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Mehr Sicherheit für Kinder im öffentlichen Raum

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Cover „Kinder und Jugendliche im Quartier“

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Kinder nehmen ihre Lebenswelt anders wahr als Erwachsene. Das ist kein Geheimnis. Was aber bedeutet das für ihre Wege in der Stadt? Das Deutsche Institut für Urbanistik hat nun Instrumente entwickelt, um mehr über das Sicherheitsgefühl von Kindern und Jugendlichen zu erfahren. 

Komische Typen an der Ecke, dunkle Wege oder menschenleere Parks, das mögen Kinder und Jugendliche nicht. Ohne viel darüber nachzudenken, meiden sie Räume, in denen sie sich nicht wohl fühlen. Wer junge Menschen aufmerksam durch die Stadt begleitet oder ihren Erzählungen zuhört, der erfährt viel. Der lernt, welche Bereiche Kinder meiden und wie sie ihre Wege ihrem Befinden anpassen. Das engt ihre Lebenswelt oft ein. Und darüber wissen verantwortliche Akteur*innen und Erwachsene bisher leider wenig. Dabei wäre es wichtig und gut, wenn die Polizei, Verantwortliche in der Jugendarbeit und Stadt- und Grünplaner*innen die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen besser kennen. Nur dann können sie sich für kinderfreundliche und sichere Städte engagieren. Nur so kann die Sicherheit von Kindern gestärkt werden.

Kinder und Jugendliche brauchen öffentliche Räume

In den letzten 50 Jahren hat die Selbstständigkeit von Kindern deutlich abgenommen. Dazu tragen einerseits Eltern und ihr Empfinden von Unsicherheit bei. Es liegt in ihren Händen, inwieweit Kinder sich unbeaufsichtigt in der Öffentlichkeit bewegen dürfen. Aber auch Kinder selbst haben Erlebnisse von Unsicherheit, die sie in ihren Leben in der Stadt einschränken. Sie wollen und sollen nicht nur „Kinderorte“ in der Stadt nutzen. Die öffentlich zugänglichen Räume unserer Städte sind die zentralen Spiel- und Freizeitorte für Kinder außerhalb der eigenen Wohnung. Es ist eine Vielfalt von Räumen, die für Kinder und Jugendliche wichtig sind.

Insbesondere Straßen, Plätze, Parks und Freiflächen sind wichtig als selbstständig erfahrbare Aneignungsräume. Im Laufe ihrer Entwicklung erweitern Kinder und Jugendliche ihre räumliche Lebenswelt. Von der eigenen Wohnung dehnt sich der Erfahrungsraum ringförmig aus. Nach und nach erobern Kinder ihr Quartier eigenständig. Dabei wächst im Laufe der Zeit auch das Bedürfnis von Kindern und Jugendlichen nach Rückzugsräumen. Dort werden sie nicht von Erwachsenen kontrolliert. Dort sind Gelegenheiten zum Treffen und zur Auseinandersetzung mit Mitmenschen. Kinder und Jugendliche müssen also Gelegenheit haben und sich vor allem trauen diese Orte im Quartier aufzusuchen. Ein Gefühl von Unsicherheit sollte sie von diesen wichtigen Erfahrungen nicht abhalten. 

Handbuch zur Sicherheit und Kinder

Nun hat das Deutsche Institut für Urbanistik ein Handbuch zum Thema Sicherheit und Kinder erarbeitet. Das Buch stellt zehn Instrumente für mehr Sicherheit von Kindern und Jugendlichen im öffentlichen Räumen dar. Auf praxistaugliche Art und Weise präsentiert es Methoden, die helfen, die Bedürfnisse von Kindern zu erfassen. Dabei spielt die Mitarbeit der Kinder eine große Rolle. Es geht nicht um eine Betrachtung von Expert*innen von außen. Vielmehr präsentiert das Handbuch des Deutschen Instituts für Urbanistik partizipative Methoden. Die helfen gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen das Thema Sicherheit zu besprechen und ihre jeweiligen Bedürfnisse zu ergründen.

Methoden

Das Handbuch des Deutschen Instituts für Urbanistik präsentiert verschiedene Methoden. Sie alle nehmen einen Stadtteil oder ein Quartier in den Blick, also das unmittelbare und tägliche Lebensumfeld von Kindern und Jugendlichen. Erst mit der Konzentration auf den vergleichsweise kleinen Raum, können konkrete Situationen erfasst und mögliche Veränderungen initiiert werden. Sie fragen nach dem wo, dem wann und warum Kinder Unsicherheiten empfinden und erfahren.

Die im Handbuch präsentierten Methoden helfen aber nicht nur Orte mangelnder Sicherheit zu erkennen. Sie erfassen auch die jeweiligen Bewertungen der Kinder und Jugendlichen und helfen diese zu analysieren. Auf diese Weise kann das Thema Kinder und Sicherheit fachübergreifend betrachtet werden. Der Blick aus Kinderaugen hilft, die Lagebilder der Polizei zur verfeinern und die städtebauliche Kriminalprävention zu stärken. Darüber hinaus  tragen die Ergebnisse dazu bei, kommunale Akteur*innen und freier Träger*innen zu informieren und konkrete Maßnahmen zu planen. Denn nur gemeinsam, in Zusammenarbeit von Polizei, Jugendhilfe und Stadtplanung, können sichere und kinderfreundliche Stadtquartiere entstehen. 

Projekt INERSIKI

Das Handbuch und die darin präsentierten Methoden gehen nicht allein auf die Arbeit des Deutschen Instituts für Urbanistik zurück. Vielmehr hat das Institut mit verschiedenen Partner*innen gemeinsam zum Thema Kinder und Sicherheit gearbeitet. Im Rahmen des Projekts INERSIKI kooperierten sie mit der Zentralstelle für Prävention des Landeskriminalamts Berlin, dem Institut für Psychologie der Universität Hildesheim und dem Kinder- und Jugendbüro in Berlin Steglitz-Zehlendorf. Gefördert wurde diese Forschungskooperation zum Thema Kinder und Sicherheit von Bundesministerium für Bildung und Forschung. Über zwei Jahre, von 2019 bis 2021, haben die Beteiligten gemeinsam die Instrumente zu raumbezogenen Sicherheitsbelangen von Kindern und Jugendlichen erarbeitet. Neben dem Handbuch ist im Rahmen des Forschungsprojekts INERSIKI auch eine Website entstanden. Die bietet zusätzliches Material und Mitschnitte von Diskussionen und Vorträgen zum Thema Kinder und Sicherheit.

Sicherheit und Kinder: für viele interessant

Als kostenloses Handbuch unterstützt es all diejenigen, die sich für Kinder in unseren Städten engagieren. Und das sind viele. Sie reichen von Akteur*innen in der städtebaulichen Kriminalprävention, der quartiersbezogenen Polizeiarbeit über die Kinder- und Jugendhilfe, über kommunale Präventionsgremien bis hin zur Stadt- und Freiraumplanung. Aber auch Akteur*innen der Wohnungswirtschaft und zivilgesellschaftlicher Institutionen haben Interesse am Thema Kinder und Sicherheit. Es hilft also all denjenigen, die kriminalpräventive Arbeit für Kinder und Jugendliche ausbauen und deren subjektive Sicherheit in den Blick nehmen wollen. Es unterstützt aber auch all diejenigen, die Kinder und Jugendliche als gleichberechtigte Nutzer*innen des öffentlichen Raums verstehen. Darüber hinaus informiert es all diejenigen, die für alle Bevölkerungsgruppen nutzbare und lebenswerte Räume in den Städten schaffen wollen.

Der öffentliche Raum besitzt viele Nutzungen. Obdachlosigkeit ist eine davon, auch wenn nicht im Bewusstsein der meisten. Aus diesem Grund stellt die aktuelle Ausstellung im Münchner Architekturmuseum der TU „Who’s Next?“ wichtige Fragen nach der Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit von Menschen ohne Wohnung.

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Wir sind Fachmedium des Jahres!

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Die Garten + Landschaft ist Fachmedium des Jahres 2017. Das verkündete die Jury auf dem Kongress der Deutschen Fachpresse in Frankfurt am 17. Mai 2017.

Wissen vermitteln, den Horizont erweitern, Perspektiven bieten und Emotionen wecken – mit Tiefgang, einem modernen Layout und dem Anspruch auf Aktualität. Das muss eine gute Fachzeitschrift können. Und wir haben es jetzt schwarz auf weiß: so ein Medium ist die Garten + Landschaft. Gestern wurden wir auf dem Kongress der Deutschen Fachpresse in Frankfurt als beste Fachzeitschrift des Jahres (bis 1 Mio. Umsatz) ausgezeichnet.

Für journalistische Qualität ausgezeichnet

Die Jury war sich einig: „Die Garten + Landschaft versteht es, den Fachzeitschriftenleser auf einer emotionalen Ebene anzusprechen. Der Titel besticht durch ein großzügiges und opulentes Layout, ohne an Sachlichkeit zu verlieren. Typo und Bilder werden vorbildlich eingesetzt“. Sehr gut gefallen haben der Jury auch die strukturierte Leserführung, die vielfältigen Stilformen und die Rubrik „Snapshots“.

Die Garten + Landschaft befindet sich in guter Gesellschaft. Auch die anderen Preisträger überzeugten die Jury von ihrer journalistischen Qualität: Ausgezeichnet wurden unter anderem die Deutsche Apotheker Zeitung, Miss & Mister Handwerk, DeviceMed, Si und die Website Hofheld vom Deutschen Landwirtschaftsverlag.

Zur Hauptjury gehörten Bernd Adam, Geschäftsführer der Deutschen Fachpresse, Wolfgang Beisler, stellvertretender Sprecher der Deutschen Fachpresse und Geschäftsführer des Carl Hanser Verlags, Jörg Dambacher, geschäftsführender Gesellschafter der RTS Rieger Team Werbeagentur, Prof. Dr. Lutz Frühbrodt, Leiter des Studiengangs „Fachjournalismus mit Schwerpunkt Technik“ an der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt, Stefan Rühling, Vorsitzender der Geschäftsführung der Vogel Business Media und Hans Scheider, Mitgesellschafter der diemedia GmbH.

Hier geht’s zum Probeabo der Garten + Landschaft.

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6-Seen-Wedau: Längste Klimawand der Welt

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Der Bau des neuen Wohngebiets „6-Seen-Wedau – Wohnen am Wasser“ startet mit einem Rekord: Die längste Klimawand der Welt soll entstehen. (Foto: Redaktion Jensen media)
Der Bau des neuen Wohngebiets „6-Seen-Wedau – Wohnen am Wasser“ startet mit einem Rekord: Die längste Klimawand der Welt soll entstehen. (Foto: Redaktion Jensen media)
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Der Bau des neuen Wohngebiets „6-Seen-Wedau – Wohnen am Wasser“ hat begonnen und startet mit einem Rekord: Die längste Klimawand der Welt mit einer Länge von 2,6 Kilometer soll entstehen.

3 000 Wohneinheiten & 40 000 Quadratmeter Natur

Das neue Wohngebiet „6-Seen-Wedau – Wohnen am Wasser“ in Duisburg ist das derzeit größte Stadtentwicklungsprojekt in Nordrhein-Westfalen. Teil des Wohngebiets ist eine 2,6 Kilometer lange und 10 Meter hohe grüne Lärmschutzwand. 13 000 Kletterpflanzen werden die längste Klimawand der Welt ausstatten. Sie soll den künftigen Bewohner*innen von 6-Seen-Wedau Lärmschutz vor dem angrenzenden Bahnverkehr gewähren und zugleich 40 000 Quadratmeter Natur bieten. Darüber hinaus stellt die Klimawand einen geschützten Lebensraum für die in der Region lebenden Zauneidechsen dar.

Das Wohngebiet entsteht auf den ehemaligen Bahnflächen des Rangierbahnhofs Wedau und wird in den nächsten Jahren fertiggestellt. Die Klimawand soll schon Ende 2022 komplett sein. 6-Seen-Wedau wird bis zu 3 000 Wohneinheiten in vier unterschiedlich gestalteten Quartieren bieten.

Foto: Redaktion Jensen media
Foto: Redaktion Jensen media

Die „Rau Klimawand R3“ in 6-Seen-Wedau

Die Klimawand in 6-Seen-Wedau kommt vom Spezialanbieter „Rau Lärmschutzwände“ mit Sitz in Berlin. „Die Lärmschutzwand in Duisburg-Wedau sprengt wirklich alle bisherigen Dimensionen. Toll, dass sich die Stadt und die Duisburger GEBAG als Baugesellschaft für diese besonders nachhaltige und ökologische Lösung des Lärmschutzes entschieden haben“, sagt Henning Knief, Geschäftsführer der Rau Lärmschutzwände – Geosystem GBK GmbH aus Berlin.

Der Luftschalldämmungswert der Klimawand liegt bei 68 dB. Die gesamte Länge des Neubaugebiets ist von der Wand geschützt. Die Bahnstrecke zwischen Duisberg-Wedau und Ratingen ist viel befahren, weshalb der Schutz wichtig ist.

Aber auch die Umweltfreundlichkeit der Wand spielt eine wichtige Rolle. Michael Streck, Projektleiter der GEBAG Flächenentwicklung, sagt dazu: „Die Nähe zur Natur spielt für Investoren und zukünftige Anwohner schon jetzt eine große Rolle: Wir haben über 800 Anregungen von 300 Bürgerinnen und Bürgern in unsere Stadtteilplanung einfließen lassen – viele große Grünflächen sollen das Stadtbild mitprägen. Klar, dass wir auch bei der Wahl unserer Lärmschutzwand eine umweltfreundliche Lösung finden wollten“, so Streck.

Nachhaltiger Bau

Bei der Klimawand in 6-Seen-Wedau ist der Name Programm, denn auch in ihrer Herstellung ist sie ressourcensparend. „Beton ist in der Herstellung wahnsinnig energieaufwändig und entspricht einfach nicht mehr unserem heutigen Verständnis von Ökofreundlichkeit. Für die Füllung unserer Klimawand wurde durch ein kluges Bodenmanagement sowohl zugeliefertes als auch örtlich angefallenes Material verwendet, das bei der Umsetzung des neuen Stadtteils sowieso angefallen wäre“, so Henning Knief.

Dabei wurde lokal gewonnener Erdboden in den Stahlkorb der Mauer gefüllt, was die Begrünung der Mauer durch örtliche Pflanzen begünstigt. Die Kletterpflanzen brauchen nur die übliche anfängliche Pflege und sind danach quasi wartungsfrei. Sie haben außerdem eine lange Lebensdauer von mindestens 80 Jahren und können große Mengen an CO2 aufnehmen. So wird die Wand schon nach wenigen Jahren eine positive Klimabilanz aufweisen.

Zum Schutz der örtlichen Fauna erklärt Michael Streck: „Auf dem Wall wurden Ersatzquartiere für die heimischen Zauneidechsen eingerichtet. Außerdem finden sich im Lärmschutzwall einige Durchlässe für die Zauneidechsen, sodass sie je nach Tageszeit unkompliziert und sicher auf die sonnigere Seite wechseln können.“

Über das Projekt in Duisburg-Wedau

Das neue Wohnquartier in Wedau soll etwa 60 Hektar groß sein und sowohl Miet- als auch Eigentumswohnungen bieten. Das „Team Wedau“ hat über 800 Anregungen von Bürger*innen gesammelt, um das Quartier am Wasserturm, die Neue Gartenstadt, das Seequartier und das Quartier am Uferpark partizipativ zu gestalten. „Wir haben das gesamte Wohngebiet sehr großflächig geplant. Wir wollen nicht nach dem Maximalprinzip alles mit Immobilien zupflastern, sondern den Quartieren mit ihren individuellen Ansprüchen an Wohnen und Architektur genügend Platz zur Entfaltung geben“, so Projektleiter Michael Streck.

Die Sechs-Seen-Platte, die dem neuen Wohngebiet 6-Seen-Wedau seinen Namen gibt, besteht aus dem Masurensee, dem Warmbachsee, dem Böllertsee, dem Wildförstersee, dem Wolfssee und dem Haubachsee in Duisburg-Wedau. Zukünftige Anwohner*innen profitieren von der hohen Freizeitqualität der Umgebung. Das neue Bauprojekt wertet das neue Viertel auf und bietet viele Grün- und Erschließungsflächen, die auch für Investor*innen interessant sind. Zentrale Bauten wie der denkmalgeschützte Ziegelwasserturm bleiben bestehen. Insgesamt soll 6-Seen-Wedau durch die unmittelbare Nähe zur Natur und durch viele Grünflächen geprägt werden – allen voran die längste Klimawand der Welt, die sicherlich auch Besucher*innen von außerhalb anziehen wird.

Nicht nur Lärmschutzwände können klimafreundlich gestaltet werden, sondern auch Dächer. Erfahren Sie hier alles Wichtige zum Thema Dachbegrünung.

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