Mehrere quadratische Schachteln mit Himbeeren, Blaubeeren und Brombeeren. Foto: Will via Unsplash.
Gut sortiert finden Sie hier einen Überblick zu den News aus dem vergangenen Monat. Foto: Will via Unsplash

Die Nachrichten aus der Planung, Neuigkeiten in der Branche und aktuelle Diskussionen haben wir hier gut sortiert für Sie zusammengefasst. Der Juni 2023 im Rückblick.

In der Juniausgabe wurde es heiß: Im letzten Heft unserer Stadt-Spezial-Serie ging es um Hitze in der Stadt. Wir haben uns angeschaut, wo die DACH-Region aktuell in Sachen Hitze in der Stadt steht, was tatsächlich gegen den urbanen Wärmeinseleffekt hilft, wo Kommunen nun ansetzen müssen und welche essenzielle Rolle dabei Dach- und Fassadenbegrünung einnimmt. Das Heft gibt’s hier im Shop, genauso wie die ganze Serie, mit der kuratierten Ausgabe von SINAI als Geschenk.

Preise, Wettbewerbe und Auszeichnungen

Der Callwey Verlag sucht, zusammen mit G+L und weiteren Partnern, auch dieses Jahr die Gärten des Jahres 2024. Der Wettbewerb zeichnet die schönsten Privatgärten im deutschsprachigen Raum aus. Darüber hinaus werden auch Produkte und Gartenfotografien prämiert. Auf Wunsch der Teilnehmer*innen wurde die Einreichefrist für Beiträge bis zum 20. Juli verlängert. Mehr über den Wettbewerb erfahren Sie hier.

Im Juli 2023 erhält der renommierte deutsch-algerische Landschaftsarchitekt Kamel Louafi das Bundesverdienstkreuz. Mehr über diese Ehre erfahren Sie hier.

Die Landschaftsarchitekt*innen von Studio Vulkan gewannen den interdisziplinären Studienauftrag für ein Wohngebiet auf dem Erni-Areal, einem ehemaligen Industriegelände im Zürcher Vorort Wangen-Brüttisellen. Gemeinsam mit KCAP, einem Büro für Stadtplanung und Architektur, sowie den Nachhaltigkeitsexpert*innen von Raumanzug entwickelten sie das 279 Wohnungen umfassende „Quartier der tanzenden Paare“. Mehr zu dem Entwurf hier.

Das Dresdener Büro Ulrich Krüger Landschaftsarchitekten hat den Ideenwettbewerb für die Landesgartenschau 2026 in Bad Schlema gewonnen. Damit nehmen die Pläne für die Veranstaltung im Erzgebirgskreis allmählich Gestalt an. Alles zum Siegerentwurf hier.

Das MQ Wien will bis 2030 ein klimaneutrales Kulturareal werden. Dazu laufen derzeit mehrere Projekte. Zuletzt wurde ein Wettbewerb zur Begrünung der Außenflächen entschieden. Bereits ab diesem Sommer werden die Innenhöfe grüner. Den Entwurf dazu finden Sie hier.

Wohnraum ist in der bayerischen Landeshauptstadt bekanntermaßen Mangelware. Um die Lage zumindest im Nordwesten zu entspannen, sollen in der Siedlung Ludwigsfeld München etwa 1 800 bis 2 000 neue Wohnungen geschaffen werden. Hierzu wurde nun ein städtebaulicher und landschaftsplanerischer Wettbewerb entschieden. Wer den ersten Preis erhielt und wie der Gewinnerentwurf aussieht, erfahren Sie hier.

Die Bundesgartenschau 2029 am Mittelrhein stellt das Thema Wasser in ihren Mittelpunkt. Unter dem Leitthema werden ab diesem Sommer konkrete Ideen gesucht. Mehr zu dem Motto und den Orten der BUGA lesen Sie hier.

2030 richtet die Stadt Ulm eine Landesgartenschau aus. Die Jury eines Ideen- und Realisierungswettbewerbs prämierte nun vier Arbeiten. Wer die Preisträger*innen sind, wie ihre Entwürfe aussehen und was die Landesgartenschau Ulm 2030 zu bieten hat, lesen Sie hier.

Projekte und Events

In Wien entsteht bis Herbst 2024 eine neue Fahrradstraße. Die Argentinierstraße zwischen Innenstadt und Hauptbahnhof wird verkehrsberuhigt. Mehr zur geplanten Umgestaltung erfahren Sie hier.

Die Hamburger HafenCity ist nun um eine grüne Promenade reicher. Denn der erste Abschnitt des Projekts Kirchenpauerkai Hamburg wurde im Mai eröffnet. Mehr zu dieser neuen Promenade lesen Sie hier.

Die Olympischen Sommerspiele 2024 werden vom 26. Juli bis 11. August 2024 in Paris stattfinden. Damit ist die französische Hauptstadt nach 1900 und 1924 zum dritten Mal Gastgeberin der Veranstaltung. Was Sie über Paris 2024 wissen müssen, was dieses Ereignis für die Stadtplanung und den öffentlichen Verkehr bedeutet und welche Architekturen geplant sind – dazu gibt’s hier mehr .

Die europäischen Nordsee-Anrainerstaaten wollen ihre Offshore-Windenergiekapazität bis zum Ende des Jahrzehnts vervierfachen. Doch Offshore-Stromerzeugungsanlagen allein reichen nicht aus, um dieses Ziel zu erreichen: Dänemark ist Vorreiter mit so genannten Energieinseln, die verschiedene Standorte miteinander verbinden, um eine maximale Wirkung zu erzielen. Mehr über diese Inseln erfahren Sie hier.

Branche und Gesellschaft

Der Bund Deutscher Landschaftsarchitekt:innen (bdla) hat zwei neue Beisitzerinnen. Bdla-Präsident Prof. Stephan Lenzen hat Ende März 2023 die Landschaftsarchitektinnen Prof. Dr. Antje Backhaus und Martina Gaebler ins Präsidium des bdla berufen. Mehr über die zwei Beisitzerinnen lesen Sie hier.

In Frankreich, Großbritannien oder der Schweiz werden Lärmblitzer bereits eingesetzt, um Lärmbelästigung im Straßenverkehr zu mindern. Nun startet auch Deutschland ein Pilotprojekt. In der Bundeshauptstadt Berlin am Kurfürstendamm steht der erste Lärmblitzer der Bundesrepublik. Die Einzelheiten zum Projekt lesen Sie hier.

Nachhaltige Mobilität, Hitzeresilienz, ressourcenschonender Konsum, klimaneutrale Energie und soziale Teilhabe: Stuttgart will sich fit für die Zukunft machen. Obwohl diese Aspekte wichtig für lebenswerte Städte sind, ist der Weg dorthin nicht einfach. Dass er dafür umso lohnenswerter ist und wie man ihn gehen kann, zeigte die Urban Future Conference in Stuttgart vom 21. bis 23. Juni.

Die Ladeinfrastruktur für elektrische Fahrzeuge in Deutschland lässt zu wünschen übrig: Zwar gibt es immer mehr E-Autos, aber die Anzahl der öffentlichen Ladepunkte kommt nicht hinterher. Mehr über den Masterplan der Bundesregierung zur Förderung der E-Mobilität hier.

Das Startup Living Carbon will mit genetisch manipulierten Bäumen den Klimawandel stoppen: Die Bäume sollen schneller wachsen und mehr Kohlenstoff binden. Doch Expert*innen sind skeptisch. Mehr dazu hier.

Immergrüne Bäume und Pflanzen bieten das ganze Jahr über Schutz vor Wind und Sonne. Doch ihre Pflege hat es in sich. Wie immergrüne Pflanzen in der Stadtplanung und Landschaftsarchitektur zum Einsatz kommen, lesen Sie hier.

Falls Sie auch wissen wollen, was im vorherigen Monat los war: Hier geht’s zu unserer Presseschau für den Mai 2023.

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Den Klimawandel leugnen – das kann man eigentlich nicht. Zu drückend sind die Erkenntnisse, die ihn offenkundig bestätigen. Einer schert sich darum gerade allerdings herzlich wenig: Donald Trump. Der hat ja nicht nur in jüngerer Zeit, sondern schon seit Jahren öffentlich und lauthals bekundet, dass er den Klimawandel für einen hoax, einen Schwindel, hält. Trump macht es sich einfach. Er gönnt sich den Luxus, sich aus der Verantwortung für die Ursachen des Klimawandels zu ziehen. Die, die aktuell im Alltag und im planerischen Prozess mit seinen Folgen – Starkregen, Hitze, Schneemassen – kämpfen, haben diese Möglichkeit schlicht und ergreifend nicht. Hier sind Lösungen gefragt, hier geht es ums Handeln und um Existenzen. Dabei spielt, und das ist der Schwerpunkt der Juliausgabe 2017 der Garten + Landschaft, klimagerechte Materialien eine immer größere Rolle. Wir haben neue Möglichkeiten und Technologien untersucht.


Hitze-Hotspot Stadt

Der urbane Raum fördert Wärmeinseln, die sich im Zuge des Klimawandels noch verstärken. Es kommt zur Überwärmung. Verantwortlich dafür sind die Gebäude selbst, die Versiegelung der Böden, fehlendes Grün und künstliche Materialien wie Beton und Asphalt. Wir sprachen mit Stadtplaner und Klimatologe Sebastian Kupski über Materialien, die sich positiv auf das Klima in urbanen Gebieten auswirken und darüber, wie eine klimabewusste Stadtentwicklung aussehen kann.

Smarte Straße
Der Bijlmerdreef in Amsterdam wird bis 2019 nach ökologischen Gesichtspunkten transformiert und damit einem grünen Facelift unterzogen. Der Entwurf der Landschaftsarchitekten karres+brands sieht eine Straße der Zukunft aus umweltfreundlichen Materialien vor, die Energie speichern, den Energieverbrauch verringern und sogar Wasser recyceln kann.

Eine Fliese gegen den Starkregen
Mithilfe eines neuen Regenwassermanagementsystems für Kopenhagens Gehwege will das Planungsbüro Tredje Natur auf die Folgen des Klimawandels reagieren. Um künftig große  Wassermassen durch Starkregen aufzunehmen, haben sie die „Klimafliese“ entwickelt. Das Projekt zeigt beispielhaft die Schwierigkeiten und Erfolgsaussichten urbaner Anpassungspläne an den Klimawandel, wobei Kopenhagen Versuchsfeld und globaler Vorreiter ist.


Die Wissen-Lieferanten

Sie bezeichnen sich als Zukunftsagentur, scannen den Markt nach innovativen Materialien und neuen Technologien der Materialherstellung. Ihr Wissen ist ihr Kapital. Mit diesem bringen sie Entwickler mit Unternehmen zusammen, Branche A mit Branche B, Forschungsinstitute mit Designern. Das große Ziel von Haute Innovation: Mit intelligenten Produkten die Kreisläufe der karbonisierten Industrie durchbrechen.

Klimawandel ist nicht für Weicheier
Falk Jaeger über die Bedeutungslosigkeit des Klimawandels – Eine Glosse

Mit Kunst gegen den Klimawandel
Klimaabkommen aufgekündigt, Rückkehr zur Nutzung von Kohle und Stahl, Depriorisierung des Umweltschutzes – wie sollen die USA eigentlich in zehn Jahren aussehen? In New York City setzt das interdisziplinäre Team Aesop nun ein Zeichen gegen den Klimawandel. Und dies überraschenderweise mit Aluminium.

Auf grünen Säulen gebaut
Seit März 2017 lehrt der Architekt Ferdinand Ludwig als Tenure-Track Assistant Professor an der TU München „Green Technologies in Landscape Architecture“. Zuvor leitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter das von ihm mitbegründete Forschungsgebiet Baubotanik an der Universität Stuttgart. Im Mittelpunkt seiner Arbeit steht – für einen Architekten ungewöhnlich – die Pflanze. Wir sprachen mit ihm über Vorteile und Herausforderungen des Baustoffs Pflanze in Zeiten des Klimawandels.

Frage: Wie gestalte ich meine Webseite?

Praxis: Wasser marsch! – Multicodierung von Flächen

Lösungen: Neue Lösungen und Systeme

Referenz: Bühnenreife Beleuchtung

Sichtachse: Zwischen Gosse und Kommerz

 

Hier geht’s zur Juli-Ausgabe 2017 Garten + Landschaft!

Hier geht’s zur Juni-Ausgabe 2017 Garten + Landschaft!

Feuervogel über Neu Holland

St. Petersburg

Die Installation „Firebird descent“ schwebte bis Ende September über dem von West 8 designten Stadtpark auf der Insel Neu Holland in St. Petersburg. Wechselnde Kunstinstallationen sind Teil des Parkkonzepts.

Neu Holland ist eine historische Landmarke unweit der Newa in St. Petersburg, Über drei Jahrhunderte von den Militärs genutzt und streng gehütet, war die Insel wohl im Bewusstsein der Einwohner der Stadt präsent, aber bis vor wenigen Jahren nicht zugänglich. Erst mit dem Ende der militärischen Nutzung setzte eine Diskussion über die mögliche Öffnung der Insel für die Bürger ein. Nach einem 2010 von Roman Abramovich gemeinsam mit Daria Zhukova entwickelten Konzept soll das Eiland in die Stadt integriert werden und neues Leben dorthin bringen. Der erste Schritt dazu war 2011 der Wettbewerb „Neue Ideen für Neu Holland“, den Work AC aus New York gewannen. Zudem wurde von 2011 bis 2013 getestet, wie das Areal von der Bevölkerung angenommen würde. Gut 700 000 Besucher in knapp zehn Monaten zeigten, wie begehrt der Ort ist und führten dazu, die erhaltenen Gebäude für Freizeit und Kultur umzunutzen sowie einen Stadtpark anzulegen.

Geplant von West 8 aus Rotterdam, öffnete er im Sommer 2016 und ist seither frei zugänglich. Dabei war es erklärtes Ziel der Planer, Kunstinstallationen im Park einzubringen. Wie etwa jetzt den „Firebird descent“ der Gruppe „Poetic Kinetics“ aus Los Angeles: Unter Bezug auf den magischen Feuervogel der slawischen Mythenwelt, der mit dem Wind lebt und den dieser bewegt, war der Feuervogel bis Ende September dort zu erleben. Zehn insgesamt rund 10 000 Quadratmeter große, über den Köpfen der Besucher wogende Schwingen aus schmalen Stoffstreifen – vom dezenten Aufplustern des vermeintlichen Gefieders bei leichten Brisen bis zum heftigen Auf und Ab der gesamten Installation bei kräftigen Böen. Gespannt warten nun alle, was dem Feuervogel folgen wird.