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Die News im März

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Noch mehr Auszeichnungen für Copenhill

Was passiert in der Welt der Planung? Worüber sprechen Ihren Kolleg*innen morgens an der Kaffeemaschine? In unserer Presseschau fassen wir wöchentlich die wichtigsten Neuigkeiten aus der Landschaftsarchitektur und Stadtplanung für Sie zusammen. Diese Woche: Impfung Rheinauensee mit Effektiven Mikroorganismen, Landschaftsarchitektur-Preis 2021 und das MoMA in New York City berichtet zu Stadtplanung und Rassismus.

Neues Mega-City-Projekt „The Line“. Eine weitere Stadt der Superlative ist in Planung – für eine Million Menschen, ohne Straßen und ohne Emissionen. Dieses Mal in Saudi-Arabien. Wie eine linienförmige Oase soll sie sich durch die saudi-arabische Wüste ziehen: „The Line“ ist der erste Schritt in einem futuristischen Entwicklungsprojekt namens „NEOM“. Die utopisch geplante Bandstadt hat aber bereits die ersten Opfer gefordert. Alles dazu hier.

Baukulturpreis für das Integrationsprojekt „Bellevue di Monaco“. In der Kategorie „Orte für gutes Zusammenleben“ geht der Preis für Baukultur der Metropolregion München dieses Jahr an das Bellevue di Monaco. Die G+L-Redaktion stellt das außergewöhnliche Integrationsprojekt und seinen neuen Dachsportplatz in der aktuellen G+L-Ausgabe vor (und ja, wir sind große Fans). Alles über die Anfänge des Projekts erfahren Sie hier.

Noch mehr Auszeichnungen für Copenhill. Bjarke Ingels und BIG landen mit ihrer Kombination aus Müllverbrennungsanlage und Skipiste einen neuen Coup. In die Liste der zahlreichen Auszeichnungen, zu denen auch der Deutsche Nachhaltigkeitspreis 2019 gehört, reiht sich seit Kurzem eine weitere ein: Copenhill ist BuGG Gründach des Jahres 2020. Alles zum Projekt bei den Kolleg*innen von Baumeister.

Mangelhafter Radfahrkomfort in Rheinland-Pfalz. Alle zwei Jahre beurteilt der ADFC-Fahrradklima-Test die Radfahrertauglichkeit deutscher Städte. Demnach fühlen sich Großstadt-Radfahrer*innen aktuell am sichersten, der Radfahrkomfort in Rheinland-Pfalz gilt als unzureichend. Die Kolleg*innen vor Ort sollten sich vielleicht ein Beispiel an Limburg in Belgien nehmen – hier wird Radfahren zum Erlebnis.

Neues BID für Hamburg

Fortbildungsreihe 2021 – Klimagerechtes Bauen geht weiter. Der bdla Bayern setzt am Dienstag, 23.3., die digitale Reihe „Klimagerechtes Bauen“ fort. Im Vordergrund steht dabei die klimagerechte Bauwerksbegrünung. Der erste Referent ist Eike Richter mit der Frage „Wie kann die Landschaftsarchitektur nachhaltiger werden?“.

Gender Pay Gap in der Planung. Die Bundesarchitektenkammer hat in einer aktuellen Gehaltsstudie mit dem schwungvollen Namen „Geschlechtsspezifische Gehaltsunterschiede bei angestellten Kammermitgliedern“ die Gender Pay Gap in der Architektur untersucht. Alle Ergebnisse und Erkenntnisse finden Sie hier.

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Neues BID für Hamburg. Am Dienstag beschloss der Hamburger Senat die Entwicklung der Carl-Petersen-Straße im Stadtteil Hamm zum Business Improvement District (BID). Hamburg ist mit aktuell 27 BIDs deutscher Vorreiter in Sachen BID. Nach nordamerikanischem Vorbild investieren bei einem BID Grundstückseigentümer*innen privates Kapital in den öffentlichen Raum. Im Falle der Carl-Petersen-Straße sind hieran 350 000 Euro gekoppelt.

Ulmer-Preis 2021 ausgeschrieben. Die Karl-Foerster-Stiftung schreibt auch dieses Jahr wieder den internationalen Ulmer-Preis aus. Die Auszeichnung würdigt Arbeiten von Absolvent*innen und Studierenden, die sich mit der Praxis der Pflanzenverwendung beschäftigen und durch eine kreative und überzeugende Herangehensweise zur Steigerung der Freiraumqualität beitragen. Einreichungen können bis zum 15. Mai abgegeben werden.

Architects for Future im Bundestag

American Beauty. Vergangenen Dezember hatte der damals noch amtierende US-Präsident Donald Trump verordnet, dass amerikanische Staatsarchitektur künftig „beautiful“ sein müsse. Die good news der Woche: Wie die Kolleg*innen von Dezeen berichten, hat nun sein Nachfolger Joe Biden Trumps Executive Order „Promoting Beautiful Federal Civic Architecture“ widerrufen.

Bauwende JETZT im Bundestag. Diesen Montag stellten die Architects for Future im Bundestag die Bauwende-Jetzt-Petition mit insgesamt 57 476 Unterschriften vor und stießen hier auf viel Zuspruch. Die Petition fordert ein grundlegendes Umdenken der Baubranche. Mehr dazu hier bei den Kolleg*innen von NXT A.

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Hier geht es zu den Neuigkeiten im Februar.

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Wir sind Fachmedium des Jahres!

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Die Garten + Landschaft ist Fachmedium des Jahres 2017. Das verkündete die Jury auf dem Kongress der Deutschen Fachpresse in Frankfurt am 17. Mai 2017.

Wissen vermitteln, den Horizont erweitern, Perspektiven bieten und Emotionen wecken – mit Tiefgang, einem modernen Layout und dem Anspruch auf Aktualität. Das muss eine gute Fachzeitschrift können. Und wir haben es jetzt schwarz auf weiß: so ein Medium ist die Garten + Landschaft. Gestern wurden wir auf dem Kongress der Deutschen Fachpresse in Frankfurt als beste Fachzeitschrift des Jahres (bis 1 Mio. Umsatz) ausgezeichnet.

Für journalistische Qualität ausgezeichnet

Die Jury war sich einig: „Die Garten + Landschaft versteht es, den Fachzeitschriftenleser auf einer emotionalen Ebene anzusprechen. Der Titel besticht durch ein großzügiges und opulentes Layout, ohne an Sachlichkeit zu verlieren. Typo und Bilder werden vorbildlich eingesetzt“. Sehr gut gefallen haben der Jury auch die strukturierte Leserführung, die vielfältigen Stilformen und die Rubrik „Snapshots“.

Die Garten + Landschaft befindet sich in guter Gesellschaft. Auch die anderen Preisträger überzeugten die Jury von ihrer journalistischen Qualität: Ausgezeichnet wurden unter anderem die Deutsche Apotheker Zeitung, Miss & Mister Handwerk, DeviceMed, Si und die Website Hofheld vom Deutschen Landwirtschaftsverlag.

Zur Hauptjury gehörten Bernd Adam, Geschäftsführer der Deutschen Fachpresse, Wolfgang Beisler, stellvertretender Sprecher der Deutschen Fachpresse und Geschäftsführer des Carl Hanser Verlags, Jörg Dambacher, geschäftsführender Gesellschafter der RTS Rieger Team Werbeagentur, Prof. Dr. Lutz Frühbrodt, Leiter des Studiengangs „Fachjournalismus mit Schwerpunkt Technik“ an der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt, Stefan Rühling, Vorsitzender der Geschäftsführung der Vogel Business Media und Hans Scheider, Mitgesellschafter der diemedia GmbH.

Hier geht’s zum Probeabo der Garten + Landschaft.

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6-Seen-Wedau: Längste Klimawand der Welt

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Der Bau des neuen Wohngebiets „6-Seen-Wedau – Wohnen am Wasser“ startet mit einem Rekord: Die längste Klimawand der Welt soll entstehen. (Foto: Redaktion Jensen media)
Der Bau des neuen Wohngebiets „6-Seen-Wedau – Wohnen am Wasser“ startet mit einem Rekord: Die längste Klimawand der Welt soll entstehen. (Foto: Redaktion Jensen media)
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Der Bau des neuen Wohngebiets „6-Seen-Wedau – Wohnen am Wasser“ hat begonnen und startet mit einem Rekord: Die längste Klimawand der Welt mit einer Länge von 2,6 Kilometer soll entstehen.

3 000 Wohneinheiten & 40 000 Quadratmeter Natur

Das neue Wohngebiet „6-Seen-Wedau – Wohnen am Wasser“ in Duisburg ist das derzeit größte Stadtentwicklungsprojekt in Nordrhein-Westfalen. Teil des Wohngebiets ist eine 2,6 Kilometer lange und 10 Meter hohe grüne Lärmschutzwand. 13 000 Kletterpflanzen werden die längste Klimawand der Welt ausstatten. Sie soll den künftigen Bewohner*innen von 6-Seen-Wedau Lärmschutz vor dem angrenzenden Bahnverkehr gewähren und zugleich 40 000 Quadratmeter Natur bieten. Darüber hinaus stellt die Klimawand einen geschützten Lebensraum für die in der Region lebenden Zauneidechsen dar.

Das Wohngebiet entsteht auf den ehemaligen Bahnflächen des Rangierbahnhofs Wedau und wird in den nächsten Jahren fertiggestellt. Die Klimawand soll schon Ende 2022 komplett sein. 6-Seen-Wedau wird bis zu 3 000 Wohneinheiten in vier unterschiedlich gestalteten Quartieren bieten.

Foto: Redaktion Jensen media
Foto: Redaktion Jensen media

Die „Rau Klimawand R3“ in 6-Seen-Wedau

Die Klimawand in 6-Seen-Wedau kommt vom Spezialanbieter „Rau Lärmschutzwände“ mit Sitz in Berlin. „Die Lärmschutzwand in Duisburg-Wedau sprengt wirklich alle bisherigen Dimensionen. Toll, dass sich die Stadt und die Duisburger GEBAG als Baugesellschaft für diese besonders nachhaltige und ökologische Lösung des Lärmschutzes entschieden haben“, sagt Henning Knief, Geschäftsführer der Rau Lärmschutzwände – Geosystem GBK GmbH aus Berlin.

Der Luftschalldämmungswert der Klimawand liegt bei 68 dB. Die gesamte Länge des Neubaugebiets ist von der Wand geschützt. Die Bahnstrecke zwischen Duisberg-Wedau und Ratingen ist viel befahren, weshalb der Schutz wichtig ist.

Aber auch die Umweltfreundlichkeit der Wand spielt eine wichtige Rolle. Michael Streck, Projektleiter der GEBAG Flächenentwicklung, sagt dazu: „Die Nähe zur Natur spielt für Investoren und zukünftige Anwohner schon jetzt eine große Rolle: Wir haben über 800 Anregungen von 300 Bürgerinnen und Bürgern in unsere Stadtteilplanung einfließen lassen – viele große Grünflächen sollen das Stadtbild mitprägen. Klar, dass wir auch bei der Wahl unserer Lärmschutzwand eine umweltfreundliche Lösung finden wollten“, so Streck.

Nachhaltiger Bau

Bei der Klimawand in 6-Seen-Wedau ist der Name Programm, denn auch in ihrer Herstellung ist sie ressourcensparend. „Beton ist in der Herstellung wahnsinnig energieaufwändig und entspricht einfach nicht mehr unserem heutigen Verständnis von Ökofreundlichkeit. Für die Füllung unserer Klimawand wurde durch ein kluges Bodenmanagement sowohl zugeliefertes als auch örtlich angefallenes Material verwendet, das bei der Umsetzung des neuen Stadtteils sowieso angefallen wäre“, so Henning Knief.

Dabei wurde lokal gewonnener Erdboden in den Stahlkorb der Mauer gefüllt, was die Begrünung der Mauer durch örtliche Pflanzen begünstigt. Die Kletterpflanzen brauchen nur die übliche anfängliche Pflege und sind danach quasi wartungsfrei. Sie haben außerdem eine lange Lebensdauer von mindestens 80 Jahren und können große Mengen an CO2 aufnehmen. So wird die Wand schon nach wenigen Jahren eine positive Klimabilanz aufweisen.

Zum Schutz der örtlichen Fauna erklärt Michael Streck: „Auf dem Wall wurden Ersatzquartiere für die heimischen Zauneidechsen eingerichtet. Außerdem finden sich im Lärmschutzwall einige Durchlässe für die Zauneidechsen, sodass sie je nach Tageszeit unkompliziert und sicher auf die sonnigere Seite wechseln können.“

Über das Projekt in Duisburg-Wedau

Das neue Wohnquartier in Wedau soll etwa 60 Hektar groß sein und sowohl Miet- als auch Eigentumswohnungen bieten. Das „Team Wedau“ hat über 800 Anregungen von Bürger*innen gesammelt, um das Quartier am Wasserturm, die Neue Gartenstadt, das Seequartier und das Quartier am Uferpark partizipativ zu gestalten. „Wir haben das gesamte Wohngebiet sehr großflächig geplant. Wir wollen nicht nach dem Maximalprinzip alles mit Immobilien zupflastern, sondern den Quartieren mit ihren individuellen Ansprüchen an Wohnen und Architektur genügend Platz zur Entfaltung geben“, so Projektleiter Michael Streck.

Die Sechs-Seen-Platte, die dem neuen Wohngebiet 6-Seen-Wedau seinen Namen gibt, besteht aus dem Masurensee, dem Warmbachsee, dem Böllertsee, dem Wildförstersee, dem Wolfssee und dem Haubachsee in Duisburg-Wedau. Zukünftige Anwohner*innen profitieren von der hohen Freizeitqualität der Umgebung. Das neue Bauprojekt wertet das neue Viertel auf und bietet viele Grün- und Erschließungsflächen, die auch für Investor*innen interessant sind. Zentrale Bauten wie der denkmalgeschützte Ziegelwasserturm bleiben bestehen. Insgesamt soll 6-Seen-Wedau durch die unmittelbare Nähe zur Natur und durch viele Grünflächen geprägt werden – allen voran die längste Klimawand der Welt, die sicherlich auch Besucher*innen von außerhalb anziehen wird.

Nicht nur Lärmschutzwände können klimafreundlich gestaltet werden, sondern auch Dächer. Erfahren Sie hier alles Wichtige zum Thema Dachbegrünung.

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