Zwei hohe Stapel Zeitungen mit unterschiedlich farbigem Papier, Foto: Waldemar via Unsplash
Foto: Waldemar via Unsplash

Auf der Suche nach Nachrichten aus der Planung, aktuellen Diskussionen und Neuigkeiten in der Branche? Hier werden Sie fündig: Die News aus dem Mai 2023 gut sortiert zum Nachlesen.

Die Maiausgabe der G+L war das zweite Heft aus unserer diesjährigen Stadt-Spezial-Serie. Darin ging’s um das Thema Parken in der Stadt: In dem Heft suchen wir nach neuen Ideen fürs Parken und stellen Vorreiterprojekte sowie -systeme vor, die zeigen, wie Parkflächen heute eigentlich aussehen sollten. Neugierig geworden? Die Maiausgabe gibt’s hier im Shop.

Das dritte und abschließende Heft unser Serie ist auch schon da: Im Juni widmen wir uns dem Thema Hitze in der Stadt. Einen Einstieg ins Thema gibt Chefredakteurin Theresa Ramisch in ihrem Editorial. Das Heft gibt’s bei uns im Shop – genauso wie die ganze Serie.

Preise

Deutscher Landschaftsarchitektur-Preis 2023 vergeben: Der Deutsche Landschaftsarchitektur-Preis 2023 geht an das Projekt „Neue Ufer Überlingen“ vom Büro relais Landschaftsarchitekten. Außerdem gab es Auszeichnungen in neun weiteren Kategorien. Welche Projekte und Büros die Auszeichnungen erhielten und was die Planer*innen von relais Landschaftsarchitekten in Überlingen umsetzten, lesen Sie hier.

Wettbewerb Gärten des Jahres 2024 ausgelobt: Der Callwey Verlag sucht, zusammen mit G+L und weiteren Partnern, auch dieses Jahr die Gärten des Jahres 2024. Der Wettbewerb zeichnet die schönsten Privatgärten im deutschsprachigen Raum aus. Darüber hinaus werden auch Produkte und Gartenfotografien prämiert. Beiträge können bis einschließlich dem 5. Juli 2023 eingereicht werden. Mehr Infos dazu gibt‘s hier.

Landschaftsarchitektur-Preis Baden-Württemberg 2024 ausgelobt: Es ist wieder soweit. Der Bund Deutscher Landschaftsarchitekt:innen (bdla), Landesverband Baden-Württemberg e.V., lobt den Baden-Württembergischen Landschaftsarchitektur-Preis 2024 aus. Reichen Sie Ihre Arbeiten noch bis zum 23. Juni 2023 um 24:00 Uhr ein. Mehr zur Bewerbung finden Sie hier.

Wettbewerbe und neue Projekte

Krebs und Herde gewinnen in Uetikon am See: Auf dem Gelände einer ehemaligen Chemiefabrik in der Schweiz entsteht bald ein großer öffentlicher Park. Hierzu lobte die Baudirektion Kanton Zürich, vertreten durch das Hochbauamt, mit der Gemeinde Uetikon am See den Projektwettbewerb „Seeuferpark CU-Areal Uetikon am See“ aus. Wie das Gewinner*innenteam mit dem geschichtsträchtigen Standort Seeuferpark Uetikon umgeht, erfahren Sie hier.

Neue Mitte in Erfurt: Im Südosten Erfurts läuft derzeit das größte Stadtentwicklungsprojekt der Landeshauptstadt. Hier sollen bis 2060 soziale Einrichtungen, Sport- und Freizeitflächen, Grünflächen, Straßen und Wege neu- oder umgestaltet werden. In dem städtebaulichen Wettbewerb „Neue Mitte Erfurt Südost“ sollten Planungsbüros dafür die Ortsteile Melchendorf, Wiesenhügel und Herrenberg verbinden. Nun ist der Wettbewerb entschieden. Wer das Siegerbüro ist und was der Entwurf vorsieht, lesen Sie hier.

Die Moosach soll in Freising wieder erlebbar werden: Im Auftrag der Stadt Freising untersuchte das Büro BEM aus München im Rahmen eines Freiraumkonzepts, mithilfe welcher konkreter Maßnahmen der Fluss wieder zugänglich gemacht werden kann. Begleitet wurde das Büro in einem intensiven Prozess von den Landschaftsarchitekt*innen aus dem Stadtplanungsamt: Daniela Süss und Jonas Bellingrodt. Mehr dazu erfahren Sie in Kürze hier.

MVRDV setzt in Heilbronn eckig in rund: Das niederländische Architekturbüro MVRDV plant in Heilbronn einen Stadtteil für die Künstliche Intelligenz. Derzeit wird die Fläche noch landwirtschaftlich genutzt. Aber in den kommenden Jahren soll mit dem KI-Park Heilbronn ein Hotspot für die Entwicklung innovativer KI-Produkte entstehen. Wie das aussehen soll, sehen Sie hier.

Daniel Libeskind baut Ulm ein neues Wahrzeichen: Der US-amerikanische Star-Architekt Daniel Libeskind unterzeichnete einen Vertrag für die Zusammenarbeit mit dem Albert Einstein Discovery Center in Ulm. Er verantwortet damit das neue Ulmer Erlebniszentrum rund um den in Ulm geborenen, jüdischen Physiker Albert Einstein. Der Bau soll bis 2029 stehen – pünktlich zum 150. Geburtstag von Albert Einstein. Mehr dazu in Kürze hier.

Veranstaltungen und Ausstellungen

Weltkongress Gebäudegrün; Im Juni 2023 findet der Weltkongress Gebäudegrün statt, nachdem der ursprüngliche Termin im Jahr 2020 abgesagt werden musste. Der Kongress in Berlin und online befasst sich drei Tage lang mit allen Themen rund um die Gebäudebegrünung. Mehr dazu lesen Sie hier.

Von Gärten und ihren Menschen: In Wien lässt sich derzeit in einer Ausstellung in der Österreichischen Nationalbibliothek durch die Geschichte der Gartenkunst und Landschaftsarchitektur wandeln. Exponate aus dem Bestand der Bibliothek führen durch historische und zeitgenössische Gärten und Parks, möchten Geschichten der Personen erzählen, die sie entwarfen, pflegten oder anders mit ihnen in Verbindung standen. Die gezeigten Objekte sind vielfältig, von Originalplänen und -zeichnungen über Kupferstiche bis hin zu Fotografien und Ansichtskarten. Die Schau im Prunksaal der ÖNB läuft noch bis zum 5. November. Mehr dazu in Kürze hier.

Gesellschaft und Personen

Nachruf auf Georg Penker: Mehr als 65 Jahre lang führte der Landschaftsarchitekt Georg Penker sein Neusser Planungsbüro und war im Laufe der Jahrzehnte einer der bedeutendsten Landschaftsarchitekten in Nordrhein-Westfalen geworden. Nun ist er kurz vor Vollendung seines 97. Lebensjahres verstorben. Ein Nachruf.

Mehr in den Klimaschutz investieren: Das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) hat im Auftrag der KfW-Bank eine Analyse zu Klimamaßnahmen in Kommunen durchgeführt. Diese zeigt, dass eine große Lücke zwischen geplanten Investitionen und tatsächlich durchgeführten Maßnahmen besteht. Wie lässt sich diese schließen? Einen Blick auf die Ergebnisse der Studie werfen wir hier.

Cityscaper bei Höhle der Löwen: Anfang April 2023 hat sich cityscaper im Fernsehformat „Höhle der Löwen“ vorgestellt. Das innovative Start-up spezialisiert sich auf Bauvisualisierungen und Projektentwicklung. Das Besondere daran: Hier wird die erste Augmented-Reality-Applikation für Hochbau und Stadtplanung angeboten. Mehr zum Thema finden Sie in hier.

Tag der Städtebauförderung: Am 13. Mai 2023 feierten 565 Städte und Gemeinden in Deutschland den Tag der Städtebauförderung. Auch die Landeshauptstadt Düsseldorf war dabei: Im Fokus stand das Stadtteilprojekt „Garath 2.0“. Mehr dazu lesen Sie hier.

Sie möchten noch mehr nachlesen? Werfen Sie einen Blick in unsere Presseschau für den März 2023.

Das könnte Sie auch interessieren
Ein Wasserplan für Rotterdam
Die Nachhaltigkeitsinitiative Build the Change von Lego. Bildquelle: ©2022 The LEGO Group. All rights reserved. LEGO and the LEGO logo are trademarks and/or copyrights of the LEGO Group.
LEGO: Nachhaltigkeit im Unternehmen
Der Amazonas-Regenwald steht vor Bedrohungen wie Abholzung und Biodiversitätsverlust. Aber es gibt auch Ansätze, um ihn zu schützen. Bildquelle: Unsplash
Amazonas Regenwald: Bedrohungen und Potenziale
Ein Detail von Belag und Freiraummaterial zum Thema Ökopflaster vor und Nachteile
Ökopflaster vor und Nachteile: Eigenschaften, Verlegung und Einsatz
Die Januarausgabe der G+L beschäftigt sich mit dem Thema Baukrise in Deutschland. Coverbild: Amanda Kloska via Unsplash
Deutschland in der Baukrise? – Die G+L im Januar 2024
graustufenfoto-eines-tunnels-PONa8ohVIro
Elektroinfrastruktur als Planungsgrundlage – wie Ladesäulen Städte strukturieren
„Die IBA Basel hat dem Projekt ‚Trois Pays à Velo‘ Schwung gegeben“
Der Deutsche Städtebaupreis 2025 sucht nach innovativen, zukunftsweisenden Projekten. Die Bewerbung ist bis zum 30.09.2024 möglich.
Deutscher Städtebaupreis 2025: Aufruf zur Bewerbung
Die Blumenstadt Erfurt hat sich für die BUGA 2021 herausgeputzt: Im Festungsgraben des Petersbergs erstreckte sich im Frühling ein Blumenmeer. Der Petersberg ist – neben dem egapark – einer der beiden Hauptschauplätze der BUGA. (Foto: BUGA Erfurt 2021)
Thüringen: die G+L im August 2021
kuratiert von Kulturprojekte Berlin
Unvergessener Bewegungsmoment

Wettbewerbsausschreibung für das ‘International Garden Festival 2019’

Jedes Jahr präsentiert das internationale Garten Festival in Quebec temporäre Gärten. Das International Garden Festival 2019 gilt als eines der Wichtigsten seiner Art in Nord Amerika. Zum 20. Jubiläum suchen die Veranstalter bis zum 20. Dezember Entwürfe, die das Festivalgelände ab Juni 2019 zeigen wird.

Das diesjährige Thema der Gärten ist „Terrain de Jeu“. Das Spielfeld oder Spielplatz soll Raum für Kreativität auf kompakten Grundstücken bieten. Innerhalb der vorgegebenen Parzellen, können sich die Teilnehmer Konzepte zu kreativem Spiel überlegen. Die Entwürfe sollen spielerisch sein, ohne dabei kindisch zu wirken, und abenteuerlich ohne dabei gefährlich zu sein. Teilnehmen können Landschaftsarchitekten, Architekten, Künstler oder interdisziplinäre Teams.

Dieses Jahr neu: Raum für junge Talente

Für die Jubiläumsausgabe des Festivals führen die Organisatoren ein Parallelprogramm für junge Designer ein. Den Sommer über bietet das Programm ein Sommercamp für experimentelle Landschaftsarchitektur. Dieser Wettbewerb ist offen für Studenten unterschiedlichster Fächer.

Interessenten haben bis zum 20. Dezember 2018 Zeit Ihre Entwürfe einreichen. Mehr Informationen zu den beiden Wettbewerben finden Sie hier.

 

Zweifellos. Aktivistische Stadtplanung in 13 Briefen (Ton Matton)
Zweifellos. Aktivistische Stadtplanung in 13 Briefen (Ton Matton)(Cover: JOVIS Verlag GmbH)

Das Buch „Zweifellos. Aktivistische Stadtplanung in 13 Briefen“ ist eine Sammlung thematisch diverser Briefe von dem Stadtplaner und performativen Urbanist Ton Matton. In diesem geht er auf generelle Entwicklungen und eigene Erfahrungen bei Stadtplanungsprozessen ein. Was die beste Aussage des Buches ist und mit welchem Wissen man nach dem Lesen angeben kann, fasst Julia Treichel in ihrer Buchrezension zusammen.

Worum es in Zweifellos von Ton Matton geht:

In 13 Briefen reagiert Künstler und Urbanist Ton Matton auf generelle Entwicklungen und persönliche Erfahrungen rund um Stadtplanungsprozesse. Er beginnt die Sammlung mit einem Auszug aus seinem Bewerbungsschreiben für die Professur space&designSTRATEGIES an der Kunstuniversität Linz. Er endet mit einem Brief zu seinem Austritt. Dazwischen richtet er Post an Abgeordnete, persönliche Bekannte oder auch Angela Merkel. In seinen Briefen behandelt er Themen wie die Energiewende, Migration und Flucht, Identitäten, Natur und Ökosysteme oder Neoliberalismus und Demokratie gleichermaßen. In klugen Beobachtungen kommentiert er Geschehnisse. Und trägt Gestaltungsvorschläge für eine bessere Welt vor. Mit scharfer Zunge, jedoch stets selbstkritisch.

Was Ton Matton auszeichnet:

Prof. Ton Matton ist Stadtplaner und performativer Urbanist aus Rotterdam. An der Kunstuniversität Linz hatte er die Professur für Raum- und Designstrategien inne. Im mecklenburgischen Wendorf lebt und lehrt er ein neues Paradigma von Stadt und Land. Durch unkonventionelle Rauminterventionen erlangte er internationale Bekanntheit und ist als Redner in Architektur- und Stadtplanungsdebatten gefragt.

Das ist die beste Aussage:

„Demokratie heißt oder hieß nicht, dass die Mehrheit gewinnt, sondern eher, dass die Mehrheit sich auch um die Minderheit kümmert.“

Das ist eine Aussage, die zum Nachdenken anregt:

„Die Aufgabe einer Universität ist es nicht, auf jede Frage sofort eine Antwort zu finden, sondern die Frage zunächst einmal genauer zu durchdenken und auf langfristige Sicht zu präzisieren.“

Der Klappentext wird eher nicht erfüllt, weil:

…er mehr eine allgemeine Einstimmung zum Thema Klima Resilienz gibt und eher wenig Auskunft über den tatsächlichen inhaltlichen Aufbau des Buches als Orts- und Projektsammlung.

Mit diesem Wissen aus dem Buch kann man angeben:

Zum Beispiel, auf welch vielfältige Weise sich Globalisierung zeigt. Matton sprach in Mali mit einer Künstlerin, die ihren Schmuck unter dem Label „Lokales Handwerk“ verkauft, diesen aber aus geschmolzenen chinesischen Flipflops herstellt, weil es günstiger ist.

Mehr Trend als Klassiker, weil:

…es einen sehr persönlichen Blick Mattons auf seine Projekte und seine Wahrnehmung der Gesellschaft zeigt.

Haptik:

Das Buch kommt im DinA6-Format daher, klein und kompakt für unterwegs.

Design:

Das grell-orangene Cover zieht Blicke auf sich. Die Schrift im Inneren ist orange auf weiß gut lesbar, wobei die Texte den Leser*innen durch die Farbwahl geradezu alarmierend ansprechen.

Lesefluss:

Ton Matton gelingt es, seine Briefe gleichzeitig klug und provokant zu formulieren. So wird man über die kurzen Absätze rasch hinweggetragen.

Bildsprache:

Das Buch enthält keinerlei bildliche Darstellungen – diese werden jedoch nicht vermisst.

Information:

Die thematisch diversen Briefe halten zu unterschiedlichen Bereichen spannende Informationen und Schlagwörter bereit, die einen zum Nachdenken und Nachforschen anregen.

Was sonst noch wichtig wäre:

Das Buch ist eine Sammlung reflektierter, aber subjektiver Kommentare. Als Leser*in kann man in den kreativen Gedankenwelten versinken und entwickelt überdies einen starken Impuls, selbst aktiv zu werden.

Noch mehr spannenden Lesestoff bietet zum Beispiel Harald Kegels Buch über Resilienz.