffnet. Das Gradierwerk dient als gestalterisches Motiv und als Identitätsstifter auf dem Platz. Mit seinen 636 Metern Länge und 12 Metern Höhe ist es ein imposantes Bauwerk, das als Rückgrat für einzelne Teilbereiche dient: Entree, Verbindung zur Rathausvorfläche, Verweilfläche mit Holzdeck und weitere Rasenfläche.
Die historische Gradieranlage von Bad Dürrenberg ist während der Landesgartenschau stets ein Motiv. Copyright: Landesgartenschau 2023 gGmbH
Historische Kulturlandschaft an der Saale
Der Kurpark ist zu einer vielfältigen Anlage geworden und besitzt nun auch zeitgenössische Gartenräume, die über die Landesgartenschau hinaus wertvoll für die Stadt sein werden. Zugleich haben Rehwaldt Landschaftsarchitekten Wert darauf gelegt, historische Anlagen wie das Palmenhaus zu erhalten. Dort ist ein multifunktionalier Raum entstanden, der als Veranstaltungsort sowie als Präsentationsfläche für besondere Pflanzen dient. Die temporäre Blumenhalle steht während der Gartenschau neben dem sehr beliebten Palmen- und Vogelhaus.
Auch im nördlichen Kurpark sind die historischen Gartenstruktur nach wie vor vorhanden und wurden denkmalgerecht weiterentwickelt. Die wegebegleitenden Rabatten präsentieren verschiedene Pflanzthemen und neben dem Spielplatz gibt es ein Wasserparterre. Dieser hybride Gartenplatz bietet Spiel- und Aufenthaltsmöglichkeiten.
In der Zone der Beamtengärten befinden sich die Themengärten mit integrierter Bühnenanlage. Dieser vielfältige Bereich ist bei der Landesgartenschau Bad Dürrenberg besonders beliebt. Und im Süden des Kurparks gibt es Sitzanlagen sowie das „Gradengrüst“, einen räumlichen Abschluss und Höhepunkt am südlichen Ende des historischen Gradierwerkes, das an die frühere Ausdehnung der Anlage erinnert.
Die Landesgartenschau zieht sich bis zum Saalehang herunter, wo eine historische Kulturlandschaft mit Gutsgärten, neu aufgerebten Weinterrassen und Obsthainen zu sehen ist. Das Café am Amtsberg ist ein neuer Anziehungspunkt. Zudem ist das Wasser dank Bade- und Gondelsteg und Holzstegen entlang des Saaleweges leichter zu erreichen.
Eine neue Wasserfläche wertet den Kurpark auf und bietet Platz für Spiel und Erholung. Copyright: Landesgartenschau 2023 gGmbH
Solefest und Landesgartenschau in Bad Dürrenberg
Das Preisgericht entschied sich für den Vorschlag von Rehwaldt Landschaftsarchitekten, da sich die Arbeit stark am Vorhandenen orientierte und so die Denkmalpflege wertschätzt. Kurpark und Waldgarten wurden beinahe gänzlich in ihrer Struktur belassen oder behutsam erneuert. Zudem betonte die Jury den großzügigen Eingang, die breite Promenade entlang des Hauptbauwerks, den freien, steinernen Borlachplatz und die Freifläche am Palmenhaus. Der Natur- und Artenschutz am Saalehang war ein weiterer Grund für die Entscheidung.
Noch bis Oktober ist die Landesgartenschau Bad Dürrenberg zu bewundern. Wer mehr über die Geschichte der Solestadt lernen möchte, kann den Borlachturm mit seinem Museum besuchen. Bis 1963 wurde in Bad Dürrenberg noch Salz hergestellt. Jedes Jahr im Juni feiert die Stadt die Erschließung der Solequelle durch Johann Gottfried Borlach im Jahr 1763 – dieses Jahr dürfte es dank der Landesgartenschau ein besonders ausgelassenes Fest werden.