13.02.2022

Wettbewerbe

Blauer Kompass – Bundespreis ausgelobt

von Juliane von Hagen

Blauer Kompass: Klimawandel unübersehbar

An vielen Orten wird nach guten, innovativen Lösungen gesucht, um den Folgen des Klimawandels zu begegnen. Der Bundespreis Blauer Kompass zeichnet vorbildliche Projekte in den Bereichen zur Klimavorsorge und Anpassung aus. Er ist die höchste staatliche Auszeichnung, die in Deutschland in diesem Bereich verliehen wird. Nun wurde er neu ausgelobt. Mehr dazu hier.

Vorsorge und Anpassung an die Folgen des Klimawandels sind derzeit zentrale Themen. Vor diesem Hintergrund loben auch das Bundes­ministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz und das Umweltbundesamt in diesem Jahr wieder gemeinsam einen Wettbewerb aus. Sie suchen innovative, wirksame und nachhaltige Lösungen für die Vorsorge und die Anpassung an die Folgen der globalen Erwärmung. Die Gewinner*innen des Wettbewerbs werden mit dem Blauen Kompass ausgezeichnet. Das ist die höchste staatliche Auszeichnung in Deutschland, die vorbildliche Projekte der Klimaanpassung kürt.

Die Folgen, die das bereits veränderte Klima bringt, sind auch in unseren Breiten spürbar. Lange kamen Katastrophenmeldungen aus weiter Ferne. Aber spätestens seit dem Hochwasser 2021 gehören Starkregenereignisse mit ihren massiven Folgen zum deutschen Alltag. Auch hierzulande werden extreme Wettereignisse häufiger vorkommen und auch hier haben sie oft schlimme Folgen. Schreitet der Klimawandel ungebremst fort, entstehen viele Risiken für unsere Gesellschaft. Dazu gehören große Regenmengen genauso wie Hitze und Trockenheit im gesamten Bundesgebiet. Es ist also mehr als an der Zeit, dass wir die Freiräume unserer Städte umfassend und effektiv an die Folgen der Erderhitzung anpassen. Und wer das bereits getan hat, den will der Blaue Kompass honorieren. Der Bundespreis zeichnet diejenigen Projekte aus, die innovative, wirksame und nachhaltige Lösungen vor Ort realisiert haben.

Auszeichnung für Innovatives

Der Bundespreis Blauer Kompass ist dem Bundesumweltministerium und dem Umweltbundesamt ein wichtiges Anliegen. Sie wollen gemeinsam Projekte auszeichnen und präsentieren, die sich der Herausforderung Klimawandel stellen. Dabei sind klimaresiliente Produkt- und Fertigungskreisläufe genauso von Interesse wie innovative Konzepte zum Umgang mit neuen Krankheitserregern und invasiven Arten. Aber auch der klimaangepasste Einsatz von Pflanzenschutzmitteln ist von Bedeutung, so wie renaturierte Moore und Wälder oder naturbasierte Maßnahmen zur Starkregenvorsorge. Der Blaue Kompass wird verschiedene Projekte und Maßnahmen zur Vorsorge und Anpassung an die Folgen der Erderhitzung auszeichnen.

Bewerbungsfrist endet im März 2022

Die neue Bundesumweltministerin Steffi Lemke sieht in Klimavorsorge und Klimaanpassung dringende Zwillingsaufgaben. Sie erkennt an, dass Kommunen in diesem Bereich derzeit besonders gefordert sind. Deshalb will der Bund den Kommunen mit Förderung, Beratung und Kompetenzaufbau vor Ort zur Seite stehen. Und mit dem Bundespreis Blauer Kompass will die Bundesregierung bewusst nach Lösungen suchen, die zum Nachahmen auffordern. Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld in Höhe von 25 000 Euro dotiert. Insgesamt honoriert der Bundespreis Bluer Kompass Projekte von privaten und kommunalen Unternehmen, von Bildungs- und Forschungseinrichtungen und Vereinen, Verbänden und Stiftungen. Erstmals können sich aber auch Kommunen in einer eigenen Kategorie bewerben. Also sind Städte, Gemeinden und auch Landkreise 2022 aufgerufen, ihre innovativen Projekte beim Wettbewerb, um den Blauen Kompass einzureichen. Für alle Einreichungen endet die Bewerbungsfrist am 25. März 2022. Bewerbungen sind online einzureichen.

 

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Blauer Kompass – Bewertungskriterien

Die Auswahl der besten Projekte erfolgt anhand verschiedener Kriterien. Dazu gehört zunächst die Wirksamkeit von Projekten. Zudem honoriert der Preis Blauer Kompass Vorhaben, die hinsichtlich Vorsorge und Umgang mit den Folgen des Klimawandels erfolgversprechend sind. Darüber hinaus ist die finanzielle Tragbarkeit von Belang. Der Bundespreis Blauer Kompass sucht Maßnahmen, die ein positives Kosten-Nutzen-Verhältnis aufweisen.

Ein weiteres Kriterium bei der Auswahl der Preisträger*innen ist zudem das Thema Nachhaltigkeit. Honoriert werden vor allem Projekte, die zu einer dauerhaften umwelt-, sozial- und zukunftsgerechten Entwicklung der Gesellschaft beitragen. Die Jury schaut außerdem auf positive Nebeneffekte. Willkommen sind realisierte Ideen, die neben dem Zweck der Klimaanpassung und -vorsorge auch weitere positive Effekte bezüglich Umwelt und Gesellschaft generieren. Auch das Kriterium der Flexibilität ist von Belang. Hier fragt der Bundespreis Blauer Kompass, ob das Projekt an veränderte Rahmenbedingungen angepasst, weiterentwickelt oder gegebenenfalls sogar rückgängig gemacht werden kann. Schließlich spielt Robustheit als Auswahlkriterium eine Rolle. Der Bundespreis legt Wert darauf, dass Projekte mit Unsicherheiten hinsichtlich der zukünftigen Klimaänderung umgehen können.

Nominierung und Online-Voting zum Publikumspreis

Im Frühsommer 2022 werden die Auslober*innen des Bundespreis Blauer Kompass, also das Bundesumweltministerium und das Umweltbundesamt, insgesamt zwanzig Projekte für den Preis nominieren. Im Anschluss, etwa Ende Juni 2022, wählt dann eine Jury mit Expert*innen des Bundesumweltministeriums, des Umweltbundesamtes, der Kommunalen Spitzenverbände, der Wirtschaft, Forschung, dem Ehrenamt und der Klimakommunikation aus den nominierten Projekten Gewinner*innen aus. Darüber hinaus wird ein Publikumspreis vergeben. Welches Projekt diesen erhält, darüber entscheidet die Öffentlichkeit. Ab dem 18. Mai 2022 findet ein Online-Voting statt. In diesem können Interessierte drei Wochen lang über das beste Projekt abstimmen.

Blauer Kompass – Preisverleihung

Der Bundespreis Blauer Kompass ist mit einem Preisgeld in Höhe von 25 000 Euro je Preisträger*in dotiert. Insgesamt zeichnet der Bundespreis fünf Projekte aus. Die feierliche Preisverleihung findet am 16. September 2022 im Bundesumweltministerium statt. Die Gewinner*innen erhalten dann eine besondere Trophäe und Unterstützung in ihrer Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Darüber hinaus werden Kurzfilme zu allen ausgezeichneten Projekten produziert, die die Gewinner*innen des Bundespreis Blauer Kompass auch für ihre Kommunikation nutzen können.

Hier geht es zu den Gewinner*innen 2020.

Auch interessant: 2022 wird der Bundespreis Stadtgrün mit Fokus auf „Klimaanpassung“ zum zweiten Mal verliehen. Die Bewerbungsfrist läuft bis Anfang April 2022. Alles dazu hier: Bundespreis Stadtgrün 2022.

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