Floriade Expo 2022

Floriade Expo 2022 © Deutscher Garten Floriade Expo 2022 // ARGE insglück / gtp2 / studio grüngrau

Gemeinsam mit gtp2 architekten und insglück hat studio grüngrau Landschaftsarchitektur den 1. Preis auf der Floriade Expo 2022 gewonnen. Mit ihrem Konzept „BIOTOPIA – Growing Community“ gestaltet die Bietergemeinschaft den Deutschen Garten in Almere.

Seit Anfang Juni 2021 steht fest, dass das Landschaftsarchitekturbüro studio grüngrau die Gartenbau-Weltausstellung 2022 in den Niederlanden maßgeblich prägen wird. In einer Bietergemeinschaft mit gtp2 architekten und insglück überzeugten sie die verantwortliche Auswahlkommission. Diese lobte allen voran die inhaltliche und gestalterische Umsetzung. Laut Karl Wessels vom Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft würden Garten und Pavillon eine harmonische Einheit bilden. Das Konzept „BIOTOPIA – Growing Community“ greife das Thema der Floriade Expo 2022 in optimaler Weise auf, so der Generalkommissar des Deutschen Gartens. Besucher*innen, die 2020 die Landesgartenschau Ingolstadt, die Landesgartenschau Überlingen oder die BUGA Erfurt schon besucht haben, dürfen sich also schon auf die Floriade Expo 2022 freuen.

Floriade Expo 2022 – wachsend, grüne Städte

Das Motto der Floriade Expo 2022 lautet „Growing Green Cities“. Die Internationale Gartenbauausstellung Floriade Expo 2022 findet vom 14. April bis 9. Oktober 2022 im niederländischen Almere statt. Sechs Monate lang stellt der niederländische Gartenbausektor grüne Lösungen vor. Sie präsentieren, wie wir unsere Städte unterhaltsamer, lebenswerter und nachhaltiger machen können. Nationale und internationale Beiträge begleiten die Floriade Expo 2022. Somit ist auch Deutschland mit einem Garten vertreten.

 

Siebte Floriade seit 1960

Seit den 1960er-Jahren findet die Internationale Gartenbauausstellung alle zehn Jahre in den Niederlanden statt. 1960 veranstaltete Rotterdam die aller erste Floriade. 1972 folgte die zweite in Amsterdam-Zuid im Amstelpark sowie in einem Teil des Beatrixparkes. 1982 fand ein zweites Mal in Folge die Floriade in Amsterdam statt. 1992 waren Den Haag und Zoetermeer, eine Gemeinde in der Provinz Südholland, dran. 2002 wurde Haarlemmermeer zur Ausrichterin der Floriade 2002. Hier war das Motto „Feel the nature“. 2012 trug die Stadt Venlo – die ganz in Nähe der deutschen Grenze liegt – aus. Das zentrale Thema dort: „Be part of the theatre in nature; get closer to the quality of life“. Und nun, 2022, findet die Floriade Expo 2022 in Almere statt. Almere ist mit 214 757 Einwohner*innen die achtgrößte Gemeinde in der Niederlande. Sie liegt zwischen Amsterdam und der Provinzhauptstadt Lelystad.

Deutscher Garten auf der Floriade Expo 2022

Das Konzept BIOTOPIA von studio grüngrau und Partner*innen definiert sich durch einen Holzpavillon mit begrüntem Atrium. Dieser ist zu vielen Seiten offen und bildet das Herzstück des Deutschen Gartens. Der Pavillon wiederum steht für eine kontinuierlich wachsende und sich wandelnde Stadt. Ganz also im Sinne des Floriade Expo 2022 Mottos – „Growing Green Cities“. Die zweistöckige, kubische Holzkonstruktion mit Dachgarten definiert sich einerseits durch verschiedenartigste Solarpaneele. Andererseits stechen Windkraftturbinen und intensiv begrünten Fassaden heraus. Die Fassade umfasst das 2 000 Quadratmeter große Gartenareal. Im Innenraum des Pavillons finden Besucher*innen dann ein eigenes Biotop. Dieses stellt sich durch verschiedene Bäume, Nutz- und Zierpflanzen, Stauden und Gräser dar. Die Flora zeichnet sich außerdem dadurch aus, dass sie extrem widerstandsfähig gegenüber klimatischen Veränderungen ist.
Darauf aufbauend runden Ruhezonen, Trampolin, Rutsche, eine Bühne sowie ein Restaurant den Entwurf ab. Zudem erzeugt ein Wassernebelfeld eine mystische Atmosphäre.

studio grüngrau plant „florale Ekstase“

Im offiziellen Statement erklärt Prof. Thomas Fenner, es sei dem Büro studio grüngrau ein großes Anliegen das Thema Biodiversität in der Stadt mit voranzubringen. Mit ihrem Konzept für die Floriade Expo 2022 sei es dem Büro gelungen „eine fröhliche durchgrünte Atmosphäre zu erzeugen, die durch eine abwechslungsreiche Vielfalt verschiedenster Pflanzen und Bäume geprägt ist, und in der es Freude macht, den Garten zu erobern“, so der Geschäftsführender Gesellschafter von studio grüngrau. Darüber hinaus sagte er, dass Büro hätte vor Jahren den Begriff der „floralen Ekstase“ geprägt. Diese würden sie mit dem Deutschen Garten auf der Floriade Expo 2022 „in ihrer ganze Fülle präsentieren“.

BMEL verantwortet Konzept

Für den Deutschen Garten der Floriade Expo 2022 ist traditionell das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) verantwortlich. Für die Umsetzung beauftragte das Ministerium die Hamburg Messe und Congress GmbH als Durchführungsgesellschaft.
Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft sitzt auch in der Auswahlkommission, die den Entwurf von studio grüngrau und Partnern mit dem 1. Preis auszeichnete.

Darüber hinaus sind folgende Institutionen Teil der Auswahlkommission:

studio grüngrau gewinnt mit insglück und gtp2 architekten

Gemeinsam mit der Berliner Agentur insglück und den Düsseldorfer gtp2 architekten hat sich studio grüngrau für die Floriade Expo 2022 beworben. In einer Bietergemeinschaft entwarfen sie ihr Konzept BIOTOPIA für den deutschen Garten. Und das folgerichtig erfolgreich.
Das Landschaftsarchitekturbüro studio grüngrau gibt es seit 1971. Zu Beginn hieß das Büro „Bödeker, Boyer, Wagenfeld und Partner“. 2008 bis 2020 machte studio grüngrau unter dem Namen „FSWLA“ auf sich aufmerksam. Seitdem entstanden über 2 500 Landschaftsarchitektur-Projekte. studio grüngrau folgt dem Prinzip Freude. „Wir haben Freude an guter Arbeit und an zeitgemäßen Entwürfen, die auch langfristig höchste Ansprüche erfüllen.“ – heißt es auf der Website.

Als Agentur ist insglück seit der Jahrtausendwende im Bereich Livemarketing und Kommunikation im Raum tätig. Zu ihren Kernkompetenzen Kreation, Konzeption und Inszenierung zählt außerdem ein umfassendes Leistungsportfolio. Und die Agentur bringt EXPO-Erfahrung mit. insglück war an der Umsetzung des Deutschen Pavillons auf der EXPO 2017 in Astana, Kasachstan, beteiligt. Zudem verantwortet die Agentur aktuell die inhaltliche Gestaltung des Kasachischen Pavillons auf der EXPO 2021 in Dubai, in den Vereinigten Arabische Emirate.

Das Architekturbüro gtp2 architekten mit Sitz in Düsseldorf plant und konzipiert seit 1986 unterschiedliche Projekte. Dazu zählen zudem auch Präsentationen, Weltausstellungsbeteiligungen, Ausstellungszentren, Messehallen und temporäre Pavillons. Außerdem bringen gtp2 architekten auch EXPO-Erfahrung mit. Ihr Team war an der Realisation des Deutschen Pavillons auf den Expos 2012 in Yeosu, 2015 in Mailand und 2017 in Astana, sowie des Deutschen Gartens auf der internationalen Gartenbau-Expo 2019 in Peking beteiligt.

Was die umgesetzte Expo zu bieten hat, erfahren Sie hier: Floriade 2022 Almere.

Apropos Expo: Im Mai und Juni 2021 fand die IBA Basel EXPO als Abschluss der IBA Basel 2020 statt. Erfahren Sie mehr über die IBA Basel und die Inhalte der Expo in der zweisprachigen Fachpublikation, die die G+L-Redaktion begleitete.

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Nidda Ufer: Wettbewerb entschieden

Der Siegervorschlag von Gerko Schröder sieht vor, die Nidda wieder zu den Bürger*innen der Stadt zu bringen. Bildquelle: Treibhaus Landschaftsarchitektur Hamburg
Der Siegervorschlag von Gerko Schröder sieht vor, das Nidda Ufer wieder zu den Bürger*innen der Stadt zu bringen. Bildquelle: Treibhaus Landschaftsarchitektur Hamburg

Der Wettbewerbssieger für die Neugestaltung des Nidda Ufers in der gleichnamigen hessischen Stadt ist entschieden: Der Entwurf von Gerko Schröder von Treibhaus Landschaftsarchitektur aus Hamburg hat gewonnen. Wie die Nidda wieder zu einem identitätsstiftenden, sichtbaren und zugänglichen Element im Stadtbild werden soll, lesen Sie hier.

Ein sichtbarer, erlebbarer Fluss

Fünf Büros haben am freiraumplanerischen Realisierungswettbewerb der Stadt Nidda teilgenommen und Vorschlage zur Integration der Gewässerflächen sowie zur Stärkung und Aufwertung des Naherholungsbereichs am Fluss gemacht. Am 27. Juni 2023 fand die Preisverleihung statt, bei der Gerko Schröder, Inhaber von Treibhaus Landschaftsarchitektur Hamburg, den ersten Preis für seinen Entwurf erhielt. Die Ergebnisse des Wettbewerbs sollen nun als Grundlage für die weiteren Planungsschritte dienen.

Das Ziel der Stadt Nidda besteht darin, den gleichnamigen Fluss in der Stadt wieder erlebbar zu machen, und zwar am besten schon zur Landesgartenschau. Diese ist für das Jahr 2027 in Oberhessen geplant. Aufgrund begrenzter Haushaltsmittel ist dafür ein abschnittsweises Vorgehen nötig.

Der Siegerentwurf wurde vom Preisgericht für seine gestalterische Umsetzung gelobt, zu der unter anderem eine Landschaftsbrücke mit Pergola, Sitzstufen am Wasser, eine Kneipp-Anlage, ein Café und ein Spielplatz gehören. Dadurch wird die Nidda wieder sichtbar und erlebbar. Club L94 Landschaftsarchitekten GmbH aus Köln und bierbaum aichele Landschaftsarchitekten Part.GmbB aus Mainz erhielten jeweils einen zweiten Preis. Insgesamt betrug das Preisgeld 45 000 Euro.

Visualisierung der Neugestaltung am Nidda-Ufer. Bildquelle: Treibhaus Landschaftsarchitektur Hamburg
Visualisierung der Neugestaltung am Nidda-Ufer. Bildquelle: Treibhaus Landschaftsarchitektur Hamburg

„Nidda an die Nidda“

Im Jahr 2019 erstellte die Stadt Nidda ein neues städtebauliches Entwicklungskonzept mit dem Leitbild „Nidda – Stadt am Fluß, Erschließung der Potenziale“. Darin geht es darum, die Stadt in baulicher, energetischer, funktionaler und gestalterischer Hinsicht an heutige und zukünftige Anforderungen anzupassen. Eine Aufwertung und Neugestaltung der Freiräume soll die Attraktivität der Region steigern und das Gewässer in das städtische Leben integrieren. Das Wettbewerbsgebiet umfasste daher etwa 2,8 Hektar, wobei es im städtebaulichen Teil insbesondere um mögliche Raumkanten ging.

Derzeit ist der Fluss, der die Stadt eigentlich prägt, durch Mauern und private Flächen sowie nicht zugängliche Uferbereiche geprägt. Nach dem Wettbewerb soll die Nidda künftig zwischen der Krötenburgstraße bis zur Höhe der Berufsschule anders aussehen. Unter dem Titel „Nidda an die Nidda“ schlägt Gerko Schröder vor, die Bürger*innen der Stadt ans Wasser zu holen. Dabei teilte er die Bereiche entlang des Flusses in die Abschnitte Park, urbaner Bereich und Landschaft ein.

Sitzstufen am Ufer sollen die Nidda wieder erlebbar machen. Bildquelle: Treibhaus Landschaftsarchitektur Hamburg
Sitzstufen am Ufer sollen die Nidda wieder erlebbar machen. Bildquelle: Treibhaus Landschaftsarchitektur Hamburg

Abwechslungsreiches Gegenüber der Nidda Ufer

Der Kernbereich vor der historischen Brücke am Eingang zur Altstadt ist heute vorwiegend ein Parkplatz. Sein Potenzial ist im Entwurf von Treibhaus Landschaftsarchitektur Hamburg realisiert, etwa mit Sitzstufen am Wasser, einer Landschaftsbrücke mit Pergola und einem Spielplatz. Ein Fitnessbereich für Erwachsene, eine Kneipp-Anlage und ein Café sowie eine neue Mühlterrasse mit Mühlenpanorama sollen den Park attraktiver machen. Dafür ist es nötig, weniger erhaltenswerte Gebäude abzureißen und eine neue städtebauliche Ordnung zu schaffen.

In Niddas Zentrum soll so ein lebendiger, öffentlicher Ort entstehen, der es möglich macht, den Flussbereich am Nidda Ufer in seiner ganzen Vielfalt zu erleben. Auch eine ökologische Aufwertung ist geplant. Zugleich soll Parkraum zurückgebaut werden, um das Verhältnis zwischen Autos und Fußgänger*innen neu zu ordnen. Laut Treibhaus Landschaftsarchitektur Hamburg soll die Neugestaltung des Flussufers zudem die deutsche Fachwerk- und die deutsche Alleenstraße mit der hessischen Apfelweinroute verknüpfen. Ebenso soll das abwechslungsreiche Gegenüber der beiden Flussufer durch attraktive Aufenthaltsräume erlebbar gemacht werden.

Apropos: Derzeit findet in Fulda die hessische Landesgartenschau 2023 statt.

Der Xiaoxita Forest Park in Yichang, China, verbindet nachhaltige Landschaftsarchitektur mit konsequentem Naturschutz: Alle bestehenden Bäume wurden erhalten und behutsam in die neue Parkgestaltung integriert. Foto: HID via v2com
Der Xiaoxita Forest Park in Yichang, China, verbindet nachhaltige Landschaftsarchitektur mit konsequentem Naturschutz: Alle bestehenden Bäume wurden erhalten und behutsam in die neue Parkgestaltung integriert. Foto: HID via v2com

Mit dem Xiaoxita Forest Park ist in der chinesischen Millionenstadt Yichang ein herausragendes Beispiel für zukunftsweisende Landschaftsarchitektur entstanden. Das vom Planungsbüro HID Landscape Architecture entwickelte Projekt zeigt eindrucksvoll, wie sich ein bestehender Stadtwald durch behutsame Eingriffe ökologisch aufwerten und zugleich als hochwertiger öffentlicher Freiraum neu erschließen lässt. Statt einer umfassenden Neugestaltung stand der respektvolle Umgang mit der vorhandenen Natur im Mittelpunkt – ein Ansatz, der international zunehmend als Vorbild für resiliente Stadtlandschaften gilt.

Stadtwald wird zum nachhaltigen Erholungsraum

Der rund 89 Hektar große Xiaoxita Forest Park liegt im Zentrum des Stadtteils Yiling in Yichang, entlang des Huangbai-Flusses. Über Jahre hinweg litt das Waldgebiet unter unübersichtlichen Wegen, veralteter Infrastruktur und einer zunehmenden Zerschneidung der Landschaft. Ziel der Neugestaltung war es daher, den Wald als wichtige ökologische Grünfläche zu erhalten und gleichzeitig seine Aufenthaltsqualität deutlich zu steigern.

Das Planungsteam folgte dabei konsequent der Leitidee Touching the Earth Lightly“ – die Landschaft sollte möglichst schonend weiterentwickelt werden, ohne ihre natürlichen Strukturen zu beeinträchtigen.

100 Prozent Baumerhalt als Planungsgrundsatz

Ein zentrales Merkmal des Projekts ist der vollständige Erhalt des vorhandenen Baumbestands. Sämtliche heimischen Bäume blieben während der Bauarbeiten erhalten. Neue Wege und Aufenthaltsbereiche wurden ausschließlich in bereits vorhandene Lichtungen integriert, wodurch umfangreiche Erdarbeiten vermieden werden konnten.

Auch bei den verwendeten Materialien setzte das Büro konsequent auf Nachhaltigkeit. Wasserdurchlässige Beläge aus regional gewonnenem Naturstein sowie begrünte Pflasterflächen ermöglichen die natürliche Versickerung von Regenwasser und unterstützen den lokalen Wasserkreislauf.

Renaturierung statt versiegelter Flächen

Ein wesentlicher Bestandteil der Umgestaltung war die ökologische Wiederherstellung zuvor technisch geprägter Bereiche. In enger Abstimmung mit den beteiligten Akteuren wurden ein stillgelegtes Pumpenhaus sowie kaum genutzte Parkplatzflächen zurückgebaut.

Dadurch konnten mehr als 1.200 Quadratmeter versiegelte Fläche wieder in durchlässige Grünflächen umgewandelt werden. Gleichzeitig entstand ein neuer Lebensraumkorridor für Tiere, während sich die Sichtbeziehungen zwischen Stadt und Wald deutlich verbesserten.

Architektur schont Wurzeln und Lebensräume

Auch die neu geschaffenen Bauwerke folgen dem Prinzip minimaler Eingriffe. Besonders markant ist die Mid-Hill Rest Stop, eine erhöhte Aussichtsplattform, die auf schlanken Punktfundamenten ruht. Dadurch werden Bodenverdichtungen vermieden und die empfindlichen Wurzelbereiche der Bäume dauerhaft geschützt.

Von der Plattform eröffnet sich den Besucherinnen und Besuchern ein weiter Blick über die bewaldete Tallandschaft. Selbst die Beleuchtung übernimmt mehrere Funktionen: Die Leuchten wurden zugleich als Nisthilfen für heimische Vogelarten gestaltet und fördern so die Artenvielfalt im Park.

Regionale Natursteine prägen darüber hinaus Wege, Sitzmauern und weitere Gestaltungselemente und stärken die Identität des Ortes.

Ein Park für Natur, Bildung und Gemeinschaft

Heute präsentiert sich der Xiaoxita Forest Park als vielschichtiger Landschaftsraum mit Uferpromenaden, Waldlichtungen und erhöhten Aussichtspunkten. Über 95 Prozent der Vegetation bestehen aus heimischen Pflanzenarten, wodurch die ökologische Qualität des Stadtwaldes langfristig gesichert wird.

Mit mehr als 2.000 Besucherinnen und Besuchern pro Tag erfüllt der Park zugleich wichtige soziale Funktionen. Spaziergänge, Freizeitaktivitäten und Naturerlebnisse finden hier ebenso Platz wie Umweltbildung. Informationstafeln wurden dezent in Natursteinmauern integriert und vermitteln Wissen über Flora, Fauna und ökologische Zusammenhänge, ohne das Landschaftsbild zu beeinträchtigen.

Modellprojekt für resiliente Stadtlandschaften

Der Xiaoxita Forest Park verdeutlicht, dass hochwertige Landschaftsarchitektur nicht zwangsläufig durch spektakuläre Neubauten entsteht. Vielmehr zeigt das Projekt, wie sich vorhandene Naturräume durch sensible Planung, minimale Eingriffe und konsequenten Ressourcenschutz nachhaltig weiterentwickeln lassen.

Mit seinem ganzheitlichen Ansatz verbindet der Park Biodiversität, Klimaanpassung und Aufenthaltsqualität auf beispielhafte Weise. Damit liefert HID Landscape Architecture ein überzeugendes Modell für die Zukunft urbaner Grünräume – eine Landschaft, in der menschliche Nutzung und ökologische Prozesse nicht im Widerspruch stehen, sondern sich gegenseitig stärken.