08.04.2022

Aktuelles

Stephan Lenzen, neuer Präsident des bdla

von Magdalena Schmidkunz
Das bdla Präsidium (v.l.n.r.): Franz Reschke

Das bdla Präsidium (v.l.n.r.): Franz Reschke

Der bdla wählte am 1. April 2022 eine neue Verbandsspitze: Prof. Stephan Lenzen tritt als neugewählter bdla-Präsident die Nachfolge von Till Rehwaldt an. Stephan Lenzen und sein Präsidium plädieren für einen Paradigmenwechsel in der Baukultur und erinnern an die Verantwortung der Landschaftsarchitektur für den Klimaschutz.

Am 1. April fand die alljährliche Beiratssitzung des Bundes Deutscher Landschaftsarchitekten bdla auf Schloss Dyck statt. Ein wichtiger Tagespunkt der Sitzung war die Neuwahl der Verbandsspitze für die nächste dreijährige Wahlperiode. Nach acht Jahren legte der 55-jährige Till Rehwaldt sein Amt als Präsident des bdla nieder. Seine Nachfolge tritt nun Prof. Stephan Lenzen, Inhaber von RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten, an. Er hatte zuvor das Amt des Vizepräsidenten inne, für das am 1. April 2022 Timo Herrmann, bbz landschaftsarchitekten, kandidierte. Die Beiratsmitglieder bestätigten seine Kandidatur schließlich einstimmig.

Das bdla Präsidium (v.l.n.r.): Franz Reschke
Der neugewählte bdla-Präsident Prof. Stephan Lenzen (Foto: Peter J. Kierzkowski)

„Wir verhandeln und bearbeiten Zukunftsthemen“, bdla-Vizepräsident

Der neugewählte bdla-Präsident Stephan Lenzen machte in seiner Ansprache die Rolle der Landschaftsarchitektur für die aktuellen Herausforderungen deutlich. Nach ihm führe der Wunsch nach Wachstum in eine Sackgasse. Es müsse in den nächsten Jahren vorrangig um Reduktion in der Landschaftsarchitektur gehen: „Diese reduzierte Transformation der Umwelt braucht unsere Kreativität, braucht unsere Fantasie, unseren Entwurf. Es geht darum, perspektivisch zu denken – etwas, dass uns Landschaftsarchitekten aus der Pflanzenverwendung bestens vertraut ist. Unsere Visionen und Konzepte für Städte, urbane und ländliche Freiräume, grün-blaue Infrastruktur, Mobilitäts-Infrastruktur, Wohn- und Arbeitswelten, für Parks, Gärten und Plätzen entscheiden mit darüber, ob die Menschen es schaffen werden, stärker im Einklang mit der Umwelt zu leben“, heißt es in der Rede von Stephan Lenzen.

Der neue bdla-Vizepräsident Timo Hermann (Foto: Peter J. Kierzkowski)

Erst vor Kurzem bestätigte der Weltklimarat in seinem aktuellen Bericht die Bedeutung der Städte für die Emissionsreduzierung und den Klimaschutz. Die Profession der Landschaftsarchitektur sei in der Pflicht ihren Beitrag für die Transformation der Stadträume, der Verkehrs- sowie Lebensräume zu leisten, so der neue bdla-Präsident.

Irene Burkhardt
Das bdla Präsidium (v.l.n.r.): Franz Reschke, Irene Burkhardt, Stephan Lenzen, Timo Hermann, Gudrun Rentsch und Jens Henningsen (Foto: Peter J. Kierzkowski)

Stephan Lenzen nennt drei wichtige Aufgaben für die nächsten drei Jahre

Auch der Vizepräsident Timo Hermann betonte die Verantwortung der Landschaftsarchitektur in Zeiten des Klimawandels: „Wir verhandeln und bearbeiten Zukunftsthemen: Landschaftsarchitektur als Wandlungsprozess zu mehr Nachhaltigkeit. Die Fragen der Baumwende zu mehr Werthaltigkeit, Ressourcenschonung sowie ökologische Belange müssen in unserem Berufsfeld bei Bau, Betrieb und Rückbau stärkere Berücksichtigung finden.“ Die Landschaftsarchitekt*innen zusammen mit Architekt*innen und Stadtplaner*innen sind Teil des CO2-intensiven Sektors Bau. Die planenden Disziplinen seien daher aufgefordert, eine Vorreiterrolle in Sachen Klimaschutz einzunehmen, lautete eine Forderung des bdla-Präsidiums auf der vergangenen Beiratssitzung.

Das Präsidium unter Stephan Lenzen möchte in den nächsten drei Jahren folgende Aufgaben forcieren:

Hier erfahren Sie mehr über Stephan Lenzen und seine Arbeit: RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten werden zum Beispiel die Planungen für die Landesgartenschau in Neuss übernehmen.

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